Venezuela: Sozialisten haben Stahlriesen Sidor ruiniert

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Mitarbeiterzahl inzwischen auf 15.000 verdreifacht (Foto: Archiv)
Datum: 02. August 2014
Uhrzeit: 14:38 Uhr
Leserecho: 19 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Verstaatlichung des Stahlriesen Ternium-Sidor durch den venezolanischen Staat wurde von der Regierung im Jahr 2008 als wichtiger Schritt in Richtung eines neuen Wirtschaftssystems gefeiert. Dieser Initiative war ein fast eineinhalb Jahre währender Arbeitskampf vorausgegangen, bei welchem die Verstaatlichung der Betriebe gefordert wurde. Der “Erfolg” des “Sozialismus des 21. Jahrhunderts” ist deutlich sichtbar. Ein Mangel an Investitionen, kombiniert mit technologischer Untauglichkeit haben dazu geführt, dass der sozialistische Traum wie eine Seifenblase geplatzt ist.

Der einstmals wichtigste Metallproduzent Lateinamerikas hat seine Mitarbeiterzahl inzwischen auf 15.000 verdreifacht. Nach offiziellen Angaben fiel die Produktion von 4,2 Millionen Tonnen Stahl im Jahr 2007 auf 1,5 Millionen Tonnen derzeit – ein Rekordtief. Durch das Fehlen einer kohärenten Handelspolitik und dank einer Planwirtschaft ohne Plan hat sich die sozialistische und korrupte Regierung selber in die Krise manövriert.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    VE-GE

    Nichts neues und war abzusehen!

  2. 2
    der Reisende

    Sozialistischer Alptraum fast die ganze Welt weis das diese sozialistische Schei…e nicht funktioniert dennoch die am Hirn amputierten venecubanos wollen dies einfach nicht wahrhaben.Aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben das auch diesen einmal ein Licht aufgehen wird,den niemals ist es zu spät.

    • 2.1
      Herbert Merkelbach

      Das erstaunliche ist, dass es noch immer Menschen auf der Welt gibt, die diesem sozialistischen Gedankengut hinterherlaufen und in der Tat davon überzeugt sind, das der Sozialismus/Kommunismus die arbeitende Bevölkerung „befreit“.
      Venezuela ist eine verdammt gute Fallstudie, wie diese Glaubensrichtung die Wirtschaft eines Landes in den Ruin treibt als auch die politische Struktur eines Landes korrumpiert.
      Der Marxismus, ein Gedankengut des 19. Jahrhunderts sowie der Marxismus-Leninismus des 20. Jahrhunderts haben sich als totales Fiasko einer Wirtschaftspolitik erwiesen.
      Der Sozialismus des 21. Jahrhunderts, den man in VE propagiert ist kein Sozialismus, den Marx predigte. Hier handelt es sich mehr um ein staatlich sanktioniertes Verbrechertum gepaart mit einem Hang zur Drogenszene. Meine Überzeugung.

      • 2.1.1
        der Reisende

        und diese Vollpfosten von Venezolanos merken immer noch nicht das so langsam in ihrem sozialistischen Paradies langsam aber stetig die Lichter ausgehen.

  3. 3
    oskar

    Hier in der Schweiz oder sonstwo auf der Welt, sind die Linken keinen Scheiss Inteligenter.
    Nur können Sie sich nicht so voll entfalten wie in Venezuela.

    • 3.1
      Caramba

      Da muss ich Ihnen leider recht geben. Ich empfehle immer ein Jahr Caracas……doch selbst das stösst meist auf Unverständnis.

  4. 4
    Jochen Meier

    Weltweit gibt es kaum Stahlriesen, die in diesen schweren Zeiten noch einen Gewinn machen können. Das sind ökonomische Tatsachen und hat nichts mit irgendeiner ideologischen Ausrichtung zu tun. Jedoch haben die privatwirtschaftlichen Stahlriesen den Vorteil, dass sie Mitarbeiter entlassen können. Wenn man dieses Handicap mitbedenkt, dann steht Sidor noch relativ gut da.

