Venezuela: Unternehmervereinigung weist auf Tatsachen und Propaganda hin

roig

Jorge Roig (Mitte), Präsident der Fedecámaras (Foto: Notitarde)
Datum: 30. November 2014
Uhrzeit: 13:31 Uhr
Leserecho: 11 Kommentare
Autor: Redaktion
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Laut Angaben von Präsident Nicolás Maduro verfügt Venezuela trotz Rückgangs der Ölpreise über ausreichend finanzielle Mittel, um soziale und wirtschaftliche Investitionen sicherzustellen. Das Staatsoberhaupt versicherte, dass es beim Bildungs- und Gesundheitsprogrammen keine Kürzungen geben werde. Dem widersprach Jorge Roig, Präsident der Unternehmervereinigung Fedecámaras. Roig forderte das Regime auf, realistisch zu sein und wies darauf hin, dass nicht die Regierung sondern Marktgesetze wie Angebot und Nachfrage die Preise für Waren und Dienstleistungen bestimmen.

„Selbstverständlich haben die fallenden Ölpreise schwerwiegende Folgen für die Volkswirtschaft und insbesondere für die Sozialprogramme der Regierung. Im Miraflores sollten sie sich vor Augen führen, dass Gesetze wie Angebot und Nachfrage oft wichtiger sind als Öl-Diplomatie. Derzeit gibt es weltweit eine Überproduktion von Öl und es ist nur natürlich und logisch, dass die Preise fallen“, so der Präsident des wichtigsten venezolanischen Arbeitgeberverbandes während seiner Teilnahme an der 47. Jahresversammlung der Industrie- und Handelskammer.

Nach seinen Worten wird die aktuelle Situation dazu führen, dass der private Sektor weiter geschwächt werde. „Die Realität ist ganz einfach – noch weniger US-Dollar (Devisen) für dringend benötigte Importe. Deshalb laufen bei uns (Fedecámaras) bereits Szenarien, die auf eine weitere Verringerung der Devisenzuteilung nächsten Jahres im Vergleich zu 2014 hinlaufen. Im laufenden Jahr gibt es bereits einen Rückgang von 25% bei der Zuteilung von US-Dollar an den privaten Sektor der Wirtschaft“.

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  1. 1
    Manuel Ritter

    Ein weltweites Problem der Linken: Wahrheit verdrehen und an der Realität vorbei leben. Traurige Vollkoffer.

  2. 2
    Caramba

    Alles nur faschistische Propaganda…..Venezuela und der bolivarianischen Revolution geht es besser denn je! Und damit basta…..
    /Sarkasmus Off

  3. 3
    Romero Nerio

    Lest diesen Artikel und ihr wisst, was weltweit von dem linken Pack zu halten ist.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article134866947/Das-undurchsichtige-Stasi-Geflecht-der-Linken.html

    Am Rande erwähnt: Die in Deutlschland bloggenden Wohnzimmerjournalisten werden auch von dieser SED Partei finanziert.

    • 3.1
      Herbert Merkelbach

      Das Parteivermögen der SED ist seit 1990 verschwunden und nirgendwo aufgetaucht.
      Wenn es nach mir gegangen wäre, dann hätten 80% der MfS-Mitarbeiter Bekanntschaft mit dem Scharfrichter gemacht, ebenso die gesamte Riege des Politbüros.
      Man hätte ein ent-SED-Verfahren 1990 einrichten müssen, in dem die Mitläufer und die aktiven Kommunisten selektiert wurden. Die Zuführung der aktiven an den Scharfrichter wäre eine GUTTAT im Sinne der Menschenrechte gewesen.
      Leider hört niemand auf meine Stimme und Meinung!

  4. 4
    VE-GE

    Genau so ist es…….und hier noch eine gute Aussage:
    Dem saudiarabischen Analysten Abdelwahab Abu-Dahesch zufolge ist Saudi-Arabien stark genug, um den niedrigen Ölpreis „zwei bis drei Jahre“ lang durchzustehen…….wenn das so ist und der Preis nicht bald steigt gehen in Venezuela die Lichter aus ! Diesen Zeitraum kann Maduro & Co nicht ueberleben !

  5. 5
    hugo

    mit hilfe das chinesen und russen wird er das. leider.

    • 5.1
      VE-GE

      Ueberleben meinen Sie ?? Nein das wird er nicht. Zum einen haben die Russen selber zu kaempfen den auch die merken den Preisrueckgang gewaltig. Der Rubel ist enebfalls im Keller. …Was die Chinesen betrifft ist deren Wirtschaft ebenfalls ruecklaeufig und warden nicht so weiteres mehr Kredit an Venezuela geben als sie es bereits getan haben. Die wollen Sicherheiten und was hat Venezuela ? Nix

      • 5.1.1
        Randgänger

        Naja, das eine odere andere Ölfeld wird doch noch nicht den Chinesen gehören.

  6. 6
    der Reisende

    Es gibt keine Kürzungen im Gesundheitsprogramm meint dieser hirnlose Busfahrer aber da gibt es nichts mehr zu kürzen. Nicht mal mehr die Toiletten in den Hospitals haben Wasser keine Medizin keine Spritzen nichts mehr gibt es und dann diese Informationen.
    Wann wacht die Bevölkerung auf aus seinem Tiefschlaf ??

  7. WANN WACHTDIESE BEVOELKERUNG AUF?????SPRITPREIS ERHOEHEN UND KEIN POLAR MEHR,DANN VIELLEICHT

  8. 8
    Inge Alba

    Ja und?
    Ihr könnt den Liter Sprit auf $10,- festlegen, das Polar rauf auf $ 20,- setzen, was wollt ihr???
    Soll jetzt so ne Mama aus den Slums auf die Barrikaden gehen? Ist doch alles hirnloses Gequatsche, so lange wie nicht endlich mal einige aus dem Militär und einige andere aus der Opposition „Stärke“ zeigen, d.h. notfalls mit militärischer Gewalt , mit Waffengewalt, in CCS. einige stgrategisch wichtige Gebäude besetzen, wird sich überhaupt nichts ändern. Schaut euch doch nur einmal die Knastbilder an, das reicht doch schon, dann weiss man doch wie die geballte Staatsmacht von Maduro & Co. zuschlägt, unterdrückt, reprimiert, einschüchtert, den Gegener im Zaum hält. Überlegt doch einmal, die hatten 15 Jahre Zeit, die haben die da oben auch nicht nur vertrödelt, die haben die sogar sehr intelliegent genutzt, haben das richtige Pack auf ihre Seite gebracht, dieses kriminelle Pack bewaffnet, wer nicht mit macht oder falsch agiert sitzt dort wo man sich nun „freiwillig“ Gift verabreicht. Ihr solltet eure Regierung eigentlich besser kennen, ihr erstaunt mich immer wieder, glaubt ihr nicht, dass wenn einer wegen hoher Spritpreise auf die Strasse geht, das Militär gnadenlos reinhält?? Auch ein Maduro und seine Schergen lassen sich 15 Jahre Macht nicht so einfach von ein paar pöbelnden Gutmenschen streitig machen, da kann man ihm nachsagen was man will, aber bisher hat er es immer geschafft noch ein paar rote Mitläufer auf die Strasse zu bringen, er hat noch immer zu viele auf seiner Seite, er zahlt noch immer zu gut und das ist das Problem. Es wird immer noch etwas geben womit er diese Mitlñäufer bei der Stange halten kann.

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