Immer mehr Vikunjas fallen in Peru Wilderern zum Opfer

vikunjas

Datum: 11. April 2010
Uhrzeit: 10:28 Uhr
Ressorts: Natur & Umwelt, Peru
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Wolle der Vikunjas gilt als die beste der Welt. Wer einen Schal oder Pullover aus gewebter Vikunjawolle besitzen möchte, muss tief in den Geldbeutel greifen. Für Wilddiebe ist das erlegen einen Vikunjas, das zur Familie der Kamele zählt, ein lohnendes Geschäft. In den vergangenen vier Jahren wurden in den zentralperuanischen Anden 2.092 Vikunjas gewildert.

Während es zur Zeit der Inka etwa 1.5 Millionen Vikunjas in den Anden gegeben hatte, ist ihre Zahl bis 1965 auf 6.000 zurückgegangen. Seitdem haben Schutzmaßnahmen aber zu einer rasanten Erholung der Bestände geführt, so dass es heute wieder etwa 140.000 Vikunjas in Peru gibt. Allerdings werden seit den vergangenen Jahren in Peru immer mehr Vikunjas gewildert. Im Jahr 2006 wurden 506 Vikunjas gewildert, im Jahr 2007 waren es 451, 2008 töteten Wilderer 535 Tiere und im Jahre 2009 mehr als 600. Alleine in dieser Woche wurden etwa 150 Vikunja getötet.

Verbreitet ist das Vikunja in den Hochanden Ecuadors, Perus, Boliviens, Argentiniens und Chiles. Es kommt hier in Höhen zwischen 3.500 und 5.500 Metern vor, steht eigentlich unter Schutz und darf nicht gejagt werden. Die Wolle der Vikunjas gilt als die seltenste und teuerste der Welt. Ein Kilogramm Vikunja-Haar bringt auf dem heimischen Markt umgerechnet 600 Euro und international sogar rund 3000 Euro. Das wird den Tieren, deren Fell wesentlich feiner und dichter ist als das verwandter Arten, zum Verhängnis.

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