Venezuela: Preis für Rohöl sinkt in einer Woche um 5 US-Dollar

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"Linke" Traumwelten besitzen nicht den Charakter des Realen (Foto: Handout/Internet)
Datum: 17. Oktober 2014
Uhrzeit: 15:29 Uhr
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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Trotz der Kriege im Nahen Osten und der Ukraine sinkt der Ölpreis seit Monaten. Diese Woche setzte sich der Abwärtstrend weiter fort. Nach Angaben des venezolanischen Ministeriums für Erdöl und Bergbau lag der Preis für ein Barrel (159 Liter) am Freitag (17.) bei 77,65 US-Dollar – 5,07 Dollar weniger als vor einer Woche. Venezuelas Präsident Maduro gab am Mittwoch (15.) während einer im staatlichen Radio und TV übertragenen Rede bekannt, dass der Ölpreis “auch wieder steigen” werde.

Normalerweise müsste sich das linksgerichtete Regime um Ex-Busfahrer Maduro keine Gedanken über den aktuellen Ölpreis machen. Die „Experten“ aus dem Miraflores hatten sich am 11.Dezember wie gewohnt ohne Unterstützung des Oppositionsblocks den Gesetzentwurf für den Haushalt 2014 genehmigen lassen. Dieser liegt bei 552,632 Milliarden Bolivar (ca. 87,719 Milliarden US-Dollar) und legt einen sehr niedrigen und unrealistischen Ölpreis von 60 USD/Barrel) zugrunde. Ebenfalls ging das Regime bei seiner „Planung“ für das Jahr 2014 von einem Wirtschaftswachstum von 4 bis 6 Prozent und einer Inflationsrate von 26 bis 28 Prozent aus.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    VE-GE

    Ist doch schoen wenn man noch Traeume hat…..hoffe aber das es sich bald ausgetraeumt hat den der Oelpreis wird nicht so schnell wieder steigen. Die Oelscheichs betreiben **Marktanteile sichern*

  2. 2
    Der Bettler

    Wirtschaftswachstum von 4-6 % Inflation von 26-28 % Sagt mal wo leben diese Idioten überhaupt.Auch diesen Armleuchtern muß klar sein daß die Inflation über 60 % beträgt und noch lange nicht das Ende ist.Und ein Wirtschaftswachstum gleich null ist.Wem wollen diese Ars….. das bitte erzählen ?So verblödet kann doch kein ganzes Volk sein diesen Schwachsinn zu glauben.

    • 2.1
      VE-GE

      Ich glaube das der normale Venezolano ganz genau weiss was sache ist. Immerhin bekommen sie ganz genau mit das heute das Brot 100bsf gekostet hat und letzte Woche noch 80bsf. So bloed sind nun auch nicht, nur sie wissen halt nicht was tun dagegen! Da kann der Kolumbianer sagen was er will die mehrheit glaubt ihm schon lange nicht mehr.

    • 2.2
      der Reisende

      Doch dieses mit Hirnflation belegtes Volk gibt es leider sonst wären wir nicht da wo wir heute sind.

  3. 3
    Marvin Scott

    Analysten sagen heute einen Preis von demnächst unter 50 $ voraus (Deutschlandfunk). Dann ist fertig mit dem Goldesel Oel, dann müsste Vzl wieder arbeiten statt Oel saugen. Aber wo? In den verstaatlichten Industrie-Ruinen? In den Unternehmen ohne Dollars? Tourismus im gangsterverseuchten Land? Was macht der mit allen Vollmachten ausgerüstete Präsident und seine Clique? Ja, sie basteln weiter am Allerwichtigsten, an der Revolution unter der kundigen Leitung aus Kuba.

