Erste medizinische Marihuana-Plantage in Santiago de Chile genehmigt

canabis

Genehmigung wird als historischer Meilenstein bezeichnet (Foto: Handout/Internet)
Datum: 08. September 2014
Uhrzeit: 14:47 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Die Behörden der chilenischen Hauptstadt Santiago haben die erste medizinische Marihuana-Plantage im südamerikanischen Land genehmigt. Dies gab am Montag (8.) Claudio Orrego, Bürgermeister der Metropolregion, während einer Pressekonferenz bekannt. Nach seinen Worten dient das Marihuana-Plantage-Projekt der „medizinischen und wissenschaftlichen Nutzung.“

Die Genehmigung zum Betrieb der Plantage entstammt einer am 23. Mai vergangenen Jahres gestarteten Initiative des Land- und Viehwirtschaftlichen Dienstes „Servicio Agrícola y Ganadero“ (SAG). Gemeinsam mit der Stiftung „Fundación Daya“, der Gemeindeverwaltung von La Florida und mit der Unterstützung der Universität „Universidad de Valparaíso“ wird die Produktion von Cannabis-Öl gefördert, das zur Behandlung von Krebspatienten verwendet wird.

„Es ist sicherlich ein historischer Meilenstein, dass wir mit dem Bau der Anlage beginnen können und das Cannabis die Leiden vieler Menschen lindern wird“, erklärte Ana María Gazmuri, Präsidentin der Daya-Stiftung. In Chile wird der persönliche Konsum von Marihuana gesetzlich nicht sanktioniert, aber Verkauf-und Anbau werden als illegal bezeichnet und sind gesetzlich verboten. Allerdings gibt es keine gesetzliche Definition für die Strafverfolgungsbehörden, was als Menge für den persönlichen Gebrauch anzusehen ist. Seit einiger Zeit hat die Regierung allerdings die Möglichkeit eingeräumt, eine Genehmigung zur medizinischen Verwendung zu prüfen und die Legalisierung in Chile zu fördern.

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  1. 1
    schuler.jaro

    Na ja, ich nehme dieses Zeugs nicht, heisst aber nicht, dass ich trotzdem eine Meinung dazu habe. Die Kriminalität in den Latinoländern würde ins unendliche verschwinden, weltweit würden die Verbrechen um 99% zurückgehen, wenn man diesen Dreck genauso wie Alkohol und Rauchen freigeben würde.

    Vorbild ist Uruguay mit einem volksnahen Präsidenten, den ich so noch nie gesehen habe. Dran sollten sich andere ein Beispiel nehmen, aber Politiker sind ja anders, korrupt und verlogen,

    José Mujica, Bravo! Solche Menschen und Vorbilder in Führungspositionen braucht die Welt.

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