Proteste in Venezuela: Schwere Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten

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Proteste reißen auch über Ostern nicht ab (Foto: Twitter)
Datum: 18. April 2014
Uhrzeit: 07:35 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Auch am Donnerstag (17.) ist es im südamerikanischen Land Venezuela zu Protesten gegen das linksgerichtete Regime gekommen. In mehreren Bundesstaaten blockierten Demonstranten Straßen mit brennenden Barrikaden, Dutzende Lastwagen und Busse gingen in Flammen auf. In der Hauptstadt Caracas kam es zu schweren Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten, bei denen die Sicherheitskräfte nicht zwischen friedlichen und gewalttätigen Protesten unterschieden. Die seit rund neun Wochen andauernden Proteste gegen Präsident Maduro haben bisher mindestens 41 Menschen das Leben gekostet, Hunderte Personen wurden verletzt und Tausende vorläufig festgenommen oder inhaftiert.

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Hunderte Studenten zogen friedlich mit Kreuzen auf ihren Schultern durch die Innenstadt von Caracas. „Wir glauben, dass Jesus wie wir auch eine Menge durchmachen musste. Wir demonstrieren barfuß und mit dem Symbol des Gekreuzigten. Dadurch zeigen wir, dass wir nichts fürchten“, gab einer der Studenten in einer Erklärung bekannt. Die Studenten wurden von der Polizei nicht belästigt, in anderen Stadtteilen schossen Sicherheitskräfte mit Tränengas in Osterprozessionen.

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Dutzende von Demonstranten inszenierten einen Straßenprotest im Verwaltungsbezirk Chacao. Während fünf Stunden kam es zu Zusammenstößen mit Truppen der Polizei und Militär. Die Regierungstruppen setzten Tränengas und Gummigeschosse ein, um die Demonstranten zu zerstreuen. Diese bewarfen die Sicherheitskräfte mit Steinen, Flaschen und brennenden Wurfgeschossen.

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  1. 1
    Martin Bauer

    Laut inoffiziellen meldungen hat es gestern wieder zumindest 2 Tote gegeben. Eine Person soll in ihrer Wohnung an den Folgen von durch’s Fenster geschossenem Tränengas gestorben sein.

  2. 2
    Inge Alba

    Und es wird kein Ende nehmen. Wenn man genau hin sieht, kann es nicht aufhören, zu viele sind an einem Aufrechterhalten dieses korrupten Systems interessiert . Die mafiösen Strukturen sind viel zu deutlich als daß man sie einfach mit Demos beiseite wischen könnte, da wird Geld gewaschen und produziert was das Zeug hält, so viel Rauschgift was über Vzla. nach Europa u. USA, transportiert wird, kein Drogenkartell lässt sich so einen bequemen Weg von ein paar Demokraten vernichten. Wer ein freies Vzla. will, muß gegen die Drogenbarone vorgehen, die sind aber ein paar Nummern zu groß für die Demonstranten, und sitzen in der Vzla. Regierung mitten drin. Wenn man sich so einige Lebensläufe der Regierungsmannschaft ansieht, dann kann man nur sagen, Mehrzahl von denen sind selbst Mafiabosse, Drogenbosse, usw. Da hat der Chavez mit dem Feuer gespielt und sich die Pfoten verbrannt, ist selbst einer von ihnen geworden, vielleicht war er schon in seinem tiefsten Inneren schon immer einer von denen, wer weiß? Heute kann man sagen, daß in der Regierung und im gesamten Staatsapparat sehr wahrscheinlich weit über 75 Prozent mehr oder weniger zur Mafia gehört.

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