Freilassung von Leopoldo López in Venezuela: Forderungen der UN zurückgewiesen – Update

lopez

Farce: Keine Beweisführung und keine Zeugen akzeptiert (Foto: Lopez)
Datum: 09. Oktober 2014
Uhrzeit: 06:54 Uhr
Leserecho: 10 Kommentare
Autor: Redaktion
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Laut einer von der venezolanischen Opposition veröffentlichen Meldung hat der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf die sofortige Freilassung des seit rund acht Monaten inhaftierten venezolanischen Oppositionsführer Leopoldo López gefordert. Die Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierungen des Menschenrechtsrates hat die Festnahme von López durch das Regime demnach als willkürlich bezeichnet.

Der am 18. Februar 2014 inhaftierte López musste sich wegen angeblicher Anstachelung zur Gewalt bereits mehrfach vor Gericht verantworten. Der Schauprozess ist allerdings eine Farce. Die Verteidigung von López gab mehrfach bekannt, dass das von Chavistas beherrschte Organ der Rechtsprechung “keine Beweisführung und keine Zeugen” der Verteidigung akzeptieren wird. Während einer Rede im Rahmen der “Clinton Global Initiative” hat US-Präsident Barack Obama López öffentlich verteidigt. Nach seinen Worten werden es die USA nicht respektieren/ignorieren, “dass rund um den Globus tapfere Frauen und Männer verfolgt und sogar getötet werden, weil sie es wagen, ihre Stimmen zu erheben”.

freilassung

Das López ein gerechter Prozess erwartet, scheint unwahrscheinlich. Im Korruptionsindex von “Transparency International” steht Venezuela auf Platz 165 – von 175, was das Ausmaß des Problems andeutet. Eine durch und durch korrupte Justiz urteilt stets zu Gunsten des linksgerichteten Regimes, Milliarden von Dollar verschwinden einfach oder gehen in Form von Ämtern an Günstlinge des chávistischen Apparats. Internationale Experten gehen deshalb davon aus, dass der Richterspruch schon längst feststeht und López die nächsten zehn Jahre hinter Gittern verbringen wird.

Update 11. Oktober

Venezuelas Außenminister Rafael Ramírez hat am Freitag (10.) die Entscheidung der Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierungen zurückgewiesen. Diese soll sich nicht inneren Angelegenheiten des Landes einmischen. „Wir fordern Respekt für unsere souveränen Entscheidungen“, so der Minister.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Gast.

    Also mit den 10.Jahren das wird nix,die roten Verbrecher halten höchstens noch 1.Jahr
    durch ma i mennos.
    Langsam rührt sich was ganz zart um das Geschwür am Arsch von Kuba zu eliminieren.

  2. 2
    babunda

    wenn mal die zwei castro brüder weg sind wird sich auch viel andern.

  3. 3
    Inge Alba

    Na das mit den 10 Jahren hat man auch bei anderen Diktaturen gesagt und zum Grossteil bestehen sie noch heute. Fragen wir mal die damas de blanco in Cuba.
    Es ist schön, wenn sich nun endlich auch mal die UNO geäussert hat, aber vergessen wir eines nicht, die Freunde des Sozialismus des 21. Jahundert sitzen nicht nur in Vzla., nein, sie haben an Boden gewonnen, mal die Landkarte von Südamerika ansehen, da sieht man wie es immer röter wird auf diesem Kontinent.

  4. 4
    paulo

    das schlimmste ist aber, dass sich das venezolanische volk die ganzen schlamassel der chavistas erduldet und zu faul ist den finger aus dem arsch zu ziehen und diese schweinebande zu vertreiben.

