Krise in Venezuela: Jagd auf Abgeordnete der Opposition geht weiter

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Nicolàs Maduro: Vom Busfahrer zum Präsidenten (Foto: Archiv)
Datum: 05. Juli 2014
Uhrzeit: 09:03 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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Venezuelas Präsident Maduro hat sich für den kubanischen Weg entschieden und lässt wie das diktatorische Regime des „Bruderstaates“ führende Köpfe der Opposition vom Geheimdienst bespitzeln und verhaften. Nun hat ein lokales Gericht Haftbefehle für den ehemaligen Gouverneur des Bundesstaates Carabobo und ehemaligen Präsidentschaftskandidat Henrique Salas Römer, sowie andere Abgeordnete des Opposition, erlassen. Ihnen wird Beteiligung an einem angeblichen Putschplan und Plänen zur Ermordung von Ex-Busfahrer Maduro vorgeworfen.

Bereits vor Wochen waren zwei Bürgermeister aus Oppositionshochburgen ebenfalls ins Gefängnis geworfen und zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Ihre Ehefrauen wurden daraufhin von der wütenden Bevölkerung mit Rekordergebnissen in die Ämter ihrer Männer gewählt. Seit Amtsantritt berichtete Maduro von fünf Mordversuchen gegen seine Person und mehr als ein Dutzend Sabotage und Verschwörungpläne. Oppositionspolitiker empfahlen ihm deshalb mehrfach, sich wegen seiner offensichtlichen Paranoia von einem Arzt untersuchen zu lassen.

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  1. 1
    Inge Alba

    Er hat Angst und schlägt wie ein angeschossenes Tier um sich. Er vertraut weder der Opposition noch seinen Gefolgsleuten. Er weiss dass er unfähig ist, dass er nicht die nötige Bildung für diesen Job hat, in den man ihn gedrängt hat, sein Vorgänger Hugo ihn hoch gejubelt hat, nun muss er seine Sch…. verantworten und die des übermächtigen Vorgängers dazu. Seine Doña kann ihm da auch nicht mehr helfen, so schlau ist die nun auch wieder nicht. Er wäre ein tolles Studierobjekt für die Psychatrie in jedem Labor. Menschen die in die Enge getrieben werden und der Versuch daraus zu entfliehen, die meisten haben dann solche Reaktionen, wenn es sich um relativ einfache, einfältige Menschen handelt denen die Verantwortung, der Druck, das nicht wissen wie, über den Kopf wächst. Rundumschlag meinen sie könnte da noch helfen, Misstrauen gegen Alle und Jeden ist typisch, meistens herrschen sie noch eine geraume Zeit mit äusserster Härte und Zynismus bis sie vom Volk hinweg gefegt werden, meistens werden sie in einem Blutrausch der Massen gelyncht.
    Wenn Maduro noch an seinem Leben hängen sollte, dann sollte er die geraubte „Kohle“ nehmen und verduften so lange er noch Zeit hat. Scheinbar sind langsam auch seine Gönner und amigos mit ihm fertig. Nur die Venezolaner sollten sich nicht täuschen, wenn er von der Regierung „gegangen“ wird, dann kommt nicht viel Gutes nach, die sind alle so ungefähr auf seiner Schiene, extrem linke Ideen die nicht realistisch sind und korrupt so oder so und an der Macht hängen die Alle mit Gewalt. Deshalb wird es keine Neuwahlen geben, ein anderer wird nachrücken!

  2. 2
    Martin Bauer

    Hitler war wenigstens so konsequent, Selbstmord zu begehen, als er begriff dass das Ende seiner Macht nahte. Maduro ist zu blöd, selbst dies zu begreifen und zu feige für die letzte Konsequenz. Gut, ihm bleibt ja wohl auch noch ein wenig Zeit, bis zum bitteren Ende. Noch lässt sich nicht absehen, wie lange das Trauerspiel in Venezuela sich hinschleppen wird. Bis dahin wünsche ihm qualvolle Nächte, jeden Tag die Hosen voll und letztendlich doch den Mut zur Zyankalikapsel, damit andere sich an ihm die Hände nicht beschmutzen müssen.

    • 2.1
      Franz

      „…ihm bleibt ja wohl auch noch ein wenig Zeit, bis zum bitteren Ende. Noch lässt sich nicht absehen, wie lange das Trauerspiel in Venezuela sich hinschleppen wird…“
      Am Beispiel von Kuba können wir doch gut sehen, wie lange sich das „Trauerspiel“ hinschleppen kann. Am 1. Januar 1959 flüchtete Batista aus Kuba und die kommunistische Herrschaft der Castro-Bande begann und dauert nun über 50 Jahre an. Es wird ja hier immer behauptet (und ich widerspreche nicht), dass in Venezuela eine „Kubanisierung“ stattfindet, warum soll sich das nicht auf die Dauer der „sozialistischen Revolution“ mit Maduro und Gefolgsleuten beziehen?

      • 2.1.1
        Martin Bauer

        Das ist absolut richtig. Leider ist diese der Punkt, den kaum ein Venezolaner begreift. Sie denken alle, der Spuk müsste sich mit der Zeit von alleine erledigen.
        Andererseits bin ich der Überzeugung, dass diesmal andere Kräfte am Werk sind, die die Venezolaner nicht nach ihrer Meinung fragen, sondern ein für allemal dem Unwesen der Roten in Lateinamerika ein Ende setzen wollen. letztendlich werden entweder sie sich durchsetzen, oder die reaktionären Bolschewiken. Letzteres kann ich mir kaum vorstellen. Zur Zeit wird denen erst mal in der Ukraine gezeigt, wo der Hammer hängt. Putin ging dort so weit, gewalttätige „Nazi-Banden“ ins Leben zu rufen, um militärisches Eingreifen zu rechtfertigen. Die Wagenknecht unterstützt ihn dabei aus vollem als. Aber selbst in Moskau glaubt das noch lange nicht jeder.

  3. 3
    paulo

    wer verbal und auch physisch so im land herumwerkelt und schlägt, der darf sich nicht wundern, wenn getretene zurücktreten.

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