Wie Verkehrsinfrastruktur das Wachstum antreibt

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Die Studie "The Mobility Opportunity" ermittelt die Kosten wenig effizienter Infrastrukturen und berechnet die wirtschaftlichen Chancen (Foto: Siemens)
Datum: 06. Juni 2014
Uhrzeit: 09:51 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Mit dem Ausbau und der Verbesserung ihrer Verkehrsinfrastruktur können Großstädte ab dem Jahr 2030 ihre Wirtschaftskraft um insgesamt etwa 800 Milliarden US-Dollar pro Jahr erhöhen. Das zeigt die Studie „The Mobility Opportunity“ des Londoner Beratungsunternehmens Credo, die heute in Singapur vorgestellt wurde. Credo untersuchte im Auftrag von Siemens, wie gut die öffentlichen Verkehrsnetze in 35 ausgewählten Großstädten weltweit auf künftige Herausforderungen – wie die wachsende Bevölkerung und den sich verschärfenden Wettbewerb – vorbereitet sind. Das Ergebnis: Erreichen die untersuchten 35 Städte den Stand der jeweils besten vergleichbaren Stadt, können sie ab 2030 ihr Bruttoinlandsprodukt (BIP) insgesamt um jährlich etwa 238 Milliarden US-Dollar erhöhen. Für Städte in aller Welt mit einer vergleichbaren Größe ab etwa 750.000 Einwohnern ergäbe sich so ein Zuwachs an gesamtwirtschaftlichem Nutzen von etwa 800 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Dies entspricht etwa einem Prozent des globalen BIP. Aktuell, bezogen auf das Jahr 2014, läge das Potenzial bei etwa 360 Milliarden US-Dollar im Jahr.

Verkehr gilt als mitentscheidender Wettbewerbsfaktor von Städten. Knappe Budgets hindern Städte jedoch oft daran, in ihre Verkehrsnetze zu investieren. Im Zentrum dieser einzigartigen Untersuchung stand deshalb die Frage, wo Städte ansetzen sollen, um Verkehrsinfrastrukturen fit für die Zukunft zu machen. Ziel der Studie war es zunächst, die Kosten wenig effizienter Infrastrukturen zu ermitteln. Dazu wurden Faktoren wie Reisezeiten, Überfüllung von Bussen und Bahnen sowie die Dichte des Verkehrsnetzes einbezogen. Sie alle haben Auswirkungen auf die Produktivität einer Stadt. Um sie vergleichbar zu machen, unterteilte Credo die 35 untersuchten Städte in drei Kategorien. Die Städte mit der höchsten Kosteneffizienz in ihrer Kategorie sind nach Angaben von Credo:

Kopenhagen, Dänemark (Kategorie „Etablierte Städte“)
Singapur (Kategorie „Kompakte Zentren mit hoher Bevölkerungsdichte“)
Santiago, Chile (Kategorie „Aufstrebende Städte“)

In einem zweiten Schritt verglich Credo die Städte mit der führenden Stadt ihrer Kategorie. Mit diesem Vergleich zeigten sich die direkten wirtschaftlichen Chancen, die sich durch Verbesserungen der Verkehrsinfrastruktur ergeben, sowie die weiteren volkswirtschaftlichen Auswirkungen, wie beispielsweise höhere Produktivität. Schließlich entwickelte Credo individuelle Handlungsempfehlungen für die Städte. Ausgewählte Fallbeispiele zeigen die Wirtschaftlichkeit der Investitionen.

„Schaffen es die untersuchten Städte, von den führenden Städten ihrer Kategorie zu lernen und die Lücke bei der Effizienz ihrer Verkehrsinfrastruktur zu schließen, verringern sie ihre Kosten und erhöhen gleichzeitig die Produktivität. Je leistungsfähiger das Transportnetz einer Stadt, desto attraktiver ist diese für Unternehmen und Menschen“, so Chris Molloy, Partner bei Credo.

„Die besten Verkehrssysteme sind die, die es schaffen, Menschen möglichst schnell und unkompliziert an ihr Ziel zu bringen. Die führenden Städte machen es vor: mit effizienten Verkehrsnetzen, modernen Infrastrukturen und Fahrzeugen, sowie dem einfachen Umsteigen zwischen verschiedenen Verkehrsträgern. Vor allem aber haben sie eine klare Strategie, wie sie auch in Zukunft den Bedarf decken wollen“, erklärt Roland Busch, CEO des Siemens Sektors Infrastructure & Cities und Mitglied des Vorstands der Siemens AG.

Städte sind die Motoren für künftiges Wachstum. Sie erbringen 80 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. In einer globalisierten Welt stehen sie zunehmend in Konkurrenz um Unternehmen und Arbeitskräfte. Entscheidungsträger in Städten weltweit erhalten mit der Studie „The Mobility Opportunity“ Empfehlungen, welche Maßnahmen den größten wirtschaftlichen Nutzen versprechen – und wie sie die Zukunftsfähigkeit ihrer Metropolen verbessern können.

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  1. 1
    Herbert Merkelbach

    In dieser Beziehung ist Venezuela ein Musterbeispiel: die Infrastruktur wird ständig verbessert, die dazu benötigten Gelder sind reichlich vorhanden, mit anderen Worten, die Amtshandlungen der Regierung in Caracas beschämen jede andere Regierung der Welt in dieser Hinsicht.
    Der Chavismus/Kommunismus zeigt in Venezuela seine wirklichen Stärken.

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