Kuba: Experten sind über Ankunft der Riesenschnecke besorgt

achatschnecke

Mit einer Gehäuselänge von bis zu 20 cm und einer Körperlänge von bis zu 30 cm ist sie eine der größten Landschnecken der Welt (Foto: Archiv)
Datum: 18. August 2014
Uhrzeit: 14:26 Uhr
Ressorts: Kuba, Natur & Umwelt
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Kubanische Experten haben über die Ankunft der Großen Achatschnecke (Achatina fulica) gewarnt. Das oft auch als Ostafrikanische Riesenschnecke bezeichnete Tier wurde etwa vor zwei Jahren das erste Mal auf der Karibikinsel beobachtet (in der Nähe von Havanna) und zählt wegen der erheblichen Menge an benötigter Nahrung zu den 100 schlimmsten Bioinvasoren der Welt. Mit einer Gehäuselänge von bis zu 20 cm und einer Körperlänge von bis zu 30 cm ist sie eine der größten Landschnecken der Welt.

Antonio Alejandro Vázquez Perera, Leiter des Labors für Malakologie am kubanischen Institut für Tropenmedizin „Pedro Kourí“, weist auf eine weitere Gefahr hin. Nach seinen Worten ist die Schnecke auch Zwischenwirt für verschiedene Parasiten, die auch für den Menschen gefährlich sind. „Das Tier hat eine sehr hohe Reproduktionsrate von fast 300 Schnecken pro Jahr. Wir sprechen daher von einer Spezies, die sehr invasiv sein kann. Die Riesenschnecken dienen dem Ratten-Lungenwurm als Zwischenwirt. Die Larven des Würmer gelangen über den Rattenkot zum Zwischenwirt, wo sie sich weiterentwickeln. Später können sie durch die Schleimhaut nach außen dringen, so dass sich im abgesonderten Schleim nun auch Larven befinden. Aufgrund ihrer extremen Größe gelten die Schnecken auch als äußerst ertragreiche Fleischlieferanten und können nach Verzehr beim Menschen eine Meningoenzephalitis ( Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten) auslösen“.

Laut Vázquez ist nicht bekannt, wie die Achatschnecke nach Kuba kam. Nach unbestätigten Theorien soll das Tier für religiöse Zwecke oder als exotisches Haustier von unbekannten Personen eingeführt worden sein. Kuba war damit eines der letzten Länder auf dem Kontinent, auf dem die riesige Schnecke gesichtet wurde. Bereits vor zwei Jahren hatten die Behörden in Venezuela vor dem Auftauchen dieser Spezies gewarnt.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.

Leider kein Kommentar vorhanden!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!