Venezuela will weiteren Milliardenkredit aus China

ramirez

China hat Venezuela bisher Kredite in Höhe von 41 Milliarden Dollar genehmigt (Foto: PdVsa)
Datum: 17. Juni 2014
Uhrzeit: 05:50 Uhr
Leserecho: 10 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die venezolanische Regierung arbeitet mit der Volksrepublik China Bedingungen für die Gewährung eines weiteren Darlehens in Höhe von 4 Milliarden US-Dollar aus. Dies gab Rafael Ramírez, Minister für Erdöl und Bergbau und Präsident der PDVSA (Petróleos de Venezuela S. A. ist die größte Erdölgesellschaft Lateinamerikas und Venezuelas größter Exporteur), in einem Interview in London bekannt. Laut Ramírez soll der neue Kredit mit Erdöllieferungen getilgt werden.

Nach seinen Worten liegt die Gesamtverschuldung von Caracas mit Peking bei „weniger als 20 Milliarden Dollar“ und damit viel niedriger als die Marktschätzungen von internationalen Agenturen (40 Milliarden). Demnach habe China Venezuela bisher Kredite in Höhe von 41 Milliarden Dollar genehmigt – das südamerikanische Land hat bereits rund 24 Milliarden bezahlt.

Der Minister betonte, dass Venezuela seine Öllieferungen in die USA erhöhen möchte und damit die in den letzten 10 Jahren verlorenen Marktanteile zurückgewinnen will. Demnach sieht Caracas den Schieferöl-Boom in den Vereinigten Staaten als eine Gelegenheit, die Ausfuhren von schwerem Rohöl zu erhöhen. Venezuela war in den späten 1990er Jahren Hauptlieferant von Öl in die USA und liegt aktuell nur noch auf Platz vier hinter Kanada, Saudi-Arabien und Mexiko.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    alexandro

    Auf wessen Konto sollen die Chinamilliarden eingezahlt werden

    • 1.1
      Herbert Merkelbach

      Natürlich auf den Namen eines Herren Rafael Ramirez. UND das alles nur zum Wohle des venezolanischen Volkes, die täglich in Schlangen an den Supermärkten anstehen, um die Warenbestände zu schützen und weil diese Menschen so viel Geld in der Tasche haben um sich alles kaufen zu können.
      Diese Worte habe ich der Aussage von Psuv-Mitgliedern entnommen, im Internet gelesen bei La Patilla.
      Wenn die Psuv-Mitglieder solch eine Aussage machen, dann MUSS sie stimmen.

  2. 2
    Gocho

    Frueher haben sie alle 6 monate einen Kredit ueber 4-5 Millarden eingeholt, jetzt machen sie das schon fast im Monatsritmus. Die Loecher werden immer groesser, so macht das ein Unternehmer der vor der Pleite steht.
    Mal schaun wie lange die Chinesen da mitspielen werden.

  3. 3
    Barbara

    Hoffentlich nicht mehr lange, denn die machen das mit gewissen Absichten resp.verdienen. Wenn das nicht mehr gewährleistet ist, wird der Geldhahn abgedreht.

  4. 4
    Marvin Scott

    Eines Tages stehen die Chinesen vor der Tür und wollen ihr Geld, wie es auch eine kapitalistische Bank täte. Weil’s in V keines gibt, verlangen sie halt Sachen, z.B. die PDVSA mitsamt der Schürfrechte. Dann ist fertig lustig mit Maduro & Co. Sie holen sich hoffentlich rechtzeitig Rat in Nordkorea, wo man weiss, wie man mit Hungersnöten, etc. umgeht.

    • 4.1
      Herbert Merkelbach

      Geld gibt es Venezuela eine Menge. Die staatliche Druckerpresse läuft seit 2013 ununterbrochen und druckt zum Beispiel 100 Bolivar-Scheine in schierer Unmenge.
      NUR diese Geld wollen und möchten die Chinesen nicht. Die möchten und wollen US Dollars. Diese Währung aber hat die amtierende Regierung Venezuela nicht in genügender Größe. Alternativ müsste die Clique in Caracas die Goldbestände, die bei der BCV lagern, anbieten. Da der Goldpreis in letzter Zeit rückläufig war, würde die Clique einen Verlust einfahren, denn, als das Gold zu jener Zeit durch den Erlöser der Menschheit h. Chávez Frias angelegt wurde, zu einem höheren Preis bezahlt wurde. Den Aussagen Chavez nach, sollte dieser Goldvorrat den Enkeln und Urenkel des venezolanischen Volkes als Rückgrat für die venezolanische Wirtschaft dienen.
      Ich bin kein Hellsehen, sondern nur ein Beobachter der venezolanischen Wirtschaft mit all seinen „offiziellen“ und „inoffiziellen“ Zahlen und Statistiken. Aus diesem „ensalada“ habe ich mir meine Meinung über Venezuela gebildet.
      Der Niedergang der venezolanischen Ökonomie hat bereits eine Eigendynamik erreicht. Sie aufzuhalten oder ins Gegenteil zu verkehren, dürfte nicht nur schwer fallen sondern scheint mir fast unmöglich zu sein, sollte diese Regierung weiter an der Macht bleiben. Selbst eine andere Regierung mit marktorientierter Ausrichtung wird sich die Zähne ausbeißen, das Schiff Wirtschaft in geregelte Bahnen zu lenken. Es wird vielleicht Jahre dauern.

      • 4.1.1
        Fideldödeldumm

        Glauben Sie ernsthaft, dass Venezuela noch einen Zugriff auf die Goldvorräte hat bzw. das diese noch existieren?

  5. 5
    Der Bettler

    Ich nicht !!! Ein Teil ist doch schon für einen Kredit an eine ausländische Bank verpfändet.Den Rest werden sich die Chinesen als Garantie für ihre Kredite gegriffen haben.

    • 5.1
      der Reisende

      Das heißt Vencubaela ist PLEITE und viele Vollpfosten hier schnallen immer noch nicht was hier so abgeht.Aber macht nichts immer noch haben sie die Zeit um für ein Hühnchen 4 stunden in der heißen Sonne zu stehen.

  6. 6
    paulo

    diese regierung verpfändet noch das allerletzte an china und russland,,,,,, am ende hat venezuela weder oel noch gas, noch geld….. aber es hat eine erfahrung mehr!

    sozialismus wird niemals funktionieren!

    nicht in der geschichte noch in zukunft

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