Lateinamerika: Konrad-Adenauer-Stiftung unterstützt keinen Putsch in Venezuela

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Bekanntgabe von vereitelten Umstürzen gehören seit langem zum politischen Leben in Venezuelas (Foto: Archiv)
Datum: 01. September 2014
Uhrzeit: 08:38 Uhr
Leserecho: 8 Kommentare
Autor: Redaktion
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Monatelang haben Studenten und Opposition in Venezuela gegen Präsident Nicolás Maduro demonstriert. Bekanntgaben vereitelter Umstürze und Anschlagspläne gegen das linksgerichtete Regime gehören dabei seit langem zum politischen Leben im südamerikanischen Land und sind Teil des Systems. Die Zeitung „ltimas Noticias“ aus Caracas hat sich die Mühe gemacht und zwischen Chavez‘ Amtsantritt 1999 und seinem Tod 2013 insgesamt 63 mutmaßliche Anschlagspläne auf das inzwischen an Krebs verstorbene Staatsoberhaupt gezählt. Seit dem Amtsantritt seines Nachfolgers werden solche Anschuldigungen sogar noch häufiger erhoben. Die Regierung von Präsident Nicolás Maduro hat seit Beginn der Legislaturperiode vor 15 Monaten bereits mehr als ein Dutzend angeblicher Anschlagspläne angeprangert, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AP ergab. Die Behauptungen über Putschversuche werden inzwischen selbst von der venezolanischen Bevölkerung belächelt, von einigen linke Gazetten aber gerne aufgegriffen.

Die junge Welt (jW), nach eigenem Bekunden „eine linke, marxistisch orientierte, überregionale Tageszeitung mit einem hohen Anteil an Hintergrundberichten und umfassenden Analysen“, behauptet in ihrer Onlineausgabe vom 1. September unter anderem: „Der KAS (Konrad-Adenauer-Stiftung, Anm. d. Red) ist in der Vergangenheit mehrfach Einmischung in die inneren Angelegenheiten lateinamerikanischer Länder vorgeworfen worden. In Venezuela unterstützt die Stiftung Parteien und Gruppierungen, die offen oder verdeckt an den gewalttätigen Aktionen zum Sturz der gewählten Regierung des Präsidenten Nicolás Maduro beteiligt waren. Gegen Kuba engagiert sich die KAS vor allem mit Publikationen und Veranstaltungen zur Unterstützung eines Systemwechsels auf der sozialistischen Karibikinsel und durch materielle und ideologische Förderung sogenannter Dissidenten“.

Auf Anfrage von agencia latinapress gab Matthias Barner, Pressesprecher der KAS bekannt: „Die Konrad-Adenauer-Stiftung unterstützt in Venezuela keine Parteien und Gruppierungen, die offen oder verdeckt an den gewalttätigen Aktionen zum Sturz der Regierung des Präsidenten Maduro beteiligt waren. In Kuba selbst sind wir als Stiftung nicht vertreten. Aber natürlich unterstützen wir die Kräfte, die sich für Freiheit, Menschenrechte und Demokratie auf Kuba einsetzen“.

Die junge Welt war von 1947 bis 1990 das Zentralorgan der FDJ in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Das Selbstbild der jungen Welt ist das einer unabhängigen marxistischen Tageszeitung, sie versteht sich als Teil einer linken Gegenöffentlichkeit. Die junge Welt propagiert die Notwendigkeit einer antikapitalistisch orientierten Linken, die das Ziel einer sozialistischen Gesellschaft verfolgt. Ihre Hauptlinie ist gegen die neoliberale Ideologie und Politik gerichtet. Das Credo der jungen Welt kennzeichnet eine antifaschistische Traditionslinie, die Bekämpfung von Neofaschismus und Fremdenhass sowie die Verteidigung einer historischen Legitimität der DDR.

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  1. 1
    Gast.

    Keine Lüge ist zu plump um nicht von den Kuvnukken geglaubt zu werden.

  2. 2
    Venezuela

    „Monatelang haben Studenten und Opposition in Venezuela gegen Präsident Nicolás Maduro demonstriert.“

    Diese Aussage ist wohl so nicht ganz richtig. Auch wenn es etwas ruhiger (zumindest nach außen) geworden ist, halten die Proteste in Venezuela weiter an.

  3. 3
    Manuel Lüttich

    Es ist uninteressant, was diese linken/kommunistischen Kackblättchen von sich geben. Danach wurde auch die Mauer zum Schutz vor dem Westen errichtet. Dieser Abschaum von Amateurbloggern ist nur widerlich und löst bei mir unweigerlich den Gang zur Toilette aus.

    • 3.1
      der Reisende

      Manuel ich hoffe du wohnst in Deutschland den wenn du hier wohnst in Vencubaela hast du große Probleme mit dem Toilettenpapier.

  4. 4
    Der Bettler

    Tatsache ist doch,daß kein Mensch nachvollziehen kann was hier abgeht,der nicht hier lebt.Und es ist nicht nur Clopapier das nicht zu haben ist.

  5. 5
    Herbert Merkelbach

    Im Artikel wurde außerdem das „Neue Deutschland“ vergessen, das ehemalige Regierungsblättchen des untergegangenen Arbeiter- und Bauernparadieses auf deutschem Boden. JW und ND werden dann -online- auch in spanischer Sprache zusätzlich mit verschiedenen Artikeln in redglobe veröffentlicht. Alle drei Medien sind dem Kommunismus in seiner stalinistischen Art und Weise verpflichtet, nur die Diktatur des Proletariats im Auge habend. Dieser medialen Troika ist nicht zu helfen. Der Untergang des Kommunismus in DE und in Osteuropa als auch der UdSSR hat bei den drei Medien nicht stattgefunden. Den fossilen monetären Zustand, insbesondere bei ND und JW, kann man erleben, wenn die Bettelaufrufe zu mehr Subskiptionen regelmäßig stattfinden.

  6. 6
    Ismael Garcia

    Die Regime von Nicolás Maduro in Venezuela ist ein Diktatur, die als Demokratie verkleidet ist. Maduro und seine Leute sind dabei die Menschenrechte der ganzen Bevölkerung zu verletzen!
    45 Studenten wurden ermordet auf den Straßen mit Kugelschuss in den Kopf während sie friedlich demonstriert haben.
    -Verletzungen gegen die National Verfassung von Venezuela in allen seine Artikel.
    -Missbrauch von Macht.
    -Unterdrückung der Bevölkerung durch brutale und rohe Gewalt.
    -95 % der Verbrechen unbestraft, z.B. 25.000 Menschen ermordet im Jahr 2013.
    -Einmischung von Kuba und die Castros in der Innenpolitik des Landes mit der Unterstützung der Regime von Maduro mit mehr als 5.000 Soldaten und die G7 kubanisch.
    -Keine Pressefreiheit.
    Politische Gefangenen wie Leopoldo Lopez, Ivan Simonovis und mehr als 75 Studenten, deren Menschenrechte werden jeden Tag missbraucht und gefoltert.
    DAS VOLK VON VENEZUELA BRAUCHT DRINGLICH HILFE!

  7. 7
    Tinu

    immerhin passt das gezeigte Bild. Im HIntergrund sieht man den Pinocchio…

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