EU kündigt neue umfangreiche Mittelzuweisungen für Ecuador an

eu

EU-Unterstützung für Ecuador hat bereits zu beachtlichen Ergebnissen geführt (Foto: EU)
Datum: 23. Juli 2014
Uhrzeit: 10:49 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs wird während eines Besuchs in Ecuador umfangreiche neue Unterstützung für den Zeitraum 2014 bis 2017 ankündigen. Auf der Tagesordnung des Besuchs auf hoher Ebene stehen Gespräche mit Ministern, lokalen Behörden und Organisationen der Zivilgesellschaft sowie die Besichtigung von EU-Projekten in verschiedenen Teilen des Landes. Im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit sollen neue Mittel in Höhe von 67 Millionen Euro für folgende Ziele bereitgestellt werden: Armutsbekämpfung, Unterstützung eines integrativen Wachstums sowie Förderung des nachhaltigen Handels, um die wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu stärken.

„Zwischen der EU und Ecuador besteht bereits eine starke und produktive Partnerschaft. Ich freue mich heute feststellen zu können, dass beide Seiten auch in den kommenden Jahren einer fruchtbaren Zusammenarbeit entgegensehen können. Ecuador hat in den letzten Jahren beeindruckende Fortschritte erzielt, und die EU wird dem Land auf seinem Weg zu mehr Wachstum zur Seite stehen“, erklärte Piebalgs.

Die EU-Unterstützung für Ecuador hat bereits zu beachtlichen Ergebnissen geführt. Im Bildungssektor beispielsweise hat sie dazu beigetragen, den Zugang zur allgemeinen Grundbildung deutlich zu verbessern: Ende 2013 besuchten mehr als 95 % der Kinder im schulpflichtigen Alter die Schule.

Ecuador hat in jüngster Zeit erhebliche Fortschritte bei der Armutsbekämpfung und der Förderung des Wirtschaftswachstums erzielt. Es ist jetzt die am drittschnellsten wachsende Volkswirtschaft in Lateinamerika und hat die niedrigste Arbeitslosenquote in der Region (4,86 % im Jahr 2013). Die bilaterale EU-Hilfe als solche soll schrittweise abgebaut werden. Diese Entwicklung steht im Einklang mit den Grundsätzen, die in der Agenda für den Wandel (dem Konzept der EU für die Konzentration ihrer Hilfe auf diejenigen Länder und Sektoren, die sie am dringendsten benötigen und in denen sie am meisten bewirken kann) festgelegt sind.

Mit Blick auf die Konsolidierung der bisherigen Ergebnisse wurde jedoch beschlossen, dass Ecuador auch im Zeitraum 2014-2017 noch von den bilateralen Hilfen der EU profitieren soll, wobei sich die Unterstützung auf Bereiche wie lokale Entwicklung und nachhaltiger Handel konzentrieren wird, um ein stärker integratives Wachstum zu erreichen und die Armut weiter zu verringern. Nach 2017 kann Ecuador im Rahmen regionaler und thematischer Instrumente weiterhin EU-Fördermittel erhalten.

Bei seinem Besuch wird der EU-Kommissar eine Reihe von EU-Projekten in verschiedenen Teilen des Landes besichtigen. Auf dem Programm steht u. a. der Besuch einer handwerklich produzierenden Textilfabrik in Peguche, die 1200 Handwerkern (insbesondere jungen Menschen und Frauen) Beschäftigungsmöglichkeiten bietet. In Ibarra wird der EU-Kommissar Gelegenheit geben, in der Fabrik Forcafrejol mit kleinbäuerlichen Bohnenerzeugern zusammenzutreffen.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    Herbert Merkelbach

    Das von der Redaktion gezeigte Land ist allerdings die Ukraine.

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!