Lateinamerika – Karibik: Ausländische Direktinvestitionen gesunken

Datum: 26. Oktober 2014
Uhrzeit: 11:38 Uhr
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Autor: Redaktion
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Im vergangenen Jahr haben die ausländischen Direktinvestitionen in Lateinamerika und der Karibik die Rekordsumme von 180,977 Milliarden US-Dollar erreicht. Im ersten Halbjahr 2014 sind die Kapitalanlagen jedoch um 23 Prozent im Vergleich zum Zeitraum des Vorjahres gesunken und summierten sich laut einem aktuellen Bericht der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (Cepal) auf 84,071 Milliarden US-Dollar. Weltweit sind die ausländischen Direktinvestitionen allerdings um zehn Prozent gestiegen, vor allem durch Investitionen von Seiten der Industrieländer.

Im vergangenen Jahr war vor allem das Wachstum der Anlageinvestitionen in der Region für 13% der ausländischen Direktinvestitionen verantwortlich. Dies beruhte laut Cepal auf die Erhöhung der Binnennachfrage und die hohen Preise für Exportgüter. Aufgrund des Rückgangs bei den Metallpreisen gingen in diesem Jahr die Investitionen im Bergbau deutlich zurück. Der Bericht des Ausschusses belegt, dass vor allem in Venezuela, Mexiko und El Salvador die langfristige Bindung finanzieller Mittel aus dem Ausland zurückgegangen sind.

Demnach fielen die ausländischen Investitionen in Venezuela in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um 54% auf 1,761 Milliarden Dollar, in Peru um 18% auf 4,68 Milliarden. In Costa Rica wurde ein Rückgang von 21% registriert, in El Salvador 67%. In Mexiko betrugen die Investitionen 9,733 Milliarden US-Dollar – ein Rückgang um 66% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Chile verzeichnet einen Rückgang von 16% und bestätigt den Abwärtstrend, der bereits im Jahr 2013 begann. In Argentinien beliefen sich die Investitionen auf 4.289 Milliarden Dollar, 20% weniger als im Vorjahr.

In Brasilien wurde eine Steigerung von 8% verzeichnet, positive Zahlen werden ebenfalls aus Uruguay (9%), Kolumbien (10%), Panama (26%), Dominikanische Republik (20%) und Guatemala (3%) gemeldet.

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