Venezuela: Offizier im Sicherheitsapparat des Präsidenten ermordet

mordrate

In den letzten 16 Jahren hat sich die Kriminalität in Venezuela fast versechsfacht (Foto: Archiv)
Datum: 04. Mai 2014
Uhrzeit: 13:51 Uhr
Ressorts: Panorama, Venezuela
Leserecho: 8 Kommentare
Autor: Redaktion
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Ein Offizier der Bolivarischen Streitkräfte und Mitglied im inneren Zirkel des Sicherheitsapparates um den venezolanischen Präsidenten ist am Sonntagmorgen (4.) ermordet worden. Nach Berichten lokaler Medien wollten Unbekannte das Auto von Leutnant Marco Antonio Cortez stehlen, wurden von diesem offenbar überrascht und eröffneten sofort das Feuer. Cortez wurde von drei Schüssen getroffen und verstarb in einem Krankenhaus in Fuerte Tiuna. Seine weibliche Begleiterin blieb unverletzt.

Cortez war 6 Jahre lang für die Sicherheit des venezolanischen Präsidenten verantwortlich und diente bereits unter dem verstorbenen Staatschef Hugo Chávez. Offiziell ist der Getötete bereits der 46 Beamte, der in diesem Jahr in der Hauptstadt Caracas ermordet wurde.

In den letzten 16 Jahren hat sich die Kriminalität in Venezuela fast versechsfacht und bestätigt das Versagen des linksgerichteten Regimes. Der Jahresbericht der venezolanischen Nichtregierungsorganisation “Observatory of Violence” (OVV) belegt einen Anstieg der gewaltsamen Todesfälle in Venezuela im vergangenen Jahr. Nach Statistiken der staatlich nicht kontrollierten/manipulierten Organisation starben 24.763 Menschen eines gewaltsamen Todes, 79 Todesfälle pro 100.000 Einwohner.

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  1. 1
    fideldödeldumm

    Hola Hugoito, sind das die Geister, die du gerufen hast?

  2. 2
    Martin Bauer

    „Offiziell ist der Getötete bereits der 46 Beamte, der in diesem Jahr in der Hauptstadt Caracas ermordet wurde.“
    Aber im ganzen Land wurden, im Rahmen der Widerstandsaktionen, offiziell nur 43 Personen ermordet, Demonstranten, unbeteiligte Zivilisten, Tuparmaros und Beamte eingeschlossen. Demnach müssten Beamte in Venezuela eine Sterblichkeitsrate von 300-500% haben, oder wie, oder was…?

    • 2.1
      fideldödeldumm

      Die 46 toten Beamten fallen wohl in die normale Raubmordstatistik und haben mit den Protesten nichts zu tun.

      • 2.1.1
        Martin Bauer

        Schon klar! Aber es ist besorgniserregend, dass fast nur noch tote Beamte und Regierungsanhänger gemeldet werden, kaum noch Normalbürger, von denen ja nun zweifelsohne ein Vielfaches ermordet wird.

    • 2.2
      Herbert Merkelbach

      Das ist doch die Niederträchtigkeit eines sog. sozialistischen Regimes: vertuschen, verleugnen, verschweigen, anderen die Schuld zuweisen, morden als staatliche Notwendigkeit gegen die sog. Aufrührer, Umstürzler, Provokateure, die Rechten, also alles was nicht in deren Philosophie infrage kommt.
      Diese Niedertracht und Bösartigkeit sind doch von einem Teil der Menschheit 70 Jahre lang ertragen worden. Die Paradiese für die Arbeiter und Bauern waren das beste Beispiel.

  3. 3
    Martin Bauer

    Heute früh in Naguanagua wieder 4 verletzte und 17 verhaftete Demonstranten! Da soll mal einer sagen, der Widerstand wäre vorbei! Man könnte manchmal glauben, Leute wie Wolfgang würden für’s Verbreiten von Lügen bezahlt.

  4. 4
    Alba

    Und wer zählt all jene, die so klammheimlich mal kurz verhaftet und umgelegt werden bei einer Nacht-und Nebel (Benebel)-aktion? Eines Tages werden die Mütter auch auf irgend einem Platz mit Schildern ihrer verlorenen Kinder stehen, dann , wenn sie sich endlich trauen, dann wenn sie endlich dieses Regime durchschaut haben, dann wenn es für die Ihrigen zu spät ist. Man wird diese ungezählten Umgebrachten irgendwann mal in einem Massengrab finden, man wird sich fragen, wann, wo, durch wen und warum? Und die Rechtsmediziner werden alle Hände voll zu tun haben, erinnern wir uns an die Mütter in Argentinien.

    • 4.1
      Martin Bauer

      Ja, möglicherweise in den selben Massengräbern, in denen sie die Urnen mit den Stimmzetteln der letzten Wahlen verbrannt und beerdigt haben, bevor diese überprüft werden konnten.

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