Venezuela: Landeswährung erreicht absolutes Rekordtief

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Maduro-Regime unter einer anhaltenden Dollar-Knappheit (Foto: Dollartoday)
Datum: 30. August 2014
Uhrzeit: 12:30 Uhr
Leserecho: 13 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die venezolanische Landeswährung hat am Freitag (29.) auf dem Parallelmarkt ein absolutes Rekordtief erreicht. Laut der Webseite „Dólar Today“, ein Online-Portal, das Informationen über den inoffiziellen Dollar-Wechselkurs in Venezuela bekannt gibt und stets erfolglos vom linksgerichteten Regime blockiert wird, lag der Dollarkurs bei 90,59 pro Bolívar je Dollar (Samstag 89,82).

Analysten warnen, dass die Fortsetzung des Trends der vergangenen Tage anhalten könne und der Wechselkurs wahrscheinlich unter das psychologische Niveau von 100 US-Dollar bis Ende des nächsten Monats fallen könne. Diese Möglichkeit führen sie auf die Tatsache zurück, dass das Maduro-Regime unter einer anhaltenden Dollar-Knappheit leidet und Schulden bei ausländischen Lieferanten und Fluggesellschaften im zweistelligen Milliardenberiech angehäuft hat.

„Es ist erstaunlich, wie schnell der Wechselkurs in den letzten Tagen geklettert ist. Der Mangel an Dollar und das Fehlen von wirtschaftlichen Maßnahmen stecken dahinter“, analysiert José Guerra, Wirtschaftsprofessor an der Zentralen Universität in Caras.

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  1. 1
    VE-GE

    Das ist der Wahnsinn !!!

  2. 2
    VE-GE

    ….und jetzt wollen die auch noch Rohoel importieren, zum ersten mal in der V-Geschichte……woher wollen die das Geld hernehmen ??????? Mir fehlen da die Worte.

    • 2.1
      Herbert Merkelbach

      Um das Schweröl, das im Orinoco-Becken gefördert wird transportfähig zu machen, benötigt man leichteres Erdöl. Venezuela hat selbst leichtes Erdöl, kann aber nicht fördern oder nicht genug, vielleicht auch überhaupt nicht fördern, weil die Förderanlagen veraltet, nicht richtig unterhalten wurden und somit nicht zur Verfügung stehen. Diese speziellen Anlagen auf Vordermann zu bringen verschlingt eine Menge Geld, das, wie richtig bemerkt, der Pdvsa fehlt.
      Ins Auge gefasst hat man leichtes Erdöl aus Algerien. Dies wird die Pdvsa Milliarden an US$ kosten. Dieses Geld wiederum fehlt dem venezolanischen Staat. Der Teufelskreis beginnt sich jetzt erst richtig zu drehen. Das Öl aus Algerien muss zu offiziellen Preisen eingekauft werden. Auch die Algerier verschenken nichts. Alternativ Naphtha aus den USA zu beziehen, evtl. von der Citgo, auch zu offiziellen oder Marktpreisen? Für Herrn Ramirez eine verdammt verzwickte Situation.
      Nicht nur die Worte werden fehlen, das benötigte Geld, und zwar die US Dollars, in jedem Fall.

      • 2.1.1
        VE-GE

        Herr Merkelbach: Die Raffinerie *Jose* gleich am Ortseingang von Barcelona ist doch hierfuer da um das Schweroel in leichtes Erdoel umzuwandel, mit unteranderem. Das diese Anlage auch mal auf Vordermann gebracht werden muss ist ausser Frage. Das Geld fehlt ist auch klar. Dass wenn Venezuela tatsaechlich Oel kauft diese auch zum Marktpreis bezahlen muss ist ebenfalls klar ! Ja die Situation ist verzwickt und ich bin mal gespannt was da noch alles kommt.

  3. 3
    Inge Alba

    Chavez wird ihm schon eins zwitschern. Für was haben die denn selbst Erdöl? Ist aber gut so, je bescheidener die Lage wird, desto schneller müssen sie abdanken. Es ist noch immer zu wenig „Not“, die ganz die Armen müssen die Schnauze vom Sozialismus voll bekommen, erst dann hat Vzla. eine Chance auf eine andere Regierung, also her mit der Inflation, her mit den ganz leeren Regalen, her mit den Berichten über im Luxus lebende Chavistas, wer veröffentlicht endlich mal eine Liste mit den Konten der Regierungsmitglieder, den bienes in Vzla. und ausserhalb?

  4. 4
    Wolfgang

    Na ja, nur zur Korrektur: gestern war der grüne Salat schon über 90, ist also heute wieder ein bisschen runter gegangen. Sie drucken halt Bolis aber der Gegenwert an Waren fehlt , Folge: Inflation. Das mit dem Rohöl-importieren habe ich auch gehört, das wäre wirklich kompletter Irrsinn.

  5. 5
    marina

    Leute, das seht ihr doch in Brasilien. Rousseff führt auf dem Land, wo sich die dumme Bevölkerung ballt. Silva in den Metropolen – wo Rousseff durchschaut wurde. In Venezuela gibt es fast nur Dumpfbacken—ergo……………….

  6. 6
    der Reisende

    Ein Karton Eier stieg hier in Barcelona von 120 auf 160 das nennen diese Voll Trottel hier Sozialismus des 21 Jahrhundert.
    Möchte niemand mal eine Karte dem Kolumbianer schicken mit der Bitte er möchte doch das Benzin so schnell wie möglich erhöhen den die chavistas fiebern schon lange einer Erhöhung entgegen.
    Diese Dumpfbacken können es kaum erwarten das danach alles mit Sicherheit teurer wird.

  7. MEINGOTT,WIE BEKLOPP IST DAS VEN.VOLK,ABER IN DEUTSCHLAND HAT ES 40 JAHRE GEDAUERT BIS DAS VOLK WACH WURDE,HOFFENTLICH HIER NICHT

  8. 8
    hugo

    wechselkurs anfang dez.2013 für € 115 bollis, mitte febr.2014 gab es schon 120 bollis.
    april 2014 dito.zur zeit 130.
    jeder läuft einem nach zum wechseln. handwerker arbeiten nur noch gegen $ oder €.
    für fremdwährung gibt es alles zu kaufen.

    • 8.1
      Wolfgang

      @hugo: wo?? Hier auf der Isla gibt’s dem Vernehmen nach für europäischen Salat max 96, per Brieftaube 105. Klimaanlagen etc gibt’s nicht mal für Golddukaten, geschweige denn Reifen usw.

  9. 9
    hugo

    hallo wolfgang,

    bin auch auf der insel. versuch es mal bei baufirmen. man muß auch mal aussergewönliche wege
    gehen.

  10. 10
    Rosa

    Viendo lo bien que marcha el país los Venezolanos deberían postular a Nicolás Maduro para el PREMIO NOBEL DE ECONOMÍA

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