Mexiko: Siemens erhöht Kapazität von Wärmebehandlungslinie

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Computeranimierte Darstellung der Glühlinie von Siemens, die bei AHMSA in Monclova, Mexiko, installiert wird (Grafik: Siemens)
Datum: 19. September 2014
Uhrzeit: 08:19 Uhr
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Autor: Redaktion
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Der mexikanische Stahlproduzent „Altos Hornos de México“ (AHMSA) hat Siemens Metals Technologies damit beauftragt, die Kapazität der geplanten Glühlinie (Normalizing Line) im Werk Monclova auf 300.000 Tonnen Bleche pro Jahr auszuweiten. Die ursprüngliche für 200.000 Jahrestonnen ausgelegte Linie war bereits im Oktober 2013 bei Siemens bestellt worden und wurde für eine zukünftige Kapazitätserhöhung konzipiert. Die Glühlinie soll im dritten Quartal 2015 in Betrieb gehen.

AHMSA betreibt das größte integrierte Stahlwerk Mexikos und ist der einzige Grobblechproduzent des Landes. Das Unternehmen erzeugt jährlich mehr als 3,8 Millionen Tonnen Rohstahl. Es produziert vornehmlich Flachstähle für die Bau-, Metall-, Automobil- und Hausgeräte-Industrie, darunter warm- und kaltgewalzte Bunde, Grobbleche, verzinnte Bleche und zinnfreie Feinbleche, sowie verschiedene Schwerprofile.

Auf der Glühlinie werden Bleche aus Kohlenstoffstählen behandelt, die ein ebenfalls von Siemens geliefertes Steckel-Walzwerk produziert. Das Normalglühen führt zu einem homogeneren, feinkörnigeren Gefüge und verbessert die Festigkeit sowie die Verform- und Schweißbarkeit der Bleche. Die Glühlinie verarbeitet Bleche mit Dicken zwischen 4,5 und 50,8 Millimetern und Breiten von 1.500 bis 3.048 Millimetern. Die Länge der Bleche kann zwischen 3.000 und 16.000 Millimetern betragen. Ein automatischer Portalkran hebt die Bleche auf den Beladetisch, wo deren Länge gemessen wird. Danach durchlaufen sie zur Entzunderung eine Strahlmaschine. Anschließend werden die Bleche in einem Ofen unter einer Stickstoff-Atmosphäre auf die erforderliche Temperatur gebracht. Eine Reihe von Kühltischen sorgt für die nachfolgende Abkühlung. An der Austrittseite der Linie sind eine Markiermaschine und zur Probenentnahme ein Plasma-Schneider installiert. Das Entladen der Bleche erfolgt wiederum mithilfe eines automatischen Portalkrans.

Siemens ist für die Projektierung der Glühlinie verantwortlich und liefert Schlüsselkomponenten. Die komplette Elektrotechnik inklusive Energieverteilung sowie die Basisautomatisierung (Level 1) und die Prozessautomatisierung (Level 2) sind ebenfalls Bestandteile des Auftrags.

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