Lateinamerika und Karibik: Chikungunya-Virus breitet sich weiter aus

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In der Karibik und Teilen Lateinamerikas grassiert das von Stechmücken verbreitete Virus (Foto: Minustah)
Datum: 22. August 2014
Uhrzeit: 09:59 Uhr
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Autor: Redaktion
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In der Karibik und Teilen Lateinamerikas grassiert ein von Stechmücken verbreitete Virus und verursacht bei den Infizierten so extrem starke Gliederschmerzen, dass sie sich nicht mehr auf den Beinen halten können. Gegen Chikungunya-Viren helfen keine Medikamente, es gibt auch noch keine Impfung. Die Behandlung ist deshalb symptomatisch, das heißt auf eine Linderung der Beschwerden (Fieber, Schmerzen) ausgerichtet. Laut der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (PAHO) breitet sich das Virus weiter aus, die am stärksten betroffenen Gebiete sind Martinique (1.515 bestätigte Fälle) und Guadalupe (1.328 Fälle).

Nach Angaben der PAHO wurden bis zum 15. August offiziell 993 Infektion auf Puerto Rico bestätigt, dahinter folgen San Martin (793), Dominikanische Republik (71), San Bartholomäus (142), Dominica (141), San Martin (123), St. Vincent und die Grenadinen (67), Anguilla (40), St. Lucia (30), St. Kitts und Nevis (28), British Virgin Islands (20). Erkrankungen melden die Turks-und Caicosinseln und Tobago (17), Bahamas (17), Haiti (14), Kuba (11), Jamaika (8), Barbados (7), Granada (5), Trinidad und Tobago (5), Cayman Islands (4), Amerikanische Jungferninseln (4), Antigua und Barbuda (4), Aruba (3) und Curacao (1).

Das früher seltene Chikungunya-Virus wird heute nicht nur durch die „tropische“ Gelb­fieber-Mücke (Aedes aegypti) übertragen. Als Vektor dient zunehmend die asiatische Tigermücke (Aedes albopictus), die auch in gemäßigten Klimazonen überlebt und ihr Verbreitungsgebiet ausgedehnt hat. Die Entwicklung eines Chikungunya-Impfstoffs durch das US-National Institute of Allergy and Infectious Diseases kommt inzwischen offenbar gut voran. Die Vakzine erwies sich in einer ersten klinischen Studie im Lancet als verträglich und erzielte auch ohne Adjuvans bei allen Probanden eine nachhaltige Antikörperreaktion. Wie es scheint, fehlt nur noch ein Investor, der die ökonomischen Risiken der weiteren klinischen Entwicklung nicht scheut.

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