Venezuela: Proteste gegen das Regime fordern weiteres Todesopfer

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Josué Enmanuel Farías Sánchez erliegt seinen Schussverletzungen (Foto: Twitter)
Datum: 22. Juni 2014
Uhrzeit: 07:04 Uhr
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Autor: Redaktion
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Die Proteste gegen das venezolanische Regime haben ein weiteres Todesopfer gefordert. Am Samstag (21.) starb der 19-jährige Josué Enmanuel Farías Sánchez an seinen Verletzungen. Der Student der „Universidad Rafael Belloso Chacín“ war Ende Mai während einer Protestaktion in Maracaibo von einer Kugel getroffen und mehrfach an Bauchspeicheldrüse, Leber und Magen operiert worden. Sein Gesundheitszustand hatte sich in den frühen Morgenstunden des Samstag dramatisch verschlechtert, er starb auf der Intensivstation eines Krankenhauses an Atemstillstand.

Die Proteste im südamerikanischen Land Venezuela sind Aktionen von Studenten und Angehörigen aller Schichten, die seit Februar 2014 öffentlich gegen die Regierung von Nicolas Maduro protestieren. Hintergrund der Proteste sind eine anhaltende Inflation, hohe Kriminalität, hohe Korruption und ein Mangel an täglichen Produkten. Die Inflation gehört mit über 60% zu den höchsten weltweit. Bisher wurden

Der Jahresbericht der venezolanischen Nichtregierungsorganisation “Observatory of Violence” (OVV) belegt einen Anstieg der gewaltsamen Todesfälle in Venezuela im vergangenen Jahr. Nach Statistiken der staatlich nicht kontrollierten/manipulierten Organisation starben 24.763 Menschen eines gewaltsamen Todes, 79 Todesfälle pro 100.000 Einwohner. Bei über 90 Prozent der Morde wird kein Verdächtigter verhaftet, wobei die Straffreiheit bei den Verstößen gegen die Menschenrechte noch höher ist. Staatliche Sicherheitskräfte sind in vielen Gebieten nicht präsent oder korrupt, was zur Verbreitung von Selbstjustiz führte. Jeder Dritte soll Umfragen zufolge die Möglichkeit haben, einen Mord in Auftrag zu geben. Transparency International listete Venezuela in Bezug auf Korruption auf Rang 165 von 175 Rängen. Die Regierung hat in den letzten Jahren viele Posten unter ihren Anhängern verteilt. 300 Millionen Dollar aus den Öleinnahmen seien wegen der Korruption verschwunden.

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