    Wenn man andere Wirtschaftsbranchen vergleicht, dann ergibt sich ein völlig konträres Bild, z. B. die Kakao-Produktion in Venezuela wurde vor ein paar Jahren förmlich erst aus der Taufe gehoben und hat seit dem ein schwindelerregendes Wachstum vorgelegt.

    • 4.1
      Herbert Merkelbach

      Wirtschaftszyklen kommen ständig vor. Im Unterschied zu der sozialistischen Einheitstheorie versucht ein privater Betrieb immerhin Möglichkeiten zu sondieren wie man diesem Zyklus entkommen kann.
      Dabei ist es keinesfalls eine Notwendigkeit, im großen Maßstab Mitarbeiter zu entlassen. Das ist übrigens der Weg des geringsten Widerstandes, der von den Managern der Moderne äußerst oft beschritten wird.
      Als Gegenbeispiel wäre der bereits verstorbene Generalbevollmächtige der Krupp AG, B. Beitz zu nennen, der selbst in schwierigen Zeiten die Belegschaft nicht in dem Maße reduziert hat.
      Also, ein solch schwindelerregendes Wachtum ist die Kakaoindustrie in Venezuela nun auch nicht (siehe Artikel Sueddeutsche Zeitung v. 18.3.2011)

    • 4.2
      babunda

      was in Venezuela schwindelerregend ist, der wirtschaftliche niedergang, die korruption, die unfähigkeit das land zu regieren. es findet ein ausverkauf von rohstoffen statt, die chinesen und die russen lassen sich ihre kredite gut absichern. irgendwann wird das land von den chinesen übernommen.

      • 4.2.1
        der Reisende

        und die erste Fremdsprache an den sozialistischen Schulen wird chinesisch sein.

    • 4.3
      Martin Bauer

      Die rote Brille absetzen und weniger amerika21 lesen… Das könnte helfen.
      Das Management von Sidor hat, wie wir aus unterschiedlichen Quellen wissen, jahrelang Stahl schwarz nach Brasilien exportiert, über die grüne Grenze, zum Bau diverser Fussballstadien. Das Material tauchte in der Produktionsstatistik nicht auf. Den Verkaufserlös haben sich die roten Verbrecher netto für brutto in die eigene Tasche gesteckt. So läuft das halt, und so lief das schon immer, wenn Linke na der Macht sind.

      • 4.3.1
        Luisa Kröckel

        Gottogott, diese linke Hetzblättchen lesen doch nur die Vollpfosten

      • 4.3.2
        Martin Bauer

        Naja! Ich hatte gerade eine Diskussion mit einer seit Jahrzehnten in Deutschland lebenden Serbin und ihrem deutschen Ehegatten und musste hören, wie himmlisch das Leben unter Väterlichen Tito doch gewesen war und wie grauenhaft die Gegenwart in Ex-Jugoslawien und Deutschland heute sei…
        Die gute Frau ist auch noch anerkannte Schriftstellerin, wenn auch in diesem Bereich brotlos. Doch unintelligent ist die Gute nicht.
        Jedoch, ein so absurdes, völlig realitätsfernes Weltbild, wie ihres, trifft man in Venezuela nicht so leicht. Da muss man schon nach Deutschland kommen, zum einem der letzen Reservate völlig verblödeter Linksromantiker. Zu denen, die hier geboren sind und denen, aus aller Herren Länder hierher pilgern und meist auch hier bleiben.

