Venezuela: US Präsident Obama fordert öffentlich Freiheit für Leopoldo López – Update

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Präsident Obama besorgt um venezolanischen Oppositionsführer (Foto: Screenshot YouTube)
Datum: 23. September 2014
Uhrzeit: 20:24 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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Während einer Rede im Rahmen der „Clinton Global Initiative“ hat US-Präsident Barack Obama den seit über sieben Monaten inhaftierten venezolanischen Oppositionsführer
Leopoldo López öffentlich verteidigt. Die Clinton Foundation ist eine gemeinnützige Stiftung, die der 42. Präsident der Vereinigten Staaten, Bill Clinton, nach seinem Ausscheiden aus dem Weißen Haus 2001 gegründet hat. Sie umfasst unter anderem die „Clinton Global Initiative“. Obama kritisierte hart die Zustände hinsichtlich der freien Entfaltung von Bürgerbewegungen unter anderem in Russland, Senegal, Burma, Venezuela und Palästina und sprach vor der Jahrestagung der „Clinton Global Initiative“ auch vor den Teilnehmern des Klimagipfels.

„Wir stehen in Solidarität mit den Gefangenen, die sich zu diesem Zeitpunkt in Haft befinden: Leopoldo López, Pierre-Claver Mbonimpa (inhaftierter Menschenrechtler in Burundi), Ahmed Maher (wegen Verstoßes gegen das Demonstrationsrecht zu einer dreijährigen Haftstrafe in Ägypten verurteilt), Liu Xiaobo (zu zwölf Jahren Haft verurteilter chinesischer Schriftsteller, Systemkritiker und Menschenrechtler), Ilham Tohti (Lebenslange Haft für chinesischen Bürgerrechtler). Sie haben es verdient, frei zu sein“, so Obama. Er erwähnte auch die kubanische Dissidentin Berta Soler und ihren Kampf mit der Gruppe Damas de Blanco. In diesem Zusammenhang stellte er fest, dass kein anderes Land so wie die USA darauf achtet, die Bürgerrechte zu gewährleisten. Nach seinen Worten werden es die USA nicht respektieren/ignorieren, „dass rund um den Globus tapfere Frauen und Männer verfolgt und sogar getötet werden, weil sie es wagen, ihre Stimmen zu erheben“.

Update 24. September

Lilian Tintori, Ehefrau von López, hat Präsident Obama für dessen Solidarität gedankt. „Ich fühle mich sehr berührt und bin stolz darauf, dass ein Demokrat, jemand, der die Freiheit weltweit repräsentiert, sagt, dass Leopoldo es verdient, frei zu sein“, so Tintori in einem Interview. Nach Angaben der venezolanischen Opposition, waren die Worte Obamas Worte „Worte der Wahrheit“.

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  1. 1
    Martin Bauer

    „…stellte er fest, dass kein anderes Land so wie die USA darauf achtet, die Bürgerrechte zu gewährleisten.“
    Das wage ich zu bezweifeln, sonst liefe Maduro nicht frei in den USA rum, um ungestraft sein verlogenes Schandmaul aufzureissen.
    Aber es gibt ja auch in den USA eine ganze Reihe Polithuren. Einer von diesen korupten Typen sprach gerade in einer Versammlung von Chavista-Pack, das sie wohl aus allen Bundesstaaten zusammen gekarrt haben.

  2. 2
    Tinu

    naja, Obama sieht das Problem. Nur nützen wird dies ja auch nicht, es sind ja nur Worte…

  3. 3
    der Reisende

    Alles Super und Toll aber Leopoldo wird sowieso für viele Jahre in den Bau gehen das ist schon lange beschlossene Sache. Ich wiederhole nochmals meine Meinung die einzigen die diesen Herrn rausholen können ist das Volk.
    Und dazu brauchen wir Männer und keine MAMITAS und davon ( MAMITAS ) haben wir leider viel zu viele. Aber man soll die Hoffnung niemals aufgeben, vielleicht wachsen die nächsten 25 Jahre noch gestandene Männer heran.

  4. 4
    Inge Alba

    Naja, dann kann man Obama auch als Mamita bezeichnen.
    Was nutzt es, wenn Leopoldo aus dem Bau kommt? Der labert sich gleich wieder rein. Auch ein Leopoldo hat es nicht begriffen, diese venezolansiche Regierung bekommt man nicht mit friedlichen oder auch unfriedlichen Demos weg, das ist ganz einfach lächerlich. Da muss man schon schwerere Geschütze auffahren, das heisst ganz einfach, bewaffneter Wiederstand, bewaffneter Aufstand. Nur wie will Otto Normalverbraucher an die richtigen Waffen kommen, ohne Ausbildung und ohne Kenntnisse, das ist doch alles schönes Gerede. Man braucht dazu das Militär, ob man will oder nicht, zumindest einen Teil davon, jene die anleiten können, die Willige um sich scharen, die es gewohnt sind Befehle zu geben, eben den ganzen Kram können und machen wollen. Wer hier immer von Mamitas und den unfähigen Venezolanern schreibt, der hat es selbst auch noch nicht ausprobiert, immer hübsch den Ball flach halten, so lange man selbst am heimischen Herd sitzt. Warum soll man sich für eine Chance die 90 zu 10 für einem steht in den Kampf (wilde Demos usw.) werfen? Was fehlt ist eine fähige Opposition und die existiert nicht, das ist ganz einfach, sie fehlt, da ist keiner der die Hosen an hat. Jeder ist ein Einzelkämpfer/in und sieht sich schon als Präsident, sieht den anderen als potenziellen Gegner. Was gefragt ist, ist nicht der einzelne Venezolaner, gefragt sind die wenigen fähigen Köpfe, Unternehmer, jene die immer was zu sagen hatten, die in Vzla. noch vorhanden sind, also die aus der Oberschicht, was machen die? Wo treiben die sich rum? Diejenigen die span., oder franz. oder engl. oder dtsch. oder ital. oder portg. Abstammung sind, die sonst immer ne grosse Klappe hatten, wo sind sie geblieben? Von denen hört und sieht man fast nicht´s, jedenfalls recht wenig und wenn, dann immer noch in einem Ton, dass man meinen könnte sie halten den Maduro für rechtmässig in seinem Amt.

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