Abgeordneter der venezolanischen Nationalversammlung: „Zionisten waren wichtigste Geldgeber Hitlers“

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Adel El Zabaya, Abgeordneter der venezolanischen Nationalversammlung (Foto: Screenshot TV)
Datum: 28. November 2014
Uhrzeit: 18:39 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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Eine lateinamerikanische jüdische Gruppe hat die Amtsenthebung eines venezolanischen Abgeordneten der Nationalversammlung gefordert. Demnach hat Adel El Zabaya in einem Interview “die Zionisten” als wichtigsten Geldgeber Hitlers bezeichnet. Auf einem Clip aus dem arabischen Fernsehen (14. November), übersetzt und zur Verfügung gestellt von Memri TV (Middle East Media Research Institute), gibt das Mitglied des venezolanischen Parlaments noch weitere „Weisheiten“ zum Besten.

„Um zu verstehen, was heute im Nahen Osten und in der Welt geschieht, müssen wir die ursprüngliche zionistische Verschwörung während des Ersten und Zweiten Weltkriegs untersuchen. Wenn wir uns damit befassen, wer Hitler vor dem Zweiten Weltkrieg finanzierte, werden wir sehen, dass seine wichtigsten Finanziers die Zionisten waren – die Bush-Familie, in der Tat. Die Familie Bush machte ein Vermögen als Ergebnis dessen, was im Zweiten Weltkrieg passiert ist. Wenn man die Geschichte der Ermordung der Juden in Europa studiert wird man feststellen, dass Hitler nur die Juden töten ließ, die fortschrittlichen Organisationen angehörten. Sie werden in diesen Listen nicht einen Vertreter des globalen Zionismus entdecken. Im Jahr 1934 pressten sie sogar eine Münze, welche die Freundschaft zwischen Zionismus und deutschen Nationalsozialismus bekundete“, so das Mitglied des Ständigen Ausschusses für Verteidigung und Sicherheit der Nationalversammlung.

In einen Brief an Elias Castillo, Präsident des Lateinamerikanischen Parlaments, forderten Dr. Shimon Samuels, Direktor für internationale Beziehungen des Simon Wiesenthal Center und Sergio Widder, Direktor des Zentrums für Lateinamerika, dass Lateinamerikanische Parlament dazu auf, die Nationalversammlung Venezuelas anzurufen, um El Zabayar seiner Immunität zu entheben und ihn aus der nationalen Politik zu entfernen. Dies aus Gründen der Hetze und der Gefährdung der Sicherheit von Venezuelas jüdischer Gemeinde.

Samuels betonte, dass El Zabayar die altbekannte Nazi Taktik der großen Lüge und Verschwörungstheorien verwende, um dadurch Hass zu schüren. Deshalb sei er eine Schande für alle Parlamentarier. Zudem belege das Verhalten von El Zabayar, wie weit der Dschihad und antisemitische Rhetorik in Venezuela zum Mainstream geworden sei – mit einem Potenzial für die Verbreitung in ganz Lateinamerika.

Zabayar, syrischer Herkunft, machte bereits im August 2013 auf sich aufmerksam. Damals gab er bekannt, dass er sich den syrischen Widerstands-Brigaden anschließen wolle, um sein von Diktator und Menschenschlächter Bashar al-Assad regiertes Heimatland gegen „eine mögliche Invasion der Vereinigten Staaten“ zu verteidigen.

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  1. 1
    fideldödeldumm

    Dr. Shimon Samuels kennt wohl nicht das venezolanische Parlament. Sonst wüsste er, dass dort eine Menge Personen sitzen, die eine Schande für alle demokratischen Parlamentarier sind.

  2. 2
    Martin Bauer

    Die in Venezuela lebenden Menschen syrischer und libanesischer Abstammung sind in ihrer überwiegenden Mehrheit eine Bereicherung für das Land, in jeder Hinsicht. Allerdings haben sie auch eine beträchtliche Anzahl von Verbrechern der aller übelsten Sorte hervorgebracht, wie Zabayar, der Gouverneur von Aragua und viele mehr. Die sollte man per Flugzeug in ihr Ursprungsland zurückschicken. Aber man sollte nicht unbedingt dort landen, sondern sie in 10.000m Höhe aussteigen lassen.

    • 2.1
      Silvia W

      Ohne Fallschirm,versteht sich….

      • 2.1.1
        Martin Bauer

        Man kann ihnen schon einen mitgeben, nur aufgehen darf er nicht.

      • 2.1.2
        Silvia W

        Man koennte ihnen auch Fallschirme mitgeben, jeweils halb geschmueckt mit der amerikanischen und der israelischen Flagge….

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