Lateinamerika: Russland will sich am Bau des Nicaragua-Kanals beteiligen

nicaraguasee

Verbindung durch Nicaragua doppelt so lang wie das Gegenstück in Panama (Foto: Archiv)
Datum: 06. Mai 2014
Uhrzeit: 11:18 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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Mit Hilfe der Volksrepublik China will das zentralamerikanische Land Nicaragua einen Kanal zwischen Atlantik und Pazifik bauen und damit dem Panama-Kanal Konkurrenz machen. Laut Parlamentspräsident Rene Núñez soll der Bau der rund 200 Kilometer langen Wasserstraße 40 Milliarden US-Dollar kosten (inclusive Eisenbahnlinie, zwei Flughäfen sowie eine Ölpipeline) und Tausenden Menschen der veramten zentralamerikanischen Nation Arbeitsplätze bieten. In einem Interview gab der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow bekannt, dass sich Russland am Bau der Wasserstraße beteiligen möchte. „Wir diskutieren mit unseren nicaraguanischen Kollegen, auf welche Art und Weise wir in diesem Projekt kooperieren können“, so Rjabkow.

Finanziert wird der zweite interozeanische Wasserweg in Zentralamerika von dem chinesischem Konsortium „HK Nicaragua Canal Development Investment Co. Limited“ mit Sitz in Hongkong. Dahinter verbirgt sich der chinesische Telekom-Milliardär Wang Jing. Den Plänen zufolge soll der Kanal in zehn Jahren fertig gestellt werden. Das chinesische Konsortium soll dann für mindestens 50 Jahre die Betreiberrechte erhalten.

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  1. 1
    Alba

    Die Chinos sind die allergrößten Kapitalisten, weltweit. Wo die nicht ihre Finger überall im Spiel haben ist erstaunlich.

    • 1.1
      Caramba

      So scheint es – aber der Schein trügt, und das ist gefährlich. Sie handeln kapitalistisch, was heisst, sie haben endlich die Regeln des Welt-Monopoly´s begriffen – und gut begriffen! – aber es sind immer noch kommunistische Diktatoren, die nahezu uneingeschränkt über ein Milliardenvolk herrschen. Und es sich als Diktatoren erlauben können, in ganz anderen zeitlichen Dimensionen zu planen und handeln als der Kapitalismus…..50Jahre sind für einen chinesischen Plan nicht besonders viel, während bei uns in 3 Monatszyklen (Aktionärsversammlungen) oder 4 Jahreszyklen (Wahlen) geplant und gedacht wird. Das heisst, wir freuen uns über die chinesischen Investitionen mit 5Jahres-Job-Garantie, weil die die Manager gut dastehen lassen und die Politiker gleich mit, die Chinesen freuen sich dann in 5 Jahren, wenn sie ein 5köpfiges Vertriebsteam hier lassen und alles KnowHow und die Aufträge mit nach Hause nehmen. Die Verluste, die sie in den 5 Jahren machen, verschmerzt die China AG locker, notfalls gibts halt daheim für ein paar Millionen weniger Reis.
      Und wir wachen auf, wenn wir Hunger kriegen – dann ist der Manager und der Politiker in Rente, der Eine im Pazifik und der andere in der Toskana, und wir sind die Dummen.
      Naja, ich bin dann hoffentlich auch in Rente……
      Saludos
      dd

      • 1.1.1
        Martin Bauer

        Gut beschrieben! Wenn die chinesischen Unternehmer sich nicht bald der Kommunistischen Partei entledigen – und danach sieht es nicht aus – wird die Weltherrschaft in wenigen Jahrzehnten funktionieren, wie die in einem Termitenbau.

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