Ecuador: Konrad-Adenauer-Stiftung schließt Büro in Quito

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Ecuadors Präsident Correa sind die unabhängigen Medien ein Dorn im Auge (Foto: Presidente)
Datum: 20. August 2014
Uhrzeit: 16:27 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) wird nach über 50 Jahren im September ihr Büro in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito schließen. Dies gab die Presserefereintin der Organisation, Susanne Kophal, bekannt. Laut „Die Deutsche Welle“, staatlicher Auslandsrundfunk der Bundesrepublik Deutschland, ist das gespaltene Verhältnis der linksgerichteten Regierung zur Meinungsfreiheit ein Grund für diese Entscheidung.

„Ecuador behält sich seit 2011 das Recht vor, nicht nur Einsicht in die Jahrespläne politischer Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen zu nehmen, sondern diese auch zu ändern. Diese Bedingung war für uns nicht mehr annehmbar“, zitiert der Sender Büroleiter Winfried Weck. „Wir schließen das Büro aus politischen Gründen und suchen nach anderen Möglichkeiten, uns im Land zu engagieren.“

Wie alle linksgerichteten Staatsoberhäupter Lateinamerikas hat auch Staatspräsident Correa seine liebe Not mit der freien und unabhängigen Presse. Seit seinem Amtsantritt 2007 betreibt er eine systematische Kampagne zur Dämonisierung aller privaten Zeitungen und Rundfunksender, denen er die Verquickung von Journalismus und Geschäftsinteressen vorwirft. Wiederholt hat er Nachrichtenmedien als Saboteure seiner „Bürgerrevolution“ beschimpft oder einzelne Journalisten öffentlich an den Pranger gestellt. Regierungsmitglieder dürfen auf Anweisung des Präsidenten keine Interviews an Privatmedien geben.

Die KAS ist eine Politische Stiftung, die der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) nahesteht. Als Mitbegründer der CDU und erster deutscher Bundeskanzler verband Konrad Adenauer (1876-1967) christlich-soziale, konservative und liberale Traditionen. Sein Name steht für den demokratischen Wiederaufbau Deutschlands, die außenpolitische Verankerung in einer transatlantischen Wertegemeinschaft, die Vision der europäischen Einigung und die Orientierung an der Sozialen Marktwirtschaft.

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  1. 1
    Itaia Muxaic de Ricart

    Die Konrad Adenauer Stiftung kann sehr lieb und gut in BRD sein – aber wie ALLE deutschen Parteistiftungen in Lateinamerika, Asien und Afrika – ist sie eine „Agency“ zur Zersetzung der nationalen Einheit und Ausdehnung der NATO „Partnerschaft“. Die geopolitischen „Hinweise“ werden von „Virginia“ gefluestert – und die Stiftungsagenten wirken in erster Linie NUR fuer die geopolitischen Ziele der „Anglos“ (USA und Britanien). Die deutscher Wirtschaft auf diesen Kontinenten knirscht die Zaehne – denn am Ende foerdert das nur die USA Finanzhegemonie. Die BRD Regierung finanziert die Parteistiftungen zu 99% (fast eine Millarde Euros im Jahr). Das kann keine „unabhaengiger“ Kanzler (wie Gerhard Schroeder) aendern, auch nicht die Mutti (welche keine Probleme mit Russland oder Brasilien sucht… schon wegen den 6,000 deutschen Industrien in Russland und 1,600 deutschen Industrien in Brasilien… (Think out off the box, Baby !!!)

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