Ecuador: Umweltausschuss des Deutschen Bundestages empört über Einreiseverweigerung

Yasuní-Nationalpark-in-Ecuador

Yasuní-Nationalpark in Ecuador (Foto: Archiv)
Datum: 04. Dezember 2014
Uhrzeit: 15:39 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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Ecuador hat einer Delegation deutscher Parlamentarier die Einreise verweigert. Diese wollte sich nach Berichten des „Tagesspiegel“ auch ein Bild von der jüngst angelaufenen Ölförderung im Yasuni-Nationalpark machen. Doch dass sie auch mit Oppositionellen reden wollten, ging der Regierung in Quito zu weit. Der Umweltausschuss des Deutschen Bundestages reagierte empört über die Einreiseverweigerung. Deutschland hat in den letzten Jahren 34,5 Millionen Euro in den Schutz des Yasuni-Regenwaldes investiert.

„Die Verweigerung der Einreise einer Delegation des Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit des Deutschen Bundestages durch die ecuadorianische Regierung stellt einen Affront dar. Den Mitgliedern der Delegation geht es um eine gute Zusammenarbeit mit der ecuadorianischen Regierung und der Zivilgesellschaft in Fragen des Umweltschutzes und des Schutzes der Menschenrechte.

Dabei lassen wir uns aber gewiss unsere Gesprächspartner nicht vorschreiben. Eine solche Erwartungshaltung und das anschließende Verhalten hätten wir nicht erwartet. Es ist auch ein Schlag ins Gesicht für diejenigen, die sich für die internationale Klimapolitik und auch Klima- und Entwicklungsgerechtigkeit einsetzen.

Im Kern unseres Engagements im Vorfeld unserer Teilnahme bei der Weltklimakonferenz in Lima sollten Projekte stehen, für die wir uns seit vielen Jahren einsetzen. Insbesondere geht es um den unter dem Titel Yasuní bekannt gewordenen Schutz des Regenwaldes vor der Verschmutzung durch die Ölförderung und die Auswirkungen auf die einheimische Bevölkerung. Gerade Abgeordnete, die an der Reise teilnehmen wollten, haben sich seit Jahren für die internationale Hilfe für das Projekt eingesetzt.

Für diese Entscheidung der ecuadorianischen Regierung kann es keine für uns zu akzeptierenden Gründe geben. Wir fordern die deutsche Regierung im Lichte dieses Vorganges auf, daraus die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.

Bärbel Höhn, Vorsitzende und Delegationsleiterin, MdB

Dr. Thomas Gebhart, MdB

Josef Göppel, MdB

Matern von Marschall, MdB

Dr. Matthias Miersch, MdB

Frank Schwabe, MdB

Eva Bulling-Schröter, MdB

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  1. DIE DEUTSCHEN,,,,,,,,,,,SOLLEN DAS GELD IN DEUTSCHLAND LASSEN,DORT WIRD ES GEBRAUCHT.VIELLEICHT EINE SPENDE AN MADURO?DIE DEUTSCHEN SIND SO BEKLOPPT

  2. 2
    Manuel Ritter

    Wer diesem linken Abschaum und Verbrechern in Lateinamerika nur einen Cent gibt, ist selbst daran schuld. Lasst sie lieber in ihren Höhlen leben…………

  3. 3
    Martin Bauer

    In der deutschen Delegation war halt nur eine Teilnehmerin von der LINKE. Wären alle LINKE gewesen, hätte man sie auch reingelassen. Pack und Pack gesellt sich gern.

  4. 4
    Christoph Bollinger

    Wir in Deutschland müssen einfach akzeptieren, daß es auch andere Ansichten und Meinungen als die unsrigen gibt.

    Jeder Staat soll und muß das Recht haben einreisen zu lassen wen er will oder auch nicht. Auch unserer.
    Dass die Regierung Correa das veranlaßt hat zeichnet sie sicherlich nicht aus mit deren Kurs kann man sich auch nur unter größtmöglichen Verbiegungen -wenn überhaupt- konform erklären.

    • 4.1
      Martin Bauer

      Das Recht haben sie unbestrittenermassen, und sie haben davon Gebrauch gemacht. Aber wer Geld annimmt, geht damit zumeist auch eine Verpflichtung ein. Wenn er dieser nicht Gerecht wird, handelt er sich Kritik und Schlimmeres ein. Ganz zu Recht! Aber von einer Kreatur wie Correa hätte ich nichts anderes erwartet, als arrogante Feindseligkeit gegen Vertreter einer Demokratie. Linke mögen kein Geld, es sei denn das eigene, mögen kein Eigentum, ausser dem eigenen, dulden keine Meinung, ausser der eigenen.

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