  5. 5
    Inge Alba

    Was soll sich der Normalvenezolaner den Finger aus was ziehen? Sorry, aber warum sagt man immer der Normalvenezolaner soll……., versteckt es sich so super hinter dem „kleinen Mann“ oder was? Betrachten wir es doch einfach mal so, 60% sind gegen Maduro 20% sind für Maduro und der Rest der hat sich ins Ausland abgesetzt und hält die Klappe. Von den 60% sind schon einige im Gefängnis verschwunden, sind schon einige mundtot gemacht, sind schon einige Opfer von fiesen Erpressungen. Dazu haben verständlicherweise sehr wenige Menschen den Mut und eine Meinung dazu. Regt sich einer hier im Forum noch auf? Spricht noch einer von den zahllosen Verhafteten? Wenn, dann hört man von L.Lopez und von den Bürgermeistern auch mal noch ab und an. Von den inhaftierten Studenten und Normalbürgern spricht keine SAU. Also, bitte, warum soll der Normalvenezolaner sich immer die Finger verbrennen? Denn von ihm würde man so oder so nicht sprechen, er wäre ein Kollateralschaden. Also, was tun? Ganz einfach, viele Venezolaner haben die Meinung man muss die Sache aussitzen, das geht besser mit einer Flasche Bier, richtig, muss ich ihm Recht geben. Das machen u.u. gesagt auch wahnsinnig viele Residenten, die Sache aussitzen .

  6. 6
    Der Bettler

    Ja,stimmt genau !!

  7. 7
    Caramba

    Da wünsch ich euch viel Glück. Kann man nur hoffen, dass das nicht in die Hosen geht – wenn es mal wirklich um´s täglich Brot geht, werden Gringos, die mit illegalen Dollars immer noch einigermassen leben, bestimmt nicht zur beliebtesten Volksgruppe gehören……
    Ich meins ehrlich, ich wünsch euch Glück. Ich würde langsam einen Flug suchen……
    slds

    • 7.1
      der Reisende,

      FLug suchen ist einguter Ratschlag aber keine Lösung ! Meine Gedanken gehen dahin las mal 1 Million Menschen in Richtung Präsidenten Palast marschieren um diesen Busfahrer rauszuholen mal schauen was dann passiert. Da s Militär kann nicht 1Million Menschen auf einmal umlegen gehen vielleicht 500 Leben verloren ! Aber für eine gute Sache. Kann sein das dann die Augen der Welt auf Venezuela gerichtet sind.Wiele Menschen verlieren hier in einem Jahr ihr Leben für ein Telefon ?? Ich weiß dieser Gedanke ist hart und Prutal aber ich sehe leider keine andere Alternative. Las morgen wieder Wahlen sein die wird die Opposition wieder verlieren und immer immer wieder verlieren.
      Darum hilft nur noch ein Sturm auf die Burg mit allen Konsequenzen.

      • 7.1.1
        Caramba

        Sicher, bin ich ganz deiner Meinung. Aber wer soll das organisieren? Du als Gringo? Selbst wenn Dir das gelingt, bezweifle ich, dass Dir am Ende dafür gedankt wird……ist doch nur Material um wieder „ausländische Verschwörung“ zu schreien!
        Und wenn Du warten willst, bis der Leidensdruck für Deine vzla Mitbürger gross genug ist….naja, ich weiss nicht, ich glaube, BIS der gross genug ist, wird es noch sehr viel, hm, unangenehmer im Land. Sh. Kommentar oben…….
        Also ich würde „Flug suchen“ oder „Schiff suchen“ mal als Plan B im Hinterkopf behalten. „Schiff“ kann übrigens auch eine kleine Segelyacht in Puerto la Cruz, Porlamar oder der Marina v. Caracas sein – da soll es noch ausländische Skipper geben, einer davon macht bestimmt auch Charter. Und man könnte mehr als 20kg in Sicherheit bringen……
        Mögliche Ziele sind die ABC´s oder auch Trinidad, Grenada, Martinique – je nach Startort und Yacht.
        Solltest Du diesbezüglich mehr Info brauchen, meld dich…..
        Slds
        dd

  8. 8
    marvin Scott

    Mad Uro und Co. machen sich vor der Welt lächerlich, weil sie die Hosen voll haben vor einem freien Leopoldo.

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