Landstreitigkeiten in Brasilien: Mehr als 30 Menschen im Jahr 2013 ermordet

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Indigene protestieren für ihre Rechte (Foto: GoV)
Datum: 26. April 2014
Uhrzeit: 14:48 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Mindestens 34 Menschen, darunter 15 Mitglieder indigener Gemeinschaften, wurden inmitten der Konflikte um Landbesitz in Brasilien im Jahr 2013 getötet. Laut einer am Samstag (26.) veröffentlichten Studie der “Comisión Pastoral de la Tierra” (CPT, kirchliche Kommission für Landseelsorge) ist die Zahl der getöteten Ureinwohner damit die höchste seit dem Jahr 1985.

Laut dem aktuellen Bericht der CPT sind die Indigenen vom Stamme der Yanomami die Hauptopfer von Konflikten über Landbesitz. Demnach wurden im vergangenen Jahr fünf ihrer Mitglieder im Bundesstaat Roraima, an der Grenze zu Venezuela, getötet. Vier weitere Morde gab es im nordöstlichen Bundesstaat Bahía. Dort wurden vier Indios der Tupinambás bei Streitigkeiten mit Grundbesitzern umgebracht.

Nirgendwo auf der Welt ist der Landbesitz derart konzentriert wie in Brasilien. Etwa 10 Prozent der Bevölkerung besitzt rund 80 Prozent des Landes. Zwar ist die Landfrage im größten Land Lateinamerikas kein neues Thema und es hat in der Geschichte schon mehrere Landlosenbewegungen gegeben. Diese wurden jedoch entweder vom Militär unterdrückt oder durch Abwanderung der Landlosen nach Amazonien gelöst.

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