Lateinamerika – Krise in Nahost: Linke irren mit Scheuklappen durch die Gegend

affen

Datum: 13. Juli 2014
Uhrzeit: 10:25 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Vinicius Love, Caracas (Leser)
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Israel hat in der Nacht zum Dienstag einen Militäreinsatz begonnen, um den ständigen Raketenbeschuss gegen israelische Ortschaften zu unterbinden. Auslöser der Krise waren der gewaltsame Tod dreier jüdischer Jugendlicher und der mutmaßliche Rachemord an einem palästinensischen Jungen. Binnen drei Tagen beschoss die israelische Luftwaffe über 1.100 Ziele im Gazastreifen. Militante Palästinenser haben über 800 Raketen auf Israel abgefeuert, die Raketenabwehr hat etwa 120 weitere Geschosse in der Luft abgefangen. Die Eskalation im Nahen Osten wird von den Staaten Lateinamerikas verurteilt, beide Seiten werden zu einem Ende der Gewalt und zum Dialog aufgerufen. Die Bolivarianische Allianz für die Völker unseres Amerika – Handelsvertrag der Völker (Antigua und Barbuda, Bolivien, Dominica, Ecuador, Kuba, Nicaragua, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Venezuela) hat ebenfalls gegen das Vorgehen der israelischen Streitkräfte im Gaza-Streifen protestiert – auf den Raketenbeschuss durch die Terrororganisation Hamas ging das linksgerichtete Bündnis natürlich nicht ein.

In Frankfurt/Main gab es am Samstag (12.) eine Anti-Israelische-Demo, an der sich unter anderem Islamisten, Neonazis und die Studierenden-Organisation „Die Linke – SDS“ beteiligte. Dort wurde der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu mit Adolf Hitler verglichen. Zudem skandalös, die Polizei stellte einem Demonstrant den Polizei-Lautsprecher zur Verfügung, dieser stimmte durch diesen immer wieder die Parole „Kindermörder Israel“ an. Vom Verfassungsschutz des Landes Bayern wird Die Linke.SDS im Verfassungsschutzbericht 2008 unter den organisierten linksextremistischen Parteien und Gruppierungen eingeordnet. Im SDS existieren zudem mit dem trotzkistischen Netzwerk marx21 und der Marxistisch-Feministischen-Gruppe zwei organisierte Strömungen.

Dazu berichtet der Lokal-Blog „Ruhrbarone“: „Auf Facebook wirbt die Ruhrgebietsabteilung des Jugendverbandes der Linkspartei Solid für eine antiisraelische Demonstration am 18. Juli in Essen. In den Kommentaren auf der Seite tobt sich ein antisemitischer Mob aus. Ein Hitler-Bild wurde gepostet, kam mit 58 Likes bei den Lesern gut an und wurde erst nach unserer Berichterstattung gelöscht“.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Caramba

    Verkehrte Welt…ich dachte Anti-Semitismus ist ein Merkmal der Rechten?
    Grübel *verwirrt*
    slds

  2. 2
    Reinhard Bonner

    Ich habe das ganze auf der Zeil beobachtet. Unglaublich, was sich dieses Pack herausnimmt. So ist aber die Demokratie. Als in Venezuela die Demonstranten niedergeknüppelt wurden, haben diese Vollpfosten ihr Maul nicht aufgemacht. Verabscheuungswürdiges Gesindel!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  3. 3
    Gast.

    Woher kommen die fast 1000.Raketen?
    Entwicklungshilfe? Hab mich immer schon gefragt zu was Hugo für Milliarden von Dollar
    Waffen kauft. Er selber braucht Sie ja nicht aber als Geschenk für gute Freunde kommt
    immer gut an..

  4. 4
    fideldödeldumm

    Das ist doch alle paar Jahre das gleiche Spiel:
    Ein paar wenige extrem durch geknallte Palästinenser provozieren die Israeliten bis aufs Blut, worauf diese sich nicht lange Bitten lassen und dort alles in Schutt und Asche bomben. Anschließend wird mit Geldern der vornehmlich westlichen Staaten inklusive Deutschland wieder versucht etwas aufzubauen, bis es zum nächsten Knall kommt. Gewinner sind die Waffenschieber, Verlierer bleibt auf ewig das palästinensische Volk, die das aber nicht begreifen.

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