Lateinamerika – Dominikanische Republik: Erster Leitfaden zur Behandlung von Chikungunya

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Etwa 50 Seiten umfasst der Führer im Taschenbuchformat (Foto: GoV)
Datum: 19. Juli 2014
Uhrzeit: 06:36 Uhr
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Das Gesundheitsministerium der Dominikanischen Republik hat den ersten Leitfaden zur Behandlung des Chikungunya-Fiebers innerhalb Lateinamerikas herausgegeben. Seit dem Ausbruch der Krankheit im April stehen in dem karibischen Land nach Angaben des Epidemiologischen Zentrums über 250.000 Verdachtsfälle der Krankheit gemeldet worden. Das entspricht einem Index von 2.427 Erkrankungen pro 100.000 Personen. In der vergangenen Woche wurde jedoch erstmals ein Rückgang der Neuerkrankungen verzeichnet.

Etwa 50 Seiten umfasst der Führer im Taschenbuchformat, der an private und öffentliche Krankenhäuser verteilt wurde. Mit ihm sollen Pflegepersonal und Ärzte bei der Diagnose und Behandlung der Patienten erleichtert werden. Der Chikungunya-Virus löst hohes Fieber, starke Gelenks- und Kopfschmerzen aus sowie bei etwa der Hälfte der Patienten einen Hautausschlag. Da es kein Medikament zur Behandlung der Krankheit gibt, stehen die Absenkung des Fiebers, die Versorgung mit Flüssigkeit und die Schmerzlinderung im Vordergrund.

Die Behandlungs-Leitfaden hat bereits gute Dienste geleistet, wie Ärzte versichern, da die Krankheit in der DomRep bis vor wenigen Monaten noch nie aufgetreten ist und Medizinern der Umgang damit unbekannt war. Die Dominikanische Republik hat in den vergangenen Wochen große Anstrengungen unternommen, die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Vor allem wurde mit umfangreichen Aktionen versucht, die Vermehrung der Mücke Aedes aegypti zu unterbinden, die den Virus überträgt. Die Maßnahmen scheinen nun Wirkung zu zeigen. Allerdings gilt dies nicht für alle Regionen des Landes. Bisher waren vor allem der Nationale Distrikt und die Provinz San Juan de la Maguana betroffen. Verzeichnet wurden jedoch auch etliche Fälle in La Vega, San Cristobál, Puerto Plata, Santo Domingo, Monte Plata de Macorís, Duarte und Espaillat. Nach den jüngsten Veröffentlichungen wurden nun jedoch auch verstärkt Neuansteckungen in den Regionen Cibao Norte und Cibao Central registriert.

Länder und Gebiete in der Region, in der Chikungunya-Fälle gemeldet wurden, sind: Anguilla, Antigua und Barbuda, Aruba, Barbados, British Virgin Islands, Cayman Islands, Kuba, Dominica, Dominikanische Republik, Französisch Guyana, Grenada, Guadeloupe, Guyana, Haiti (über 40.000 Verdachstfälle), Martinique , Puerto Rico, St. Barthelemy, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Maarten, St. Martin, St. Vincent und die Grenadinen, Suriname, Turks-und Caicos-Inseln, US Virgin Islands und Venezuela.

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