Chemische Industrie in Venezuela: Produktionskapazität um über 50% gesunken

Datum: 28. August 2014
Uhrzeit: 14:12 Uhr
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die chemische Industrie Venezuelas liegt weit unter ihrer eigentlichen Produktionskapazität. Dies gab am Donnerstag (26.) Juan Pablo Olalquiaga, Präsident des venezolanischen Verbandes der chemischen und petrochemischen Industrie, in einem Interview bekannt. „Es ist ein Teufelskreis: Wir sind nicht in der Lage zu produzieren und wir können nicht importieren, weil es keine Devisen gibt“, so Olalquiaga. „Die Höhe der Devisen, die wir im April und Mai zugewiesen bekommen haben, sind nicht genug. Der Druck von internationalen Lieferanten ist riesig – es haben sich etwa 490 Millionen US-Dollar an Schulden angesammelt“, fügte er hinzu.

Nach seinen Worten gibt es Versorgungsprobleme bei Farben und Klebstoffe für verschiedene Branchen wie Zellstoff und Papier, sowie im Automobil- und Bau-Sektor. Eine Beurteilung der Fertigung/Fabrikation für die erste Hälfte des Jahres hätte im Vergleich zum gleichen Zeitraum der Jahre 2011, 2012 und 2013 ergeben, dass die Produktionskapazität um über 50% gesunken sei.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    VE-GE

    Cubazuela laesst gruessen !

  2. 2
    fideldödeldumm

    Wo sind denn die ganzen bezahlten Schreiberlinge, die es in Venezuela so toll fanden und für die der Chavismus eine neue Religion ist???

    • 2.1
      Herbert Merkelbach

      Die haben, wie man so salopp sagt: den Schwanz eingezogen.
      All die Provokateure, all die Anhänger des Marxismus-Leninismus, all die Anhänger des Sozialismus und Kommunismus, man hört und sieht nichts mehr von diesen Typen. All die vorgenannten, die meinten, der Chavismus wird die Arbeiterschaft vom Joch befreien, sie alle sind wahrscheinlich im Untergrund verschwunden und ergötzen sich an den Nachrichten (nur die positiven), die die extrem linke Presse in deutscher Sprache verbreitet.
      Der Marxismus-Leninismus gehört nicht in die Welt des 21. Jahrhunderts. Sein Wirtschaftsmodell hat nicht nur ausgedient, ganz einfach, es funktioniert in einer global vernetzten Welt nicht. Es ist nur bedauerlich, dass all jene Typen, die diesem politischen und wirtschaftlichen System dessen Fehler und dessen Untauglichkeit nicht begreifen oder begreifen wollen.
      Meine Hoffnung und ich bin eine Optimist, ist, diese Gestalten sterben aus, so schnell wie möglich.

  3. 3
    der Reisende

    Ich höre immer nur 490 Millionen Schulden Chemie 350 Millionen Schulden Farma Milliardenschulden
    Fluggesellschaften und so weiter Schulden über Schulden ich frage mich immer wieder wie kann ein Land so lange mit diesen Forderungen leben ?
    Ware bekommen sie nur noch gegen Vorkasse. Wenn ich Lieferant wäre ich würde dehnen gar nichts mehr verkaufen bezahlt erst mal die alten Schulden und dann gibt es wieder Ware nur gegen Vorkasse.

    • 3.1
      Caramba

      Die Schuldengeber hoffen auf weitere Geschäfte mit dem erdölreichsten Land. Es sind ja noch Sachwerte da, die verscherbelt werden können – dass das längst für die nächsten 20 Jahre an die Russen und Chinos verpfändet ist, wissen die Lieferanten wahrscheinlich nicht – oder wollen es nicht wissen, in der Hoffnung/Gier auf den Profit.

  4. 4
    Caramba

    @Redaktion
    Die die den Post abboniert haben, bekommen den Text trotz Entfernen des Kommentars geschickt….
    Werdet Ihr wahrscheinlich wissen, ich wollte es halt mal gesagt haben. ;-)

    • 4.1
      Herbert Merkelbach

      Den nichtveröffentlichten Kommentar habe ich auch erhalten. Dazu meine Klarstellung und mit über 30 Jahren Beschäftigung in der chemischen Industrie: Der Kommentator schrieb über eine Abwanderung der chemischen Industrie nach Asien. Fakt ist, das fast alle großen Chemiebetriebe der Welt und unabhängig vom Land oder Kontinent verschiedentlich bereits über 100 Jahre in Asien vertreten sind. Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg der asiatischen und insbesondere der chinesischen Wirtschaft ist es logisch, dass auch die Kapazitäten in den asiatischen Ländern angepasst wurden und werden.
      Das hat aber in keinster Weise mit dem Niedergang oder Beeinträchtigung der chemischen Industrie in Venezuela zu tun. Ganz einfach, dieser Industriezweig erhält nicht die notwendigen Devisen für die benötigten Rohstoffe. Fakt ist, dass die chemische Industrie Venezuelas (nicht eingeschlossen in der Statistik Erdöl) vor der jetzigen Misere auch exportierte. Fakt ist, dass die jetzigen Verantwortlichen in der Regierung Venezuelas aus Halunken, Inkompetenten, Korrupten, Nepoten und Ignoranten besteht, die nicht nur die chemische Industrie sondern den gesamten industriellen Block gegen die Wand fährt.

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