  4. 4
    Herbert Merkelbach

    Mir ist es unbegreiflich, woher ein Maduro für 2014 einen Wirtschaftswachstum für Venezuela vorhersagt. Namhafte Ökonomen skizzieren einen Rückgang des BIP von -1 bis -5% für 2014, das in Abhängigkeit des Veröffentlichenden. Venezuela steckt in einer Rezession. Es ist mir auch unbegreiflich, dass die BCV seit Anfang 2014 keine Angaben über das BIP mehr macht. Unvorstellbar in der EU, dem Euro-Raum und in Nordamerika. Auf Seiten der Chavisten wird einmal mehr die Trickkiste hervorgebracht.
    In Bezug auf die Inflationsrate schenke ich den Angaben der BCV keinen Glauben. Auch hier hat sich das chavistische Regime seiner bekannten Manipulationen, Lügen, Verschleierungen, Kaschierungen der Verbraucherpreise und deren Ermittlung für die Inflationsrate bedient.
    Weit mehr Sorgen werden die fallenden Ölpreise, sei es das Brent, das WTI oder die Opec-Referenz machen. Die Kardinalfrage stellt sich: wie lange bleiben die Ölpreise auf dem jetzigen Niveau. In der Hinsicht gibt es verschiedene Aussagen von Ökonomen und Instituten, die einen Ölpreis für Venezuela zwischen US$ 110 bis 121,- als Eckpfeiler für den venezolanischen Staat bezüglich der notwendigen Einkünfte für die Projekte in VE benennen.
    Saudi Arabien hatte vor mehr als 10 Jahren den Fehler begangen und im Falle sinkender Ölpreise seine Produktion reduziert. Das Resultat war ein Verlust an Marktanteilen. Diesen Fehler wollen die Saudis, nebenbei die Kuwaitis, nicht mehr begehen. Also wird die Produktion nicht gedrosselt, sondern erhöht. Es hat nämlich lange gedauert, bis Saudi Arabien zu seinen alten Marktanteilen zurückfang.
    Schlecht für Venezuela als auch für die Russische Föderation, die aus den Energieexporten ca. 40% ihres BIP bestreitet.
    Die sinkenden Ölpreise werfen ein weiteres Problem auf. Die Schieferölproduktion in den USA benötigt einen Preis um die US$ 70,- um profitable zu sein. Wie wird sich die Gestaltung der „shale oil“-Produktion mit einem sich noch weiteren Preisrückgang vereinbaren? Wollen die Saudis die Schmerzgrenze dieser Ölproduktion austesten? Dem widerspricht ein Artikel in der New York Times, der von einer Konspiration der USA und Saudi Arabien mit dem Ziel niedriger Ölpreise spricht.
    Ich halte nichts von diesen Theorien. Sollte sich der WTI-Ölpreis wirklich bei ca. US$ 70,- pro Fass einpendelt, dann werden wahrscheinlich eine Ölfirmen aus der Produktion von Schieferöl aussteigen. Das könnte das Überangebot an Rohöl verringern und höhere Preise hervorrufen. Es ist und bleibt aber eine Tatsache, dass sich Unternehmen, die sich in einem Wirtschaftszweig etabliert haben bestrebt sind, rationell und effizient zu arbeiten. Man wird wahrscheinlich Sparmaßnahmen ergreifen, andererseits bleibt die Entwicklung in der Schieferölproduktion nicht stehen. Es werden Verbesserungen in der Produktion geben. Wer hätte vor 15 Jahren gedacht, dass man Erdöl auch in horizontaler Produktionsweise aus der Erde hervorbringt?
    Mein Fazit: für eine geraume Zeit sieht die preisliche Situation für Venezuela nicht sehr rosig aus. Was wird Maduro unternehmen? Abwerten, damit die Importe noch teurer werden, der venez. Staat aber mit jedem US$ mehr BF erhält? Lässt er die Notenpresse weiter arbeiten, wie bisher? Das wird die Inflation noch mehr anheizen.
    Einem Menschen wie Maduro, dessen Intellekt diesen Herausforderungen nicht gewachsen ist, sind die wirtschaftlichen Probleme, die Venezuela plagen, über den Kopf gewachsen bzw. sie werden noch verschärft werden. Er und seine kubanischen Berater werden im marxistisch-leninistischen Wirtschaftslexikon keine geeignete Lösung finden, meine Meinung.

    • 4.1
      VE-GE

      Ich bin da ganz Ihrer Meinung!
      Saudi Arabien wollen Ihren Marktanteil sichern und koennen gut einige Monate mit einem Preis von +/-$70 Dollar leben. Ihren Kassen sind voll daher ist es kein allzu grosses problem fuer die Saudis. Probleme wird es fuer Venezuela geben und zwar ganz gewaltige und das wird jetzt auch mal Zeit. Dieser Kolumbianer wird nie das Feld freiwillig raeumen wenn aber die Dollars ausbleiben besteht die Chance das man Ihn rauswirft mit samt seinem roten Pack!

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