Präsident Maduro gesteht erstmals Wirtschaftskrise in Venezuela ein

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Venezuela Staatspräsident Maduro gesteht erstmals Wirtschaftskrise öffentlich ein (Foto: Gobierno Venezuela)
Datum: 31. Mai 2014
Uhrzeit: 14:12 Uhr
Leserecho: 15 Kommentare
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Venezuelas Staatspräsident Nicolás Maduro hat erstmals öffentlich eingestanden, dass sich das südamerikanische Land in einer wirtschaftlichen Krise befindet. In diesem Zusammenhang kündigte er die Einrichtung einer weiteren Kommission an, welche nun Strategien zur Bewältigung der Krise entwickeln soll.

Leere Regale in Supermärkten, eine Inflation von nahezu 60 Prozent und eine unkontrollierbar steigende Kriminalität haben seit Anfang Februar zu massiven und anhaltenden Demonstrationen gegen die venezolanische Regierung geführt. Neueste Zahlen zeigen zudem auf, dass die Armut in dem südamerikanischen Land 2013 sprunghaft angestiegen ist.

Neben Devisenschulden in Milliardenhöhe bei internationalen Fluggesellschaften, räumte Maduro nun auch ein, dass die Schulden mit Hunderten Unternehmen, die Arbeiten zur Verbesserung der Infrastruktur ausgeführt haben, seit drei Jahren stetig steigen. Etliche Firmen seien wegen der ausstehenden Zahlungen nahe dem Bankrott, heißt es in Medienberichten.

Dass sich die wirtschaftlichen Probleme verschärfen dürfte, wird von der Opposition und Experten dem chavistischen Modell des Sozialismus des 21. Jahrhunderts zugeschrieben. Maduro spricht hingegen bei der Krise von einer Chance, ein wirtschaftliches Modell mit den Wurzeln im Sozialismus zu etablieren.

Die studentische Bewegung Venezuelas ruft indes zu einem weiteren Generalprotest für den kommenden Sonntag (1. Juni) auf. Damit soll vor allem auf die Mitstreiter, die während der seit über hundert Tagen andauernden Proteste „festgenommen, geschlagen, gefoltert und getötet“ wurden, international aufmerksam gemacht werden. Nach offiziellen Zahlen sind bei den Demonstrationen in diesem Jahr 42 Menschen ums Leben gekommen, über 800 verletzt und 3.000 festgenommen worden.

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  1. 1
    Der Bettler

    Wenn der hirnlose Kolumbianer was eingesteht,und noch 100 Kommissionen gründet,wird sich an der ganzen Situation aber auch gar nichts ändern. Diese Räuberbande muß die Kohle rausrücken,und ihre Schulden bezahlen,dann wird alles ein bisschen leichter.

    • 1.1
      VE-GE

      Genau !…..Die neue Kommission muss ja dann auch wieder bezahlt werden und so verschwienden neue Millionen wieder…und so gehts weiter und weiter und nix wird verbessert!

      • 1.1.1
        der Sachse

        Hier hilft nur Eines, die Chavistas und ihr Kluengel muessen aus der Regierung verschwinden. So schnell wie moeglich und ohne Abwahl!!! Das Grunduebel sind sie, die Chavistas, selber. Inkompetenz, Bereicherung und Korruption, familiaerer Kluengel, Diktatur, Ignoranz und noch vieles mehr bieten keine Zukunft fuer dieses an sich schoenes Land mit enormen wirtschaftlichen Potential. MadBurros neue Komission bringt keine Ergebnisse, verlaengert nur die Leidenszeit der Bevoelkerung.

    • 1.2
      babunda

      die neuen kommissionen stecken sich auch erst mal die taschen voll und ändert wird sich überhaupt nichts. das land ist pleite überlebt nur von den krediten der russen und chinesen.

  2. 2
    hugo

    hallo fernando.wo sind deine kommentare. lügt etwa maduro und wir haben keine wirtschaftskrise.

    • 2.1
      fideldödeldumm

      Da hat Latina-Press sicher wieder falsch übersetzt oder die falsche Zeitung zitiert.

    • 2.2
      Herbert Merkelbach

      Es könnte sein, dass die Redaktion dieses Internetauftrittes diesem Kommentator den Zugang zu den Kommentaren verwehrt hat. Insbesondere, seine nicht sehr höflichen Benennungen anderer Kommentatoren.
      Viel schlimmer wiegt nun das Eingeständnis der Heilsbringer aus Caracas. 15 Jahre ununterbrochene Misswirtschaft lassen sich nicht innerhalb von eine paar Monaten reparieren. 40 Jahre Sozialismus in Ostdeutschland, das wissen wohl alle, konnten auch nicht innerhalb von wenigen Jahren ausgemerzt werden.
      Die Chavisten in Caracas haben grundsätzlich das Vertrauen in diese Clique verspielt. Welcher Mensch, welcher Unternehmer investiert in eine Regierung, die mir im Prinzip „den Hals durchschneiden möchte“ um es ein wenig salopp auszudrücken. Wie will man eine bis 10 Meter unter der Grasnarbe verelendete Wirtschaft schnellstens auf die Beine bringen, wenn das Geld fehlt und solange diese Regierung die Fäden in der Hand hält.
      Es helfen keine Zugeständnisse, ganz einfach, diese Regierung und der ganze „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ müssen über Bord geworfen werden. Im gegenteiligen Fall, der Kollaps droht mit jeden weiteren Tag, den diese Bande in Venezuela an der Macht ist.