  5. 5
    alexandro

    Zum Sozialistischem Irrsinn kommt hier noch die überaus korrupte Einstellung vieler Venezolanos zum tragen. In den 70ziger Jahren wurde die Petrochemie von den Deutschen (West) aufgebaut, im ersten Jahr, unter deutscher Leitung, arbeitete Sie überaus profitabel. Nach Übergabe an die Venezulanos gab es nach meiner Kenntnis nur noch defizitäre Abschlüsse. Die Beschäftigungszahlen und der Outputt des Stahlwerkes sind typisch sozialistisch, je grösser die Belegschaft, desto kleiner das Ergebnis. Das hat.nichts mit den wirtschaftlichen Gegebenheiten zu tun, Herr Meier. Ein Beispiel aus der deutschen Vergangenheit ;Nach der Wiedervereinigung sollte eine Westdeutsche Raffinerie eine DDR-Raffinerie übernehmen. Der damalige Vorstandsvorsitzende der ESSO A.G. hatte dies abgelehnt, einer der Gründe war, das ESSo im Westen mit 300 Leuten mehr erwirtschaftete als die DDR Raffinerie mit 900. Um wirtschaftlich zu arbeiten hätte man sich vom grössten Teil der Belegschaft trennen müssen, das währe zur damaligen Zeit ein Grund für Stasi und Co gewesen auf die „Retter“ und Kapitalisten zu schimpfen.

  6. 6
    Der Bettler

    Herr Meier,eine Frage; haben Sie auch schon eine Gehirnwäsche hinter sich? Sidor produziert gerade mal ein Drittel an Stahl als vor der Verstaatlichung.Die Belegschaft ist aber verdreifacht worden,obwohl keine Devisen mehr da sind um Rohmaterial und Zulieferung zu bezahlen.Da werden
    2/3 Arbeiter bezahlt obwohl sie gar nichts zu arbeiten haben.Sowas ist für Sie wirtschaftlich in Ordnung? Die Ideologische Maßnahme gleicht ja verblüffend der ehemaligen DDR.Hauptsache es sind genügend Parteibücher und Wähler gesichert.Venezuela hatte vor Chavez/Maduro den besten Kakao der Erde.Versuchen Sie heute mal ein Päckchen zu bekommen.Propaganda ist ja schön,aber die Realität sieht leider etwas anders aus. Diese diktatorische Regierung vernichtet das Land im Eiltempo,und haben es auch schon fast geschafft.

  7. 7
    Inge Alba

    Das 3 fache an Belegung und ein minus in der Bilanz, dies sollte man mal als Kleinunternehmer einem Steuerfahnder zu erklären versuchen, glaube, man würde sofort als Steuerhinterzieher angezeigt werden. Mich würde interresieren wo der Überschuss abgeblieben ist, Cayman oder wo, auf den Namen von wem? Familie Chavez oder Rodriguez oder Cabello oder wie sie so alle heissen.
    Macht nichts, je schneller Bankrott, desto eher kommt vielleicht die Wende im Kopf von sehr vielen die jetzt noch an das Regime glauben, da sie etwas von diesem korrupten System abbekommen. Eben diese „Arbeiter“ die da in den Büchern geführt werden und nicht arbeiten, aber wenn sie eines Tages kein „Gehalt“ ( auch wenn es noch so gering sein mag) mehr bekommen, ja, was dann? Deshalb, je mehr von diesen verstaatlichten Unternehmen über den Jordan gehen, desto besser, desto näher rückt das Unbehagen, die Wut, das nicht Verstehen, der Bevölkerung, die von diesen Firmen abhängig ist.
    Hoffentlich macht Maduro schnell damit, sonst ist das Land wirklich in Kürze in Händen von China und Russland, Schuldscheine “ Anteil am Orinocogürtel“ usw. sind dann in Händen von diesen Landräubern.

    • 7.1
      der Reisende

      das macht nichts wenn das Land in den Händen von China und Russland ist dann werden sofort zwei neue Amtssprachen eingeführt Chinesisch und Russisch.

      • 7.1.1
        Caramba

        Ja, toll, wenn ich mir China und Russland so ansehe, kanns dann ja nur besser werden. Und Russisch als erste Fremdsprache, hatten wir schon, danke, die Russen sind jetzt wieder daheim und da bleiben sie auch hoffentlich.
        Viel Spass, ohne mich, dankeschön….
        Slds

  8. 8
    Der Bettler

    Chinesisch und russisch wird es in Venezuela nicht geben,oder kann mir einer sagen,wieviel % der Einwohner das jemals erlernen werden,wo doch hinauf bis zum Präsidenten nicht mal einer Englisch
    beherrscht.Die meisten schlauen Köpfe,die mehrere Sprachen beherrschen haben schon lange Venezuela verlassen.

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