Lateinamerika – China: Außenminister besucht Kuba, Venezuela, Argentinien und Brasilien

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Reich der Mitte giert nach strategischen Primärgütern (Foto: e-comex)
Datum: 18. April 2014
Uhrzeit: 09:28 Uhr
Leserecho: 8 Kommentare
Autor: Redaktion
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Vom 18. bis zum 27. April besucht der chinesische Außenminister Wang Yi die Länder Kuba, Venezuela, Argentinien und Brasilien. Bereits im Juli wird Präsident Xi Jinping der Region einen weiteren Besuch abstatten. „Das Ziel der Reise ist sehr klar umrissen. In den letzten Jahren hat China große Erfolge in den Beziehungen zu Lateinamerika erreicht. Die Kooperation, die im Interesse beider Regionen stattfindet, soll nun auf eine höhere Ebene gestellt werden“, gab das chinesische Außenministerium vor der Abreise von Wang bekannt.

Der rasante Aufstieg der Volksrepublik China zur globalen Supermacht zeigt sich besonders in ihren Beziehungen zu Lateinamerika. Noch vor zwei Jahrzehnten waren weder die wechselseitigen wirtschaftlichen Interessen noch die politischen Verbindungen sonderlich signifikant. Das hat sich grundlegend geändert, das Reich der Mitte giert nach strategischen Primärgütern und für die Region Lateinamerika hat auch der Absatzmarkt für chinesische Produkte an Bedeutung gewonnen.

Laut der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) ist der Anteil der Rohstoffexporte an den gesamten Ausfuhren Lateinamerikas zwischen 1999 und 2009 von 26,7 % auf 38,8 % gestiegen. Längst hat sich China in Lateinamerika als Wirtschaftsmacht etabliert. Zwischen 2000 und 2012 wuchs das bilaterale Handelsvolumen im Schnitt um mehr als 30 Prozent im Jahr. 2013 waren es 261 Milliarden US-Dollar.

Die Handelsbeziehungen sind dynamisch, aber auch konfliktiv. Argentinien, Brasilien und Kolumbien haben in den vergangenen Jahr über dreißig Antidumping-Untersuchungen gegen China eingeleitet (v. a. in den Sektoren Eisen und Stahl, Textilien, Schuhe und Haushaltsgeräte). In einigen Sektoren des verarbeitenden Gewerbes, insbesondere im Automobilbau, schwächt der Aufstieg der Volksrepublik zudem die Position der südamerikanischen Länder auf den Weltmärkten.

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  1. 1
    VE-GE

    Ja stimmt…..wir haben ebenfalls 2 Commoditie Vertraege mit China geschlossen…..ein dritter ist in Verhandlung.

  2. 2
    Der Bettler

    Und ich habe geglaubt,der ist als Krediteintreiber unterwegs.

  3. 3
    thor

    wiso Krediteintreiber, die haben sich mit ihren Krediten eingekauft…; Und was man kauft, gehört einem…

  4. 4
    VE-GE

    kommt immer darauf an Was man gekauft hat………wenn man so wie wir einen Vetrag hat ueber xxxMT Zucker heisst das noch lange nicht das sie nun die ganze Zuckerfabrik gekauft haben, nur so als Beispiel !

    • 4.1
      Martin Bauer

      Speziell Zuckerverträge gibt es weit aus mehr, als Zucker selber. Viele Banken lehnen die Ausstellung von Zahlungsinstrumenten dafür ab, wenn die Geschäftspartner nicht entsprechend bekannt sind, weil der fingierte Handel mit Zucker eines der häufigsten Vehikel der Geldwäsche ist.

  5. 5
    Herbert Merkelbach

    Alle Polemik beiseite, das chinesische Wirtschaftswachstum hat zumindest im Jahre 2014 seine Grenzen. China hat mit einer Reihe nationaler Probleme in wirtschaftlicher Hinsicht zu kämpfen. Mir ist der Zweck der Reise des chinesischen Außenministers in Lateinamerika nicht ganz klar: erzählen kann der eine Menge, die Gründe müssen aber ganz anderer Form sein.

    • 5.1
      VE-GE

      Das ist Richtig. Das Wachstum ging auf 7% runter. Ist im gegensatzt zu den USA, Europa immer noch sehr hoch oder viel.

      • 5.1.1
        Herbert Merkelbach

        Natürlich sind 7% Wachstum eine Menge im Vergleich zu den USA oder der EU. Auf der anderen Seite sollte man nicht vergessen, von welchem Niveau aus dieser Wachstum kam. Nach 50 Jahren Friedens in der EU oder auch in den USA ist doch ein solches Bruttosozialprodukt erreicht, von dem verschiedene Entwicklungsländer nur träumen können, inklusiv der BRIC-Staaten. Man sollte auch nicht vergessen, dass sich in den USA und auch in der EU eine gewisse Saturation eingestellt hat: einfach – wenn man 100 Leuten 100 PKW verkauft, dann werden in den nächsten Jahren keine PKW mehr verkauft.
        Da dieses Medium hauptsächlich Lateinamerika abdeckt: Venezuela wird dieses Jahr wahrscheinlich, ich glaube ganz bestimmt, eine Kontraktion, also ein Minuszeichen vor seinem Wirtschaftswachstum erfahren. Auch eines der „Errungenschaften einer sozialistischen“ Wirtschaftspolitik, abgesehen davon, daß die Clique in Caracas überhaupt KEINE Wirtschaftspolitik betreibt, geschweige dann etwas von Ökonomie versteht. Der Busfahrer aus Kolumbien sowieso nicht.

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