Achse Rio –São Paulo hat die größte Dichte von Streulicht auf der Südhalbkugel

lichtsmog

Luftsmog ist eine Form der Umweltverschmutzung und bezeichnet die Aufhellung des Nachthimmels durch Lichtquellen, deren Licht in den Luftschichten der Erdatmosphäre gestreut wird (Foto: Handout/Internet)
Datum: 03. Oktober 2014
Uhrzeit: 10:17 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
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Lichtverschmutzung beeinflusst bestehende Ökosysteme und kann sich störend auf die Flora und Fauna wirken. So wie verschmutzte Meere, Böden oder Lufträume für viele Spezies nicht mehr bewohnbar sind, so hat auch die Zerstörung der Nacht vielfältige Folgen. Der Luftsmog ist eine Form der Umweltverschmutzung und bezeichnet die Aufhellung des Nachthimmels durch Lichtquellen, deren Licht in den Luftschichten der Erdatmosphäre gestreut wird. Laut einem Bericht der brasilianischen Nichtregierungsorganisation „Corredor Ecológico Vale do Paraíba“ hat die Achse Rio –São Paulo die größte Dichte von Streulicht auf der Südhalbkugel.

„Es ist bekannt, dass Krankheiten wie Schlafstörungen und Depressionen durch Einwirkung von künstlichem Licht verursacht werden. Diese Art von Verschmutzung beeinträchtigt direkt die terrestrischen und marinen Ökosysteme und betrifft alle Arten von Tieren, Pflanzen und Menschen. Eine unter ständiger Photosynthese stehende Flora führt zu einer Verarmung der genetischen Belastbarkeit und Fortpflanzungsfähigkeit der Pflanzen“, erklärt Umweltingenieurin und Mitglied der NGO, Carolina Ferreira Cassiano.

Die größten Verursacher von Lichtverschmutzung sind Großstädte und Industrieanlagen, die die Nacht durch Straßenbeleuchtung, Leuchtreklamen, Videowalls, Flutlichtanlagen und Industriebeleuchtung erhellen. Verantwortlich für dieses nach oben geleitete Licht sind vor allem Beleuchtungsanlagen, die ihr Licht weitgehend ungenutzt zu den Seiten und nach oben abstrahlen (Lichtverluste). Experten schätzen, dass durch eine ineffiziente Beleuchtung in Brasilien 30% bis 60% des emittierten Lichts „verschwendet“ wird. Schätzungen gehen davon aus, dass alleine der zielgerichtete Austausch von älteren Lichtmasten bis zu 40% Energieeinsparung in einigen Städten des größten Landes in Lateinamerika bringen könnte. Unternehmen wie Osram, ein weltweit führendes Unternehmen in der Beleuchtungsindustrie, werden nun nach Lösungen zur Milderung des Problems suchen.

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  1. 1
    Martin Bauer

    Bei der Bewältigung des Problems „Lichtsverschmutzung“ ist Venezuela allen anderen Nationen der Welt weit voraus. Dort schadet man den Strom vorsorglich ab.

    • 1.1
      Herbert Merkelbachq

      Falsch, der Strom schaltet sich wie aus dem Nichts kommend ab. Selbst das Militär, dass alle Energiezentren bewacht, scheint hilflos zu sein. Ich kann mir aber vorstellen, dass die imperialistischen Kräfte in dieser Welt solch eine Macht ausüben, dass die Befehle zum „black out“ aus dem Mysterium heraus folgen.
      Ich bin ein großer Fan der Brüder Grimm. Diese Sprachforscher hatten jedoch einen entscheidenden Vorteil gegenüber den Regierungsvertretern der bolivarianischen Revolution: sie hatten mehr Logik.

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