Kuba und Venezuela unter Verdacht Hisbollah zu unterstützen

Datum: 07. Juni 2014
Uhrzeit: 17:50 Uhr
Leserecho: 10 Kommentare
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Nach einem Bericht der amerikanischen „Secure Free Society“ sollen in Venezuela und Kuba Pässe für Immigranten aus dem Mittleren Osten ausgestellt worden sein, damit diese leichter in die USA und Kanada einreisen können. Venezuela soll zwischen 2008 und 2012 mit mindestens 173 Pässen, Visa und anderen Dokumenten für extremistische Islamisten deren Einreise in die nordamerikanischen Länder ermöglicht haben. Das südamerikanische Land wird in dem Report als „Brücke der Iraner“ bezeichnet, um nach Kanada zu gelangen.

In der Studie werden die Praktiken der Regierungen in Venezuela und Kuba als Bedrohung für die Sicherheit Nordamerikas eingestuft, da diese extremistischen Islamisten Erleichterungen und Unterschlupf gewährten. Kritisiert werden ebenso die engen Beziehungen der beiden lateinamerikanischen Länder mit dem Iran. Darauf hingewiesen wird ebenso, dass der Gouverneur des venezolanischen Staates Aragua, Tareck El Aissami mit syrisch-libanesischer Herkunft, seinen Einfluss dazu nutze, die Verbindungen zwischen Syrien, Libanon, Jordanien, Irak und Iran auszubauen. Er soll zudem ein Finanzierungsnetzwerk unterhalten, um terroristische Islamisten in Venezuela, anderen Lateinamerikanischen Ländern und dem Mittleren Osten zu unterstützen.

Dass die extremistische Hisbollah in Venezuela aktiv sein soll, darauf wurde bereits in einem anderen Bericht Ende Februar hingewiesen. Nach Veröffentlichungen des American Enterprise Intsitutes (AEI) soll der Syrer Ghazi Atef Nassereddine in Damaskus als Diplomat Venezuelas agiert und vielen Personen geholfen haben, nach Venezuela auszureisen. Zudem sollen er und mindestens zwei seiner Brüder in dem südamerikanischen Land ein Netz unterhalten, mit dem Ziel der Geldwäsche und Finanzbeschaffung sowie der Rekrutierung und Ausbildung von Menschen, um den Einfluss der Hisbollah in Venezuela und Lateinamerika auszubauen. Konstatiert wird zudem, dass Nassereddine die Regierung Nicolás Maduros beim Vorgehen gegen die Demonstranten unterstützen soll. Von den USA wird Nassereddine als einer der Drahtzieher der extremistischen Hisbollah und somit als Terrorist eingestuft.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Caramba

    Das glaub ich gleich. Und das sind nicht die einzigen schrägen Subjekte, die offizielle oder inoffizielle Netzwerke in Vzla haben – fast der komplette Ex-Ostblock ist auch in Legion vertreten.
    Aber der Ton der Veröffentlichungen in USA gefällt mir gut……Vorbereitung für einen neuen Anti-Terror-Einsatz? Wenn das Regime dabei auch zum Ziel wird, würde ich den sogar mal begrüssen…..

    • 1.1
      Fideldödeldumm

      Wenn dies im Artikel Geschriebene, so stimmen würde, warum erheben die Amis dann keine Sanktionen? Weil sie trotz NSA über keine Beweise verfügen? Oder weil sie nur Schwätzer sind? Mich kotzen die Amis langsam aber sicher immer mehr an.

  2. 2
    Herbert Merkelbach

    Kuba steht immer noch auf der Liste der USA, die den Terrorismus unterstützen. Vielleicht gesellt sich Venezuela bald auch dazu. Könnte das dann etwa ein Grund sein, die Ölimporte der USA aus Venezuela zu stoppen? Ein Wirtschaftsembargo gegen Venezuela verhängt durch die USA hätte katastrophale Folgen für das südamerikanische Land. Man sollte nicht nur das direkte Embargo sehen, sondern auch die Peripherie, die damit zusammenhängt.

    • 2.1
      Caramba

      Es würde schon reichen, wenn die USA kein Benzin mehr liefern. Ich stell mir grade grinsend vor, was passiert, wenn die Leute ihre V8-12 nicht mehr tanken können……… dann verzehnfacht sich schlagartig die Anzahl der wütenden Demonstranten, wetten?

      • 2.1.1
        Herbert Merkelbach

        Aber diese Demonstranten wären dann die Anhänger der Chavisten, die Chavisten oder diejenigen, die mit dieser Clique liebäugeln.
        Wer aus den Reihen der Armen, der extrem Armen und des unteren Mittelstandes kann sich einen Wagen in der Größenordnung V 8 – 12 leisten?
        In der Hauptsache sind es doch die Nepoten, die „enchufados“, die sich Automobile leisten können, von dem Geld, das sie dem venezolanischen Volk gestohlen haben.

      • 2.1.2
        Caramba

        Chavista wären es wohl, aber ich denke mehr an die unzähligen Beinahe-Wracks, die z.B. als Sammeltaxi Dienst tun, oder die antiquierten Ford-Pick Ups, die alles mögliche transportieren und das auch nicht gerade sprit-effizient. Praktisch alle Kleinbetriebe, die irgendwie auf grössere Transportmittel als Mopeds angewiesen sind, hätten ein massives Problem, sollte der Sprit teurer werden oder gar ausbleiben……

      • 2.1.3
        Bono

        Und bei Lotus würde ein Cockpit frei. :-)

      • 2.1.4
        fernando

        „Wer aus den Reihen der Armen, der extrem Armen und des unteren Mittelstandes kann sich einen Wagen in der Größenordnung V 8 – 12 leisten?“ (Herbert Merkelbach)
        Jetzt bin ich aber wirklich überrascht. Dachte bisher, dass Herbert Meckerbach in Venezuela lebt oder zumindest einmal dort gewesen sei. Aber nun dies … Gerade die von ihm genannten Gruppierungen fahren doch die riesigen US-Schlitten aus den 70-iger Jahren. Dann ist sein gesamtes Anti-Chávez-Anti-Maduro-Bla-Bla-Bla nur eine reine Trockenübung.

  3. 3
    Che

    Die Hisbollah gefährliche Islamisten? Das ich nicht lache.
    Die wahrlich gefährlichen Islamisten sind die von den USA unterstützten sunnitischen Salafisten aus Saudi Arabien und Katar.
    Die Hisbollah ist eine schiitische Miliz, die selbstlos viele Ihrer Kämpfer geopfert hat um das säkulare Syrien zu verteidigen.
    Warum wohl verteidigt die Hisbollah Präsident Assad, der Alawit ist und zudem den Christen in Syrien Schutz und Gleichberechtigung gewährt hat?

    Das Syrien nach 3 Jahren Bürgerkrieg noch nicht gefallen ist, ist vielen Gruppen und Ländern zu verdanken und mich freut es ausdrücklich, dass auch Kuba und Venezuela nicht nur passiv und solidarisch, sondern auch aktiv dazu beigetragen haben.

  4. 4
    Der Bettler

    Na sevus,so kann man es auch sehen,einfach krank!!

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