Kolumbien: Nichtbergbauexporte nach EU-Handelsabkommen um 11% gestiegen

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Niederlande, Belgien, Großbritannien, Italien, Deutschland und Spanien sind die wichtigsten Ziele der kolumbianischen Exporte (Foto: Archiv)
Datum: 03. November 2014
Uhrzeit: 12:30 Uhr
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Autor: Redaktion
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Am 1. August 2013 sind die Handelsschranken zwischen der Europäischen Union und Kolumbien gefallen. Nach Inkrafttreten des umfassenden Freihandelsabkommen mit dem südamerikanischen Land wurden Exporte aus der EU von Zolltarifen befreit, was bei europäischen Unternehmen zu jährlichen Einsparungen von mehr als 500 Millionen Euro führen wird. Laut „Proexport“, der zuständigen nationalen Organisation für die Förderung nicht traditioneller Exporte, des Tourismusbereichs und ausländische Investitionen in Kolumbien, sind die Exporte aus der Republik im nördlichen Teil von Südamerika seit dem Inkrafttreten des Handelsabkommens um 10,9% gestiegen.

Nach Angaben von María Claudia Lacouture, Präsidentin von Proexport, betrug der Anstieg der Ausfuhren von August 2013 bis August dieses Jahres 161 Millionen US-Dollar (Gesamtausfuhren liegen bei 1,639 Milliarden Dollar). Demnach waren die Niederlande, Belgien, Großbritannien, Italien, Deutschland und Spanien die wichtigsten Ziele der kolumbianischen Exporte.

Das größte Wachstum nach Inkrafttreten des Handelsabkommens verzeichnete die Agrarindustrie – dank des Verkaufs von Produkten wie Zucker und Melasse im Gesamtvolumen von 135,9 Millionen Dollar an Käufer aus Italien und Holland. „Die Departments Antioquia, Santander, Risaralda, Cundinamarca und Valle del Cauca konnten ihr großes Potenzial an Süßstoffen in europäische Länder exportieren“, erklärte Lacouture.

Ebenfalls konnte der Bekleidungssektor durch erhöhte Ausfuhren von Lederwaren nach Großbritannien seinen Umsatz um 22% erhöhen, während pharmazeutische Produkte einen Anstieg von 1,7% verzeichneten (Hauptsächlich durch Destinationen wie Deutschland und Belgien).

Die EU ist Kolumbiens drittgrößte Quelle für Importe. Bei den Einfuhren aus der EU handelt es sich überwiegend um Maschinen und Fahrzeuge. Gleichzeitig stellt Kolumbien den zweitgrößten Ausfuhrmarkt der EU dar. Die Nachfrage in der EU nach kolumbianischen Produkten betrifft überwiegend die Bereiche Landwirtschaft, Kraftstoffe und Bergbau. Das Handelsabkommen soll es Kolumbien ermöglichen, seine Ausfuhren in die EU nicht nur in den Wirtschaftszweigen Landwirtschaft und Fischerei, sondern auch im Bereich der kolumbianischen gewerblichen Waren zu diversifizieren. Der Handel zwischen der EU und Kolumbien ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen; sein Volumen erreichte 2012 mehr als 14 Milliarden Euro (inkl. Bergbau). Die EU gehört außerdem nach wie vor zu den wichtigsten Investoren im Nachbarland von Venezuela.

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