Venezuela: Städte mit der höchsten Inflation im ersten Quartal

Datum: 27. April 2014
Uhrzeit: 09:49 Uhr
Leserecho: 15 Kommentare
Autor: Redaktion
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Im südamerikanischen Land Venezuela hat sich die Inflation im vergangenen Monat auf 4,1% beschleunigt (Februar 2,4). Nach Angaben der Zentralbank liegt die landesweite akkumulierte Inflation bei 10,1%. In Valencia, der drittgrößten Stadt des Landes und Hauptstadt des Bundesstaates Carabobo, hat sich mit 12,3% (Januar bis März) die höchste Erhöhung der Güterpreise angesammelt. Der annualisierte Anstieg in dieser Stadt beträgt 66,1% – ebenfalls die höchste im Land.

In Mérida, Maracaibo, Maturín und Barquisimeto beträgt der kumulative Anstieg der Preise im ersten Quartal 11,1%, ein Prozentpunkt über dem Landesdurchschnitt. In San Cristóbal und Maracay liegt die Inflation mit 10,2 und 10,5% nur wenige Zehntel über dem Durchschnitt, Caracas verzeichnet mit 9,1% im ersten Quartal eine der niedrigsten im Land und wird nur noch von der Achse Barcelona-Puerto La Cruz (8,5%) „unterboten“.

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  1. 1
    Martin Bauer

    Interessante Vergleichsziffern! Ein Grund, warum Valencia so weit über Caracas liegt, mag der sein, dass das Preisniveau in Valencia schon immer deutlich niedriger war, als in der Hauptstadt, und von daher mehr Potential nach oben gesehen wird. Auch Barcelona-Puerto La Cruz galt schon immer als überteuert, wobei die Nachfrage, dort zu leben, in den letzten Jahren drastisch gesunken ist. Zu den anderen Städten fehlen mir diesbezüglich die Informationen.

    • 1.1
      VE-GE

      Das Puerto ueberteuert ist ist richtig…..ganz zu schweigen die Mietpreise !

      • 1.1.1
        Martin Bauer

        btw: Du hättest inzwischen eine T-Nummer von mir erhalten sollen…?

  2. 2
    Herbert Merkelbach

    Ich bin der festen Überzeugung, dass die von der BCV angegebene Inflationsrate manipuliert und in Wirklichkeit BEDEUTEND höher ausgefallen ist. Die BCV verfolgt das gleiche Schema, wie es die Zentralbank in Argentinien schon praktiziert hat, letztlich auch auf Anweisung der argentinischen Regierung unter C. Kirchner. Dies hat der argentinischen Kreditaufnahme in Form von Staatsanleihen einen enormen Schaden zugefügt.
    Die chavistischen Blutsauger versuchen mit allen Mitteln die Wahrheit zu unterdrücken.

    • 2.1
      VE-GE

      Ganz genau !

    • 2.2
      Marco Calde

      vermutlich. ich bin ehrlich gesagt auch mal gespannt, wie das weitergeht.

  3. 3
    claudia

    bei uns in cabimas sind die hauptnahrungsmittel und viele elektronische geräte auf jeden fall mehr wie 100% gestiegen!! einrichtungsgegenstände bis zu 500%!!

    • 3.1
      Marco Calde

      das war auch zu erwarten. Was soll denn der Inflation entgegen wirken? Ich sehe auch kein Zeichen, dass sich die Inflation wieder „normalisiert“.

      Im Endeffekt ist das Land ruiniert. Nicht nur wg der Inflation. In Venezuela gibt es kaum etwas, was nicht marode ist. Selbst wenn der „Wandel“ kommen sollte, wird es vermutlich zwei Jahrzehnte dauern, bis Venezuela auf einem Stand ist, wo man sagen könnte, das Land hat eine Zukunft.

      • 3.1.1
        der Sachse

        Das wird vermutlich laenger ais 20 Jahre dauern. Der Wandel in der ehemaligen DDR hat nach 1989 ca. 20 Jahre gedauert und ist immer noch nicht fertig. Die Mentalitaet der Menschen hier in Venezuela ist eine andere und die Probleme hier sind m.E. komplexer, deshalb wird es hier mindestens 40 Jahre dauern. Klar ist das reine Spekulation. Fakt ist, das Land hat eine Zukunft, aber nicht mit dieser „Regierung“ und eine Koalition Opposition mit dieser „Regierung“ ist absolut keine Zukunft. Das muessen die Venezulaner selber erkennen und umsetzen. Ich aeussere hier nur meine bescheidene Meinung und werde die 40 Jahre hier nicht abwarten.

