Minister Müller beendet Reise nach Kolumbien und Peru

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Minister Müller besucht das Dorf einer indigenen Gemeinschaft (Foto: Michael Gottschalk/Photothek)
Datum: 10. Dezember 2014
Uhrzeit: 15:19 Uhr
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Autor: Redaktion
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Waldschutz, Klimaanpassung und neue Formen der Energiegewinnung – das waren die Themen, zu denen Bundesentwicklungsminister Müller verschiedene Projekte und Finanzierungen bei der UN-Klimakonferenz im peruanischen Lima auf den Weg gebracht hat. Müller beendete damit seine Reise unter der Überschrift „Handeln und verhandeln“, die nach Kolumbien und in die peruanische Hauptstadt Lima führte.

Bei der Gründungsveranstaltung eines globalen Netzwerkes zur Anpassung an den Klimawandel teilte Müller mit: „Der Klimawandel ist eine Überlebensfrage der Menschheit. Es ist eine gewaltige Kraftanstrengung, uns global auf das Zwei-Grad-Ziel zu verständigen. Wenn wir jetzt scheitern, wird eine menschenwürdige Anpassung an den Klimawandel kaum noch möglich sein. Vielerorts verlieren die Menschen schon jetzt ihre Lebensgrundlage. 30 Millionen Menschen mussten ihre Heimat zuletzt wegen des Klimawandels verlassen – viele Millionen Menschen werden dazu kommen.“

Der Minister startete ein Programm zur Nutzung von Geothermie in Lateinamerika und sagte mehr Mittel für ein Waldschutzprogramm zu, das Länder fördert, die eine nachhaltige Nutzung ihrer Wälder umsetzen.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller besucht ein Dorf des indigenen Volks der Guayabero bei San José del Guaviare in Kolumbien.Bundesentwicklungsminister Gerd Müller besucht ein Dorf des indigenen Volks der Guayabero bei San José del Guaviare in Kolumbien. Auch zuvor war es bei der Reise des Ministers nach Kolumbien um den Erhalt des tropischen Regenwaldes in Südamerika gegangen. Die kolumbianische Regierung will die Entwaldung bis 2020 auf null reduzieren. Deutschland unterstützt diese Bemühungen. Entsprechende Klimaprogramme sind Bestandteil in der für die kommenden beiden Jahre vereinbarten Entwicklungszusammenarbeit.

Das von Minister Müller in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá unterzeichnete Protokoll der Regierungsverhandlungen sieht auch eine Unterstützung des Friedensprozesses zwischen der Regierung und der FARC-Guerilla vor. Über den Stand der Verhandlungen mit der FARC informierte sich Minister Müller in einem Gespräch mit dem kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos.

Auf Einladung des Umweltministers Gabriel Vallejo reiste die deutsche Delegation in den Süden Kolumbiens und besuchte dabei auch ein Amazonas-Forschungsinstitut sowie eine Farm, auf der die Bauern vom Koka-Anbau auf die Kautschuk-Herstellung umgestiegen sind.

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