Venezuela kündigt Erhöhung der Währungsreserven an

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Präsident Maduro gibt Erhöhung der Währungsreserven bekannt (Foto: AVN)
Datum: 19. November 2014
Uhrzeit: 09:30 Uhr
Leserecho: 8 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Regierung von Venezuela wird ihre Währungsreserven um rund vier Milliarden US-Dollar erhöhen. Dies gab Präsident Nicolás Maduro am Dienstag (18.) in einer im staatlichen Sender „Venezolana de Televisión“ übertragenen Rede bekannt. Währungsreserven sind die von einer Noten- oder Zentralbank auf der Aktivseite in ausländischer Währung, Edelmetallen, Sonderziehungsrechten und Reservepositionen im Internationalen Währungsfonds gehaltenen Mittel zu Devisenmarktinterventionen und zur Finanzierung von Außenhandelsdefiziten.

Venezuela, das einen Großteil seiner Währungsreserven zur Stützung der Währung verpulvert hat, steht mit dem Rücken zur Wand. Die Währungsreserven haben den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre erreicht. „Wir werden vier Milliarden US-Dollar aus dem gemeinsamen Fonds China-Venezuela übertragen und damit unsere Währungsreserven aufstocken“, so Maduro. Bereits im Jahr 2007 hatten die damaligen Präsidenten Hugo Chávez und Hu Jintao den Fonds China-Venezuela mit einer Einlage von zunächst sechs Milliarden US-Dollar geschaffen, von denen vier Milliarden von der China Development Bank und zwei Milliarden vom Nationalen Entwicklungsfonds Venezuelas bereitgestellt wurden.

Nach den Worten Maduros wird Finanzminister Rodolfo Marco Torres nach China reisen, um neue „Finanzierungsmodelle“ zu diskutieren. Weitere Einzelheiten gab er nicht bekannt. China hat Venezuela bereits mehr als 45 Milliarden US-Dollar durch verschiedene Finanzierungsmechanismen „ausgeliehen“, die Ölreserven des Landes sind auf Jahre hinaus verpfändet.

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  1. 1
    Venezuela

    er kann das Geld hin und herschieben; fehlen tut es am Ende doch

    vielleicht müssen wir uns langsam mit dem Thema „weitere Fremdsprache erlernen“ beschäftigen

  2. 2
    Guillermo

    Maduro und seine Theater Kumparsen gehen vor wie sie es gewohnt sind seit ihre Kindheit: Wird irgendwas knapp, geht man zum „vecino“ also Nachbar und leiht sich das aus um aus der Klemme zu kommen. Professionell ist es nicht gerade , erst recht nicht als Staat, aber üblich. Aber das Desaster ist so vorprogrammiert und dann waren es die Anderen. Schlimmer geht es nicht.Politiker sind nie Heilige oder Fachleute, aber diese sind Verbrecher und Diletanten!

  3. 3
    VE-GE

    Jetzt geht man wieder zum Betteln…………

  4. 4
    Inge Alba

    Traurig aber wahr was Guillermo sagt, ist leider so. Das Geld der nächsten Generationen verpulvern und nicht s dafür erschaffen ist sehr traurig, aber er kann es ja machen, die Leute verstehen sehr wenig oder überhaupt nicht was er da macht, sie vertrauen ihm noch immer, leider.
    Wer, wie oder was sollte ihn und seine Schergen an seinem Diletantentum hindern? Die Einen interessiert es nicht, den Anderen kommt es gerade recht. Der Westen ist anderweitig beschäftigt und der Osten freut sich, so werden Machtverhältnisse unbemerkt dauerhaft in eine Richtung verschoben. Da kann man nur froh sein, wenn man sagen kann, nun ja, das alles muss ich nicht ausbaden, da liege ich schon lange in der Kiste. Die nächsten Generationen werden es deutlich schwerer haben und in einer nicht lebenswerten Welt leben müssen, wenn sie auf diesem Kontinent geboren werden.

  5. 5
    Jens

    Die Chinesen sind keine “ Vecinos“ , sondern knallharte Geschäftsleute. VZ nähert sich dem finalen Staatsbankrott. Maduro versucht nur seinen Arsch zu retten.

  6. 6
    Caramba

    China und Putin werden Vzla nicht total absaufen lassen – aber das wird seinen Preis haben. Und den werden die Venezolanos bezahlen, so oder so…..
    @Venezuela: Ja, gute Idee! 2, am Besten…Russisch und Chinesisch.

  7. 7
    Marvin Scott

    Jens hat Recht, Staatsbankrott. Würde der Opposition anraten, die Finger vom Regieren zu lassen. Aus den chinesischen Handschellen ist kein Entrinnen mehr.

  8. 8
    babunda

    die paar devisenreserven die vene hat, sind schon lange keine mehr. die schuldenberge wachsen ständig an und die einnahmen sinken rapide.

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