      • 3.1.2
        Martin Bauer

        Ich denke, man kann die Verhältnisse nicht mit der Ex-DDR vergleichen. Deren Bevölkerung hatte vor 1989 noch niemals Kontakt mit der Demokratie gehabt, wenn man von der kurzen Episode der Weimarer Republik absieht. Wie schon in Spanien nach Francos Tod 1975 zu sehen war, dauert es 2-3 Generationen, bis ein Volk mit der übernacht hereinbrechenden Demokratie umgehen lernt. Diesbezüglich sind die Venezolaner unseren „Ossies“ von 1989 weit voraus.
        Was Wirtschaft und Arbeitskraft, – willigkeit, -fähigkeit angeht, so sind in Deutschland nach der Wende viele der „Besseren“ schnurstracks in den Westen umgesiedelt, für den sie eine grosse Bereicherung waren und sind, während tendenziell die Bequemeren und weniger Tüchtigen in den neuen Bundesländern blieben. So sind auch viele der leistungsfähigsten Venezolaner ausgewandert. Es sind aber wohl nicht wenige, die gerne zurück gingen, wenn das Land wieder frei würde.
        Letztendlich aber kann man ein lateinamerikanisches Land nur bedingt mit einem Mitteleuropas vergleichen. Ich schätze, eine Wirtschaft und Infrastruktur, die dem Mittelstand wieder Wohlstand und die verdienten Früchte für gute Arbeit brächten, wäre in Venezuela in Windeseile wieder hergestellt, weitaus schneller, als wir uns das vorstellen können. Denn erstens sind die Ressourcen dort einzigartig, zweitens sind die Ansprüche kleiner.
        Den Reichen geht es ohnehin überall gut – Die wahre Herausforderung der Zukunft aber wird sein, den Armen eine reale Alternative für den verlorenen Traum vom sozialistischen Schlaraffenland zu bieten, eine ehrliche Integration in Ausbildungssystem, Wirtschaftsleben, Gesundheitswesen und in eine pluralistische, demokratische Gesellschaft. Dies könnte niemals von heut auf morgen geschehen, ist aber zwingende Vorraussetzung für eine stabile Zukunft Venezuelas und eines jeden anderen Landes in Lateinamerika. Dafür allerdings sehe ich keinerlei Bereitschaft bei der Masse der Bevölkerung. Zwar haben viele blumige Worte für ihr Bild von der Zukunft. Wenn es konkret wird, denkt aber jeder nur an sich. Wenn die zukünftige Regierung dies nicht begreift und nachhaltig berücksichtigt, wird weiterhin Gewalt und politischer Radikalismus an der Tagesordnung sein, und das mit zunehmender Tendenz und zum Vorteil von Organisationen wie der Sozialistischen Internationale und der Linke.

  4. 4
    der Sachse

    Hallo Martin Bauer, klar kann man die Verhaeltnisse mit der Ex-DDR nicht mit denen in Venezuela vergleichen. Wenn das Alles mit der Demokratie hier schneller als 20 Jahre gehen sollte, um die grundsaetzlichen, demokratischen, politischen und wirtschaftlichen die Strukturen zu schaffen, da sage ich prime dazu. Den „MadBurro-Muell“ aus den Koepfen zu bringen, koennte dauern. Venezuela wird seinen eigenen Weg aus der Dktatur der letzten 15 Jahren finden und auch gehen. Wir werden es sehen. Ich sehe mich hier als Beobachter und nicht als Oberlehrer Schulze aus Schulzenroda.

    • 4.1
      Martin Bauer

      Das stimmt so nicht ganz. Venezuela muss die Demokratie nicht erst erlernen. Das Land galt seit 1964 für lange Zeit als Musterdemokratie. Erst unter den letzten zwei Regierungen vor Chávez hat das System unter der ausufernden Korruption gelitten, die Wirtschaft ging kaputt, und die Regierungen erlaubten sich einige nicht mit demokratischen Prinzipien vereinbare Akte. Das Volk jedoch weiss, was Demokratie ist und hat gelernt, damit umzugehen. Das wurde ja auch an vielem deutlich, was in den letzten Monaten passierte. Das es in jedem Land einen verblödeten, selbstsüchtigen Prozentsatz von militanten Versagern gibt, zeigt sich überall, nicht zuletzt auch bei den Anhängern der Linke oder den Neo-Nazis. Die gilt es, mit rechststaatlichen Mitteln zu reglementieren, so dass sie keinen grösseren Schaden anrichten können.

  5. 5
    VE-GE

    Martin Bauer@…was soll ich oder sollte ich von dir erhalten haben? Eine T…….Nummer

    • 5.1
      Martin Bauer

      per mail v. Redaktion. Eine USA#

  6. 6
    Inge Alba

    15 Jahre Chavismus ist eine lange Zeit, dies hat viele junge Menschen in den barrios geprägt und prägt sie noch immer. Denn aus den Erzählungen ihrer „Alten“ dürften sie nicht sehr viel Gutes von der Vorzeit der Chavesjahre erfahren haben, was ja auch teilweise stimmt. Ja, es muss einen radikalen Wandel in der Gesinnung aller her, mehr Gerechtigkeit, weniger Egoismus, viel mehr Bildung, nur nicht wieder arbeitende Kinder auf der Strasse, das muss aufhören, die gehören in eine Schule. Sozilabauwohnungen, um endlich diese barrios unter Kontrolle zu bekommen,d.h. sie zu verkleinern, sie in die Bedeutungslosigkeit abschieben, Anreize um dass Volk an der Landflucht zu hindern, >Infrastruktur in jeder Beziehung auf dem Land, was sollen all die Menschen in den Städten tun, da werden viel zu viele kriminell, Landleben und Landarbeit ist gesund und gehört gefördert. So würde man zumindest auch die Abhängigkeit von anderen Ländern (Importe usw.) eindämmen. Deshalb müssen auch die kleinen Dörfer und Kleinstädte attraktiv gemacht werden. Jede neue Regierung wird einen sehr schweren Stand haben, es wird mehrere Regierungen benötigen um die Menschen so einigermassen miteinander auszusöhnen, es gibt einfach zu viel Hass, dieser Hass ist teilweise beängstigend und schrecklich. Also, für Investoren aus dem In-und Ausland, von welcher Rasse, Hautfarbe und demokratischen Gesinnung auch immer, ist in Zukunft Vzla. ein Land mit vielen Chancen, ich nehme an in sehr naher Zukunft, wenn sich die jetzigen Machthaber verabschiedet haben, klar, oder wenn sie gegangen wurden, hoffentlich pronto.

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