Kolumbien – Venezuela: Santos der Kollaboration beschuldigt

saleh

"Mein Sohn wurde festgenommen und ausgeliefert – wohl wissend, dass sein Leben in Gefahr ist”, erklärte Yamile Saleh Rojas, Mutter von Lorent (Fotos: Facebook)
Datum: 09. September 2014
Uhrzeit: 10:19 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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Vertreter der venezolanischen Gemeinde in Miami haben sich am Montag (8.) empört über die Deportation von zwei venezolanischen Studentenführern gezeigt. Sie beschuldigten den kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos, mit einem Regime zusammenzuarbeiten, welches permanent die Menschenrechte verletzt. Lorent Gómez Saleh und Gabriel Valles Sguerzi waren vor wenigen Tagen von kolumbianischen Sicherheitskräften festgenommen und Beamten des venezolanischen Geheimdienstes übergeben worden.

Demnach hatten die beiden jungen Männer in Kolumbien Zuflucht vor den hefigen Repressionen des linsgerichteten Regimes gesucht. Saleh und Sguerzi haben leitende Positionen in der Organisation “Operación Libertad” (Operation Freiheit), die gegen die Regierung von Präsident Nicola Maduro kämpft. Beide waren legal in Kolumbien eingereist, setzten laut Bogotá allerdings ihre Kampagnenaktivitäten von Kolumbien ausgehend fort.

aktivist

„Die Regierung von Juan Manuel Santos zeigt einmal mehr ihren Pragmatismus. Das venezolanische Regime ist weltweit für seine konstanten und eklatanten Menschenrechtsverletzungen bekannt – und Bogotá liefert ihnen zwei politisch Verfolgte junge Männer aus“, kritisiert José Antonio Colina, Präsident der Organisation der “Politisch verfolgten Venezolaner im Exil” (Veppex).

„Die kolumbianischen Behörden hätten – wenn es denn überhaupt stimmt dass die beiden Studenten Einwanderungsgesetze verletzt haben – ihnen eine Frist einräumen müssen, kolumbianisches Territorium zu verlassen. Dies unter der Berücksichtigung, dass sie vom venezolanischen Regime politisch verfolgt werden“, fügte Coliba in einer Erklärung hinzu.

Die große Sorge der venezolanischen Gemeinde und verschiedenen venezolanischen politischen Organisationen ist, dass die Schüler wie andere Aktivisten der Folter unterworfen werden. „Wir wissen aus erster Hand, dass Aktivisten, die an den Demonstrationen gegen das Regime teilgenommen haben, gefoltert wurden. Als Beispiel nenne ich den Fall von Studentenführer Alexander Tirado. Dieser junge Mann wurde mit Strom gefoltert“, berichtet Yoslin Sánchez, Abgeordnete der Oppositionspartei „Voluntad Popular“.

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  1. 1
    Inge Alba

    Ja, wir können uns empören und den Mund fusslig reden, ändern wird es nicht´s, eine Hand wäscht die andere, eine Krähe hakt der anderen kein Auge aus, ich könnte so fortfahren….
    Die Menschen, heisst, die Venezolaner oder in Kolimbien die Kolumbianer sollten nun selbst massiv etwas unternehmen, wieso haben die in Kolumbien so ein Würstchen gewählt, wehret den Anfängen heisst es immer. Da hatten die doch mit dem Uribe einen ganz guten Mann, dann müssen sie so ne linke Bazille wählen, in der Wahlpropaganda muss etwas falsch laufen. Für diese Mentalität muss man auf christlich, bigott, vogelzwitschern ich hab euch alle Lieb machen, Realpolitik verstehen die nicht. Dieser Kontinent ist langsam so rot, röter geht es nicht mehr, schade um diese Länder, wenn es zu spät ist, dann wachen einige auf und rufen um Hilfe, nur zu spät, dann.
    Zu der Mutter von Lorent möchte ich sagen, ja was kann man einer Mutter da sagen? Ich hoffe für sie, dass sie ihren Sohn wieder sieht und wenn es geht, dann bitte unversehrt, und dann soll er seine Aktivitäten an den Nagel hängen, man wird sie ihm nicht danken, die Masse der Venezolaner hat es noch nicht kapiert, steht noch auf der Leitung.

    • 1.1
      der Reisende

      Inge Alba die Masse der Venezolaner stehen nicht auf der Leitung die sind sowas von geistig umnachtet die sind noch zu doof einen Eimer Wasser auszulehren. Sorry aber das ist leider die nackte Realität, denn ich habe mit diesen geistigen Tieffliegern jeden Tag zu tun.Was Schulkinder in Deutschland in der dritten Klasse lernen lernen hier leider sehr viele nicht ihr ganzes Leben.
      Und darum wird sich in 50 kalten Winter hier in VENCUBAELA nichts ändern.

      • 1.1.1
        der Reisende

        ein sehr lehrreiches und aufklaerrendes Video
        http://youtu.be/VxRK7MUuNl0
        kann man vielleicht mal nach Europa an die richtigen Stellen senden.

      • 1.1.2
        Martin Bauer

        „…die Masse der Venezolaner stehen nicht auf der Leitung die sind sowas von geistig umnachtet die sind noch zu doof einen Eimer Wasser auszuleeren….“
        Nach längeren Phasen in Deutschland kann ich nicht behaupten, dass das auf die Masse der Deutschen nicht zutrifft. Dort werden Linke verherrlicht wie verharmlost, Rechtsextreme unterschätzt oder zur nationalen Gefahr hochstilisiert. Und haufenweise zweibeinige Biomasse nimmt vom Staat, was sie kriegen kann, ist selber nicht leistungsbereit und gibt dabei die Schuld für das eigene Versagen der Regierung oder Ausländern.
        Schon Merkel sagte vor einigen Jahren: „Das Volk hat die falsche Meinung.“

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