Kuba: Mehr als 50.000 Mediziner leisten Dienst in anderen Ländern

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Gesundheitsleistungen spülen durchschnittlich pro Jahr sechs Milliarden US-Dollar in die Kassen der Regierung (Foto: Paho)
Datum: 04. Juli 2014
Uhrzeit: 07:04 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Redaktion
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Insgesamt 64.362 kubanische Mitarbeiter, 75 Prozent von ihnen im Gesundheitssektor, sind derzeit in 91 Ländern der Welt im Einsatz. Dies wurde am Donnerstag (3.) während einer Sitzung der Ausschüsse der Nationalversammlung (Einkammerparlament) berichtet. Laut Dagmar González Grau, Generaldirektorin des Ministeriums für Außenhandel und Auslandsinvestitionen, konzentriert sich mehr als 80 Prozent der Partnerschaft auf Lateinamerika und der Karibik.

González betonte, dass von 1961 bis Dezember 2013 insgesamt 836.142 kubanische Zivilisten in 167 Ländern tätig waren. In den letzten Jahren hat alleine der Export von Gesundheitsleistungen durchschnittlich pro Jahr sechs Milliarden US-Dollar in die Kassen der Regierung gespült. Da in diesem Jahr mehr als 50.000 kubanische Mediziner in anderen Ländern Dienst leisten, liegen die Schätzungen für 2014 bei mehr als 8,2 Milliarden Dollar.

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  1. 1
    Martin Bauer

    Auf den ersten Blick mag das ja recht menschenfreundlich erscheinen. Doch sid jene „Dienstleister“ Opfer einer besonders perfiden Art der Sklaverei, die so unmenschlich ist, dass sie nur aus Kommunisten-Hirnen entstammen kann. Diese Leute, die oft eine relativ hochkarätige, langjährige Ausbildung durchlaufen haben, sind Angestellte des Mordregimes in Havanna, zu einem Hungerlohn, während die kubanische Regierung den „Leasingnehmern“ Höchstsätze auf US-amerikanischem Niveau in Rechnung stellen. Während ein Kormoran in China angeleint und mit Ring um den Hals, der das Schlucken der beute verhindert, auf die Jagd gehen muss, werden kubanischen „Leiharbeiter“ durch Androhung von Repressalien auf ihre Familien gefügig gemacht. Das, zumindest, ist die Theorie, die bis zu einem gewissen Prozentsatz auch funktioniert. In Realität jedoch nutzt die überwiegende Mehrheit der modernen Kuba-Sklaven die Gelegenheit, das Mutterland zu verlassen, dazu, in die Freiheit zu „desertieren“. Auch wenn es für die Lieben daheim gefährlich wird, weiss er, sie sind in ihren Gedanken, Träumen und Gebeten mit ihm.

    Übrigens: Im kubanischen Tourismusgeschäft läuft es prinzipiell genauso. Auch wenn die Hotels oft ausländischen Firmen gehören und Einnahmen direkt ausführen können, müssen sie doch ihr Personal vom Statt anheuern, der stattliche Gehälter in Devisen einfordert, aber nur Hungerlöhne in nationaler Währung auszahlt. Deshalb: Grosses Pfui für jeden Kuba-Touristen! Etwas weniger Egoismus und mehr Verantwortungsbewusstsein tut Not!

  2. 2
    aleman

    Am Einsatz der Mediziner kann ja nun nicht wirklich Kritik geübt werden!! Natürlich ergeben sich dabei für alle Beteiligten Vorteile. Als Erstes natürlich für die Menschen, denen medizinisch geholfen wird. Was ja vorher wohl nicht bzw. kaum der Fall war.
    Auch die Mediziner werden nach Ihrer Rückkehr wesentlich mehr in der Lohntüte vorfinden, als sie im Land verdient hätten. Und, wie man im Artikel lesen kann, verdient auch der Staat daran. Ja und?? …
    Weshalb nicht?
    Die Angaben von Hr. Bauer, der Statt hätte mit Repressalien die Menschen für Auslandseinsätze gefügt gemacht, halte ich für aus der Luft gegriffen. Ebenso ist die Angabe falsch, das die überwiegende Mehrheit nicht mehr nach Kuba zurückkehrt. Wenn das so wäre, würden diese Auslandeinsätze nicht immer wieder neu aufgelegt werden. Diese Einsätze gibt es schon über Jahre und nur ein sehr sehr geringer Anteil der Menschen kehrt nicht wieder zurück.

    • 2.1
      Martin Bauer

      Ich entnehme Ihren Ausführungen, dass Sie über die Realität schlicht und einfach nicht informiert sind. Darstellungen, wie in amerika21 und ähnlichen Organen zu lesen, sind keine Information, sondern das Gegenteil.

      • 2.1.1
        aleman

        Nun, ich kenne Kuba etwas, auch persönlich. Und ich habe auch Möglichkeiten Infos von dort aus erster Hand zu bekommen….. Amerika21 ist mir auch nicht unbekannt. Wenn man sich für etwas näher interessiert, sind verschiedene Info-Quellen im Inet ganz hilfreich :-)

      • 2.1.2
        Martin Bauer

        Gut. Und ich kenne Kubaner, die in Venezuela Dienst getan haben und „desertiert“ sind. Darunter auch Ärzte. Diese stellen die Dinge nun wieder völlig anders dar.

  3. 3
    Leo Rosenthal

    Das von ihnen genannte Medium ist kein Medium, sonder ein Schmuddelblog, der von der Linkspartei finanziert. Wird. Deshalb: Tonne!

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