Benzinpreise in Venezuela: Irrationale Subventionierung beträgt 12,48 Milliarden Dollar

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Land mit den niedrigsten Benzinpreisen der Welt (Foto: Archiv)
Datum: 05. August 2014
Uhrzeit: 13:31 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der südamerikanische Staat Venezuela gilt als das Land mit den niedrigsten Benzinpreisen der Welt. Ein Liter Normalbenzin kostet weniger als 0,01 Euro. Angesichts der leeren Staatskassen sind besonders in den letzten Monaten mehrfach Debatten über eine Erhöhung der stark subventionierten Preise entflammt, die noch nicht einmal die Förder- und Produktionskosten decken. Nach Angaben der Weltbank gehört der linksregierte Staat weltweit zu den Ländern, die den jährlich höchsten Pro-Kopf-Verbrauch von Benzin aufweisen. (Daten aus dem Jahr 2011)

Demnach verbraucht die Bevölkerung der Vereinigten Staaten den meisten Sprit (1.455 Liter), gefolgt von Kanada (1.166), Kuwait (1.065), Saudi Arabien (903), Libyen (584), Venezuela (456), Japan (433), Mexiko (369), Deutschland (292), Iran und Norwegen (280), Irak (249), Ecuador (217), Italien (208), Argentinien (166), Spanien und Frankreich (140), Brasilien (135), Bolivien (103), China (73), Kuba (29) und Indien (16.)

Wenn ein Autofahrer in Venezuela nur einmal in der Woche seinen 60 Liter Tank füllt, bezuschusst dies die Regierung laut Berechnungen von Ökonom Víctor Álvarez mit rund 60 US-Dollar. „Dies entspricht einer jährlichen Subventionierung von 3.120 Dollar. Auf die etwa vier Millionen Privat-und gemieteten Fahrzeuge im Land multipliziert bedeutet dies eine irrationale Bezuschussung von jährlich 12,48 Milliarden US-Dollar“, so Álvarez.

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  1. 1
    Herbert Merkelbach

    Dazu kommen noch die Geschenklieferungen an Kuba, die Lieferungen zu Sonderkonditionen an die karibischen Staaten (PetroCaribe) und Alba, die Lieferungen zu Sonderkonditionen an China.
    Alles irrational.

  2. 2
    Caramba

    Plus die nicht unbeträchtlichen Mengen, die über die grüne und blaue Grenze gehen……

  3. 3
    hugo

    herr maduro

    ich habe kein auto !

    wo kann ich morgen früh den antrag stellen,auf 3120 dollar, bitte keine bollis.

  4. 4
    Wolfgang

    Finger weg vom Benzinpreis!!
    Die Guardia (!) verdient am Schmuggel nach Kolumbien richtig mit, daher wird nichts gegen diesen Wahnsinn unternommen.
    Wenn der Benzinpreis steigt, gerät eine weitere Inflationsspirale in Gang, alle Güter müssen transportiert werden, Ruta Corta, Bus etc, das trifft die arme Bevölkerung am meisten, nicht die „Reichen“ mit ihren V8-Jeeps.
    Petrocaribe gehört abgeschafft, das sehe ich auch so zumal zB Cuba das Öl auf dem Spotmarkt verscherbelt, ein Skandal ist das.

  5. 5
    Inge Alba

    Wenn es stimmt was die da ausgerechnet haben, ist es schlicht und ergreifend ein Skandal, denn ausgerechnet die „armen Leute“, ich spreche jetzt von den wirklich Armen, haben kein Auto, oder nur der Vater um seine Schnepfe im anderen barrio zu besuchen. Also, weg mit der Bezuschussung, her mit öffentlichen Verkehrsmitteln, schenkt den „Armen“ lieber ein Jahresticket zum Schleuderpreis, gebt ihnen Arbeit anstatt Benzin, gebt ihnen subventionierte Lebensmittel anstatt Benzin.gebt ihnen Bildung (ungefärbte, keine rote) anstatt Benzin. Her mit mehr Pendelbussen zu den Stränden, lieber eine S Bahn bauen. Aber bitte, Herr Maduro weiss nicht von was man da spricht, die haben ihren Sozialismus von hinten angefangen, jetzt wissen sie nicht wie sie das „vorne“ gestalten sollen/müssen.- Kein Geld mehr da?

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