Sozialistische Misswirtschaft in Venezuela: Sechs von zehn Heilmittel nicht erhältlich

medikamente

Mangel an Medikamenten liegt in der Hauptstadt Caracas bei rund 60 Prozent (Foto: Twitter)
Datum: 26. Oktober 2014
Uhrzeit: 16:32 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Eine verheerende Kombination aus Marktwirtschaft ohne Markt und Planwirtschaft ohne Plan: Knapp zwanzig Monate nach dem Tod des „bolivarischen Führers“ wird immer deutlicher, wie desaströs Hugo Chávez’ wirtschaftliches Erbe ist. Das Scheitern des “Sozialismus des 21. Jahrhunderts” wird immer offensichtlicher, von der Misswirtschaft und dem Unvermögen der aktuellen Regierung bleibt kein Wirtschaftszweig verschont. Nach Angaben des Apothekerverbandes “Federación Farmacéutica de Venezuela” (Fefarven) liegt der Mangel an Medikamenten in der Hauptstadt Caracas bei rund 60 Prozent. Das bedeutet, dass sechs von zehn Heilmittel nicht erhältlich sind. Im Landesinneren beträgt der Mangel bis zu 70 Prozent.

„Wir sprechen hier nicht nur über den Mangel an Medikamenten. Es gibt im ganzen Gesundheitssektor ein Problem, welches sowohl Diagnose und auch die Behandlung betrifft. Wir haben bereits Probleme mit medizinischen Hilfsgütern wie Reagenzien in den Labors, Gaze/Mull und Einwegspritzen“, erklärt Freddy Ceballos, Präsident der Fefarven. Nach seinen Worten fehlen ebenfalls Medikamente zur Behandlung des zentralen Nervensystems, der Schilddrüse, Blutdruck und Blutzucker. „Das Problem ist sehr ernst, und hat sich in den letzten Wochen weiter verschärft. Die Situation ist heikel, weil selbst dann, wenn ein bestimmtes Produkt der sogenannten Mangelware auf den Markt zurückkommt, schnell erschöpft ist. Dadurch entsteht ein Teufelskreis, der nur sehr schwer zu verlassen ist“, fügt er hinzu.

Cabellos gerät in Rage, wenn er die Ausreden des linksgerichteten Regimes hört. „Die Versorgung in Venezuela war noch nie perfekt, lag in der Vergangenheit bei 15, 20 oder 28 Prozent und stieg in den letzten zwei Jahren auf 40 Prozent. Das Gerede über US-Verschwörungen und Bourgeoisie (abschätzig genutzter Begriff zur Bezeichnung der gehobenen sozialen Klasse der Gesellschaft) haben damit nichts zu tun. Die Ursachen der Probleme liegen in der öffentlichen Politik der letzten 15 Jahre. Diese wurde von Hugo Chávez implementiert und von Maduro fortgesetzt. Wir haben einfach keine Devisen und die Produzenten haben verbindliche Richtlinien – der Mangel/Misere ist vorprogrammiert. Diese Regierung hat keine wirksamen Maßnahmen, um die lokale Industrie zu fördern. Die unvermeidliche Folge war und ist der weit verbreitete Mangel in der Wirtschaft. In unserem Land fehlt es nicht nur an Medikamente, sondern auch an Lebensmitteln, Körperpflegeprodukten und anderem“.

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  1. 1
    babunda

    leute der staat ist mehr wie pleite, mehr schulden wie devisen, wie soll er dann medikamente kaufen, der ölpreis fällt ständig damit auch die einnahmen, es wird bald der bürgerkrieg ausbrechen.

    • 1.1
      der Reisende,

      Das hier Bürgerkrieg ausbricht musst du denen erst den Alkohol wegnehmen.

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