Weltweit tiefste Unterwasservulkane in der Karibik entdeckt

vulcano

Datum: 12. April 2010
Uhrzeit: 20:43 Uhr
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Autor: Redaktion
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Vulkan Wissenschaftler entdeckten 5.000 Meter tief unter der Oberfläche des karibischen Meeres die weltweit tiefsten Unterwasser-Vulkane. Die Wissenschaftler erhoffen sich durch die Entdeckung Hinweise auf die Entstehung des Lebens auf der Erde zu erhalten.

In einer Tiefe ab 100 km, in der Temperaturen zwischen 1.000 und 1.300 Grad Celsius herrschen, schmelzen Gesteine zu zähplastischem Magma, das sich in großen, tropfenförmigen Magmaherden in 2 bis 50 km Tiefe sammelt. Wenn der Druck zu groß wird, steigt das Magma über Spalten und Klüfte der Lithosphäreauf. Magma, das auf diese Weise an die Erdoberfläche gelangt, wird als Lava bezeichnet. Experten an Bord des U-Bootes RRS James Cook entdeckten in einer Tiefe von ca. 5.000 mtr. in der Karibik in einem Gebiet, bekannt als die Trench Cayman, die tiefsten Unterwasser-Vulkane der Welt. Die Gegend war bereits Schauplatz des Action-Films „The Abyss“,von Regisseur James Cameron.

Schwarzer Raucher und Weißer Raucher (englisch: Black Smoker und White Smoker) gehören zu den hydrothermalen Quellen am Grund der Tiefsee. Die Mündung wird durch eine röhren- oder kegelförmige mineralische Struktur, den Schornstein, geformt, aus dem eine Sedimentwolke austritt. Schwarze Raucher gehören zu den extremsten Lebensräumen der Welt, zum einen wegen der großen Hitze (750 Grad Fahrenheit) des sprudelnden Wassers, zum anderen herrscht in 5.000 Metern Tiefe ein bis zu 500-mal stärkerer Druck als in der normalen Atmosphäre. Dennoch besteht in der stark aufgeheizten Umgebung  um die sogenannten „Schwarze Raucher“ eine faszinierende Artenvielfalt. Der Grund: Die Schlote stoßen an Mineralien reiches Wasser aus.

Im austretenden Wasser des Smoker sind vor allem Sulfide und andere Salze von Eisen, Mangan, Kupfer und Zink gelöst. Das beim Austritt bis über 400 °C heiße, mineralreiche Wasser der Thermalquelle trifft mit dem 2 °C kalten Wasser des Meeresgrundes zusammen; bei der Abkühlung werden Mineralien ausgefällt, die die „Rauchfahne“ und durch Sedimentation den Schornstein oder Kegel bilden. Ist die Sedimentwolke reich an Eisensalzen, bildet sich die charakteristische schwarzgraue „Rauchfahne“ des Black Smoker, oder aber auf Grund von Anhydrit, Gips oder Siliziumoxid die helle Sedimentwolke des White Smoker.

Die extremen Umweltbedingungen, wie sie in den hydrothermalen Feldern der Tiefsee in der Nähe der Black Smoker herrschen, lassen an die Verhältnisse in der frühen Erdgeschichte denken, in denen Evolutionsbiologen den Ursprung des irdischen Lebens sehen. Vulkanismus mit hohen Temperaturen und hohem Druck, Mangel an Licht und eine hohe Mineralkonzentration haben einige Forscher bewogen, der Umgebung von Black Smokern eine besondere Bedeutung in der Entwicklung des Lebens zuzuweisen..

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