  3. 3
    fernando

    Keine Sorge Herr Meckerbach, ich melde mich morgen zum Thema. Jetzt kommt gerade das Fußball-Länderspiel.

    • 3.1
      VE-GE

      hay dios no !

    • 3.2
      Herbert Merkelbach

      Die Höflichkeit gebietet es, dass man einen Menschen KORREKT anspricht. Sie scheinen das nicht gelernt, erlernt oder täusche ich mich, Sie wollen es auch gar nicht.

      Mit displazierenden Namen entgegnen Sie bitte Ihren chavistischen und kommunistischen Freunden. Auch im Umgang mit politisch anders denkenden Menschen ist der korrekte Umgang und dazu gehört auch die korrekte Namensnennung dazu. Ich vermute, dass Sie diese Unart wahrscheinlich Ihrem Galaktiker, dem Erlöser der Menschheit, dem nicht zu übertreffenden Gutmenschen Hugo Chávez Frias abgeguckt haben. HCF war bekannt dafür, seine politischen Gegner zu diffamieren, zu beleidigen und mit unerhörten Schimpfnamen zu titulieren.
      Meines Erachtens schwimmen Sie auf der gleichen Welle.

  4. 4
    fernando

    Dass es in Venezuela ökonomisch bessern gehen könnte, ist sicherlich unstrittig. Aber wann, wo, wie und in welchem Zusammenhang bzw. in welcher „öffentlichen Veranstaltung“ Maduro sich zu diesem Thema geäußert hat, könnte mir einmal jemand erklären. Oben im Artikel steht nichts dazu.

  5. 5
    Gocho

    Das braucht er nicht zugeben, das sieht ein Blinder mit Krueckstock, dass das Land vor der Pleite steht.
    Erst sprechen sie von Wirtschaftskrieg und jetzt wollen sie den Bsf. auf 50 festlegen. Also hatten alle recht mit dem Schwarzmarktkurs.

    Der bloede Tourismusminister hat zugegeben, dass mit 50Bsf, der Tourismus attraktiver wird und wenn die geglaubt haben, dass die Touristen mit Sicad I tauschen haben sie sich schwer getaeuscht.

    Wenn ein Tourist mit Kreditkarte bezahlt dann wird dieser richtig gefickt!

    Mal schaun was die Arbeiter sagen werden, wenn Sie dann 20000 Bsf brauchen zum Essen einkaufen.

  6. 6
    Barbara

    Wer fliegt den jetzt freiwillig für Urlaub nach Venezuela? Der Pleitegeier ist im Sturzflug, nur die Sippe im Miraflores träumt heftig weiter.

    • 6.1
      fernando

      Keine Sorge, da kenne ich genügend aus Deutschland, die ihren Urlaub in Venezuela verbringen werden.

  7. 7
    Inge Alba

    Na, einige Blöde gibt es überall auf der Welt, hinterher beschweren sie sich, wenn sie entführt wurden und der Steuerzahler in D.-land, oder sonst wo muss für das Lösegeld in die Tasche greifen. Aber da wir in Europa ja zum Hauptteil in Demokratien leben, muss man auch die Blödmänner und -Frauen mitziehen. Manchmal muss ich sagen leider, aber so sind Demokratien eben. Jedenfalls sollten reisen nach Vzla. unter Strafe gestellt werden, ist das Schicksal heraus fordern. Schlimm genug, dass die, die dort leben, leben müssen, sich in so einem Desaster befinden. Gottlob, habe ich schon vor Hugo den Absprung gemacht, als der den Mund das 1. Mal aufgemacht hat, da dachte ich mir nur, sind die denn jetzt alle verblödet, so einem Quatscher auch noch ihre Stimme zu geben. Erinnere mich an eine TV Sendung, da hat der Kerl doch sage und schreibe 23 Minuten über die Vergeudung von Papier gelabert, wie man einen Zettel zu bekritzeln hat, warum er vorne und hinten darauf schreibt, bla,bla,bla, Das macht einer in Europa, der kommt mit Zwangsjacke per Notarzt ins nächste Irrenhaus. Die Sendung ging über 4 Std., habe ich mir rein gezogen, man muss sich ja ein Bild über so etwas machen können, habe ihn mir dann jedesmal bei meinen Aufenthalten wieder angesehen, wurde immer schlimmer. Und das haben 50% der Vzla´s. nicht bemerkt??? Da kann nur Wahlbetrug der Grund sein, denn in meiner Familie haben sich alle die mal für ihn waren, nach der ersten Regierungszeit umbesonnen. Und nun sein Nachfolger, der wird als Lückenbüser bei einer comedian Sendung eine gute Figur machen, ein paar Lacher hätte er auf seiner Seite, mehr nicht. Ist eine Witzfigur, ein manipuliertes Männchen, das an der kurzen Leine von seiner Tuse geführt wird, denn wer in dieser Verbindung die Hosen an hat ist ja wohl klar.

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