Venezuela: Präsident Maduros Propaganda in der „New York Times“

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Maduro ist sich offensichtlich für nichts nicht zu schade (Foto: renecanovas)
Datum: 29. September 2014
Uhrzeit: 10:12 Uhr
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Ansprache von Nicolás Maduro vor der 69. UN-Vollversammlung in New York hat für Betroffenheit gesorgt. Allerdings nur in den eigenen Reihen, da die Rede des Ex-Busfahrers fast niemand hören wollte, Maduro vor leeren Rängen sprach und die internationale Presse über die wirklich wichtigen Dinge an der Versammlung berichtete. Um international wenigstens ein bisschen Gehör zu erhalten hatte sich das linksgerichtete Regime dazu entschlossen, am Sonntag (28.) eine ganzseitige Anzeige in der „New York Times“ zu schalten. Dort forderte Maduro unter anderem die Neugründung der UN, ein Ende des Handelsembargos gegen Kuba und die Entkolonialisierung von Puerto Rico. Gleichzeitig kündigt er die Spende von fünf Millionen US-Dollar für den Kampf gegen den Ebola-Ausbruch im Kongo an.

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Die Kosten für die Anzeige in der einflussreichen und überregionalen Tageszeitung des „imperialistischen Klassenfeindes“ sind nicht bekannt. Nutzer in den sozialen Netzwerken wiesen darauf hin, dass die Zeitung aus New York City Maduro eine Lehrstunde in Sachen „Medienfreiheit“ erteilte. Nach ihrer Meinung wäre eine solche Anzeige in Venezuela niemals genehmigt worden, der Anzeigenaufgeber wäre zudem vom Geheimdienst wegen Verdacht eines Putschversuches verhaftet worden.

Venezuelas Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski hat die Rede von Präsident Nicolás Maduro kritisiert und als Märchenstunde bezeichnet. Kubas Altkommunist Fidel Castro hatte von Havanna aus den Auftritt des linksgerichteten Staatsoberhauptes als “mutige, brillante Ansprache auf der Höhe des heldenhaften Präsidenten Hugo Chávez”erlebt und soll laut staatlichen Medien sogar “berührt” gewesen sein.

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  1. 1
    VE-GE

    Da sieht man es wieder ! Nur er darf dieses Medium nutzen die venezolanische Buerger zuhause aber nicht – kein Papier ! – Diktatur laesst Gruessen !

  2. 2
    Manuel Bittencourt

    Die Anzeige kostet rund 250.000 Dollar. Ich kann mir nicht vorstellen, dass NYT „Blödhein“ einen Rabatt gewährt hat – im Gegenteil!

  3. 3
    Inge Alba

    Ja, unser amigo kündigt immer sehr viel an, sind nun eigentlich die palästinensischen Kinder schon angekommen? Oder haben die dankend abgelehnt, da die Strecke zu weit zum Schwimmen ist? Da die venezolanische Schüttelair es wohl kaum bis Ramalah schaffen dürfte.
    Jetzt stiftet er 5 Mio. $ den Afrikanern um das Ebola Virus auszurotten, morgen zieht er einen Doktorkittel an und sieht selbst nach dem Rechten. War Chavez schon ein bösartiger Irrer, gesellt sich bei Maduro noch der sporadische Komplex des „Gutmenschen“ hinzu, meistens ist er jedoch böse, dann wenn er seine Macht angegriffen sieht, und dies ist sehr oft der Fall. Ein Psychotherapeut hätte seine wahre Freude an ihm, wäre ein exzellenter Fall für die Wissenschaft.

    • 3.1
      Martin Bauer

      Auch ein Psychotherapeut hätte an Maduro nicht viel Freunde, denn der würde die Rechnungen nicht bezahlen und Haftbefehl gegen den Psychotherapeuten beantragen, sobald er den Befund hört.

  4. 4
    paulo

    dabei hat er sich doch viel muehe gegeben….. und fast alles auswendig gelernt.
    leider war ur das putzpersonal anwesend und die hatten keine uebersetzung.

    eine neue uno fuer frieden wuenscht sich jemand, der friedliche protestanten immer und ueberall niederknueppeln und schiessen laesst.

    einer der in seinem land die hoechsten mordraten hat

    einer der das oelreichste land hat und sein volk fuer ein bisschen mehl stundenlang oft ergebnislos in der sonne schlange stehen laesst.

    einer der alle menschenrecht (grundlage der uno) immer und ueberall mit fuessen tritt?

  5. 5
    paulo

    warum geht maduro nicht als ebola-helfer nach afrika?

    er hat angst!

    warum wuerde er garantiert gesund zurueckkehren? auch ebolaviren haben ihren stolz!

  6. 6
    Herbert Merkelbach

    Dazu kommt noch der Betrag, den seine sämtlichen Mitreisenden für ihren Aufenthalt in NY während der Hauptversammlung gekostet haben. Aber den hat ja die Citgo bezahlt.
    Das ist wahre chavistisch-sozialistische Politik. Wasser predigen und selbst Wein trinken. Nur weiter so.

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