Maduro verurteilt US-amerikanische Sanktionspläne aufs Schärfste

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Präsident Maduro entrüstet sich einmal mehr über US-Saktionsdrohungen (Foto: Gobierno Venezuela)
Datum: 21. Mai 2014
Uhrzeit: 17:10 Uhr
Leserecho: 8 Kommentare
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Aufs Schärste verurteilt Venezuelas Präsident Nicolás Maduro mögliche US-amerikanische Sanktionen gegen Regierungs- und Militärmitglieder. Diese sind im Aktions „Venezuelan Human Rights and Democracy Protection Act“ vorgesehen, der vom Auslandskomitee des US-Senats verabschiedet wurde und nun im Senat zur Diskussion steht. Sollte das Projekt verabschiedet werden, droht venezolanischen Politikern unter anderem der Entzug des Visums sowie die Einfrierung von Guthaben in den USA.

Maduro bezeichnete den Vorstoß einiger US-Politiker wiederholt als „widerwärtig“ und als Einmischung in die inneren Angelegenheiten Venezuelas. Ebenso verurteilte er die jüngsten Äußerungen der US-Staatssekretärin, Roberta Jacobson. Sie hatte ähnlich wie die venezolanische Oppositionsvereinigung MUD gefordert, dass die Dialogrunden Ergebnisse zeigen sollten und nicht zur bloßen Gesprächsrunde verkommen dürften.

Verärgert über die Aussagen Jacobsons und das US-Sanktionsprojekt forderte Maduro von der Union der Nationen Südamerikas (Unasur) die Einberufung einer Ratssitzung der Präsidenten, um über die „imperialistische Einmischung“ der USA zu beraten. Darüber hinaus rief er die Opposition dazu auf, gegen die geplanten US-Sanktionen Stellung zu nehmen.

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  1. 1
    Skeptiker

    „Einmischung in die inneren Angelegenheiten Venezuelas“

    einmal mehr beweist man, dass man nicht weiß, worum es eigentlich geht

  2. 2
    marvin Scott

    Einreiseverbote und Kontensperrungen können doch diesen Top-Chavistas nichts anhaben. Vom Gedankengut ihrer Ideologie her haben sie doch in den USA weder geschäftlich zu tun noch ein Vermögen zu betreuen. Oder etwa doch? Was für eine Sisyphus-Arbeit für den Diktator, seine gefallene Maske täglich tausendmal wieder hochzuheben!

    • 2.1
      Jens

      Leider falsch. Hat jemand der von den Sanktionen betroffen wäre, sein Konto bei einer amerikanischen Geschäftsbank egal wo in der Welt, wird sein Vermögen eingefroren. Auch die Schweizer Banken reagieren auf Sanktionen, da sie wiederum eine Bestrafung der Amis fürchten, wegen illegaler Geschäfte.

      Auch können die Söhne und Töchter der sozialistischen Elite nicht mehr in Paris shoppen gehen, da ja Visa, Mastercard usw. amerikanische Unternehmen sind.

      • 2.1.1
        fideldödeldumm

        Warum leider???

        Ach ich vergaß, dass es ja zum Sozialismus dazu gehört, das Volk auszubeuten und zu bescheissen.

      • 2.1.2
        Jens

        Beim nochmaligen lesen stelle ich eine gewisse Doppeldeutigkeit fest. Mein “ Leider falsch“ bezog auf die Einschätzung des Vorkommentator das “ Einreiseverbote… nichts anhaben“ können, im Sinne einer Aktion ohne tatsächlichen Nutzen.

        Es ist natürlich nicht “ Leider falsch“ wenn man weis, das entsprechende Sanktionen sich auswirken. Es ist “ falsch “ anzunehmen, das Sanktionen ohne Auswirkungen für die Sanktionierten bleiben.

        Wie schon Alan Greenspan bei einer Anhörung vor dem US Congress in aller Deutlichkeit sagte;

        Ich weis, dass Sie glauben, Sie verstehen das,was Sie denken, dass ich gesagt habe, aber ich bin nicht sicher, ob ihnen klar ist, dass das, was sie gehöhrt haben, nicht das ist, was ich meinte.

      • 2.1.3
        fideldödeldumm

        Na dann ist ja alles klar wie Kloßbrühe.

  3. 3
    Fideldödeldumm

    Ja, Mad Burro, da hast Du Recht. Es ist widerwärtig, dass die Amis euer sorgsam geklautes Geld und die schwer erkauften Villen einfrieren. Ich finde es widerwärtig schön.

  4. 4
    Herbert Merkelbach

    Die politischen Gestalten in Caracas haben m. E. keinen blassen Schimmer, wie die politische System in den USA funktioniert.
    Wenn einige Senatoren Sanktionen gegen die Typen in Caracas verhängen wollen und ein Gesetzentwurf von beiden Kammern des Kongresses verabschiedet werden sollte, dann bedarf es noch der Unterschrift des Präsidenten. Unterschreibt der nicht, legt also eine Veto ein, dann kann dieses Veto mit 2/3 Mehrheit des Kongresses überboten werden. Jedenfalls, was die Sanktionen angeht, so ist die Kuh noch nicht vom Eis.

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