Proteste in Venezuela: Nationalgarde für 62 Prozent der gewaltsamen Übergriffe gegen Journalisten verantwortlich

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2014 wurden mindestens 853 Berufsjournalisten festgenommen (Foto: Archiv)
Datum: 16. Dezember 2014
Uhrzeit: 18:17 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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Journalisten müssen immer öfter damit rechnen, bei ihrer Arbeit entführt zu werden: Im zu Ende gehenden Jahr hat Reporter ohne Grenzen weltweit 119 Entführungen von Journalisten gezählt – 37 Prozent mehr als 2013, als diese Zahl schon einmal deutlich gestiegen war. Das geht aus der am 16. Dezember veröffentlichten Jahresbilanz der Pressefreiheit 2014 hervor. Mehr als verdoppelt hat sich die Gesamtzahl der Journalisten (139) und Bürgerjournalisten (20), die vor Drohungen, Gewalt oder staatlichen Repressalien ins Ausland fliehen mussten. 66 Journalisten und damit etwas weniger als 2013 wurden wegen ihrer Arbeit getötet, ebenso 19 Bürgerjournalisten und elf Medienmitarbeiter.

In ihrem Jahresbericht weist die Organisation auf kurzzeitige Festnahmen von Journalisten hin. Diese mögen keine gleichermaßen schwerwiegenden Verletzungen
der Medienfreiheit sein wie Morde oder länger dauernde Entführungen. Dennoch behindern sie die Arbeit der Medien und stellen oft eine inakzeptable Form der Einschüchterung dar. 2014 wurden mindestens 853 Berufsjournalisten festgenommen, drei Prozent mehr als im Jahr 2013. Demnach war in Venezuela die Nationalgarde für 62 Prozent der gewaltsamen Übergriffe gegen Journalisten bei Massenprotesten im Laufe des Jahres verantwortlich.

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  1. 1
    Inge Alba

    Ja, in welchem Beruf ist man eigentlich noch sicher? In Vzla. kann man schon als einfacher Brotverkäufer einen Kopfschuss erhalten. Nicht umsonst heisst es, dass Vzla. zu den unsichsten Ländern weltweit gehört, was hat das Regime Chávez/Maduro dagegen unternommen?? Anstatt zu vermitteln und den Armen zu helfen, hat man sie aufgehetzt und lässt sie noch immer am langen Arm verhungern. Diese ganze Regierung ist ein einziges Dreckspack, sie freuen sich wenn die Bevölkerung immer mehr verroht, dies schüren sie, den Hass untereinander, wer etwas mehr hat wird von den Armen gehasst, die dort oben haben aus lauter Angst auch nur noch Hass für die da unten übrig. Jetzt prügeln sich auch noch die colectivos mit ihren einstigen Gönnern den chavistas, man drängt sie förmlich in die Lage der Killerkommandos, um sie hinterher von der GNB oder der Polizei abschlachten zu lassen. Ein einziger Misthaufen, das ganze Land, verloren auf Jahrzehnte, jeder ist nur noch auf seinen Vorteil bedacht, egal wieviel dabei vor die Hunde gehen. Jeder schlägt auf den anderen ein, eine misserable Regierungsarbeit die den chavistas gelugen ist, man muss wirklich Beifall klatschen, in der Hölle wären sie die Nummer 1.

  2. 2
    Caramba

    Nenene, das ist zuviel der Ehre, da unten sind schon andere, dagegen sind die venezolanischcubanischen Paviane Kindergarten. Wie wärs mit Stalin und PolPot? Hmmm, allerdings fällt mir grade auf, die kommen aus derselben politischen Ecke….
    Wie sehr sie Venezuela allerdings zugrunde gerichtet haben und wie wenig das den Venezolanos klar ist, ist wirklich sehr traurig mitanzusehen…..

    • 2.1
      Inge Alba

      Auch egal, dann belegen sie Platz 2 oder 3? Ist eigentlich auch egal, jedenfalls ist das Land am Ende und am Boden dank dieser Vollpfosten.

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