Luftangriffe auf „IS“ in Syrien: Ecuador und Brasilien lehnen internationale Offensive ab – Update

Datum: 24. September 2014
Uhrzeit: 15:34 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Während einer Rede vor der UN-Vollversammlung in New York hat US-Präsident Barack Obama die Welt zum geschlossenen Kampf gegen den Terrorismus aufgerufen. Obama ging auf die Bedrohung durch die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) ein und gab bekannt, dass bereits 40 Länder ihre Unterstützung im Kampf gegen den IS angeboten haben. Vor zwei Tagen begann Washington mit Luftangriffen gegen die Terroristen in Syrien. An dem Einsatz waren mindestens vier arabische Staaten beteiligt. Laut der „New York Times“ konzentrieren sich die Luftangriffe auf IS-Stellungen in der nordsyrischen Provinz Rakka, wo die radikalsunnitischen Extremisten eine ihrer Hochburgen haben.

Das linksregierte südamerikanische Land Ecuador hat am Mittwoch (24.) „die Bombenanschläge der Vereinigten Staaten und ihrer arabischen Verbündeten gegen die Dschihad-Gruppe Islamischer Staat in Syrien abgelehnt“ und als „eine Verletzung der syrischen Souveränität“ betrachtet. Die Aktion sei nicht von der Generalversammlung der Vereinten Nationen oder vom Sicherheitsrat genehmigt worden. Deshalb handele es sich laut einer Mitteilung des ecuadorianischen Außenministeriums „um eine Verletzung der Souveränität des syrischen Staates und eine Bedrohung der territorialen Integrität“.

Update 25. September

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hat am Rande ihrer Eröffnungsrede vor der UN-Vollversammlung die militärischen Angriffe gegen die islamische Terrormiliz abgelehnt. Sie würden nach ihrer Meinung keine sofortige Ergebnisse bringen sondern mittel-und langfristig zu schädlichen Folgen für die Länder und der Region führen. Rousseff bezog sich auf die jüngsten Beispiele im Irak, Libyen und den Gaza-Streifen und sprach von einer mangelnden Wirksamkeit dieser Art von Politik.

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  1. 1
    Martin Bauer

    Was soll man von linkem Pack auch anderes erwarten? Sie sind ja selber Protagonisten des Organisierten Verbrechens im Namen einer Ideologie und fürchten deshalb nicht ganz zu Unrecht, dass es ihnen selber auch mal gewaltsam an den Kragen geht. Was nicht ist, kann ja noch werden…!

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