Venezuela: Preis für Rohöl fällt auf 48 US-Dollar

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Präsident Maduro: Verschwörungstheorien eines angeschlagenen Staatsoberhauptes (Foto: Miraflores)
Datum: 30. Dezember 2014
Uhrzeit: 11:04 Uhr
Leserecho: 10 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der Preis für ein Barrel (159 Liter) venezolanischen Erdöls ist von 95 US-Dollar im September auf zuletzt 48 Dollar gefallen. Präsident Maduro wirft den USA Preistreiberei im Ölgeschäft vor und bezeichnet dies als imperialistische Kampagne gegen Venezuela und Russland. Während einer Rede kündigte er ein „Konjunkturprogramm“ für das Jahr 2015 an.

Der Verkauf des Rohstoffs macht etwa 95 Prozent aller Exporte des Opec-Mitglieds aus und ist somit die wesentliche Quelle für Devisen. „Dies ist ein strategisch geplanter Krieg, um Russland zu zerstören. Ebenfalls soll unsere Revolution zerstört und ein Zusammenbruch der Wirtschaft herbeigeführt werden“, so Maduro am Montag (29.) in einer im Fernsehen übertragenen Rede.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Inge Alba

    Ja, wenn dies die Ausgangsposition von den USA gewesen wäre, dann hätte er Recht, war sie aber nicht, denn die Wirtschaft lässt sich nicht in diesem Masse beeinflussen, die Wirtschaft von Russland hat wesentlich mehr Probleme mit den Handelssanktionen wegen der Ukraine als mit dem Rohölpreis auf dem Weltmarkt.Natürlich ist dies ein günstiger Nebeneffekt für die westl. Politiker, aber der Hauptgrund ist doch ganz einfach, wenn ich irgendwo auf der Welt etwas zum Geiz ist Geil Tarif haben kann, dann nehme ich diesen Vroteil wahr, dies macht jeder Geschäftsmann ob rot oder schwarz oder chavist, Pech für den, den es in den Abgrund reisst, hat nicht rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkannt, deshalb sollten Politiker etwas Weitsicht haben, und genau dies fehlte schon dem alten Hugo, und der Nicolás hat auch nicht´s davon, da sind die Castro´s durch ihre fast 60 Lehrjahre etwas mehr geschult worden. Erst haben sie sich den Bauch mit Vzla. voll geschlagen, nun lassen sie sich von den USA aushalten, da kann man sehen, es hat nicht´s mit rot, gelb, grün, schwarz oder einer anderen Weltanschauung zu tun und dies muss die Bevölkerung von Vzla. erst noch lernen, werden sie auch noch kapieren, auch die Deutschen haben es kapiert nachdem der schwarze Sack Adolf erst einmal weg war. Eine Regierung sollte spätestens nach 8 Jahren aus dem Amt gefegt werden, alte Hüte sind zu verbraucht, wer in der Wirtschaft nicht den Durchblick hat, sollte lieber auf dem Land seinen Acker bestellen.

    • 1.1
      Herbert Merkelbach

      Abgesehen vom Analphabetismus eines Maduros war es doch schon seit Jahren, mindestens seit 2009/2010 absehbar, dass die USA eines der größten Ölproduzenten der Welt würde. Das in den USA produzierte Schieferöl/“tight oil“ wird bekanntlich nicht exportiert sondern intern verbraten. Was soll Maduro nichts anderes machen als die USA zu beschuldigen, den Weltmarkt zu überschwemmen. Der eigentliche „Übeltäter“ ist Saudi Arabien, das seine Produktion nicht drosselt um keine Marktanteile zu verlieren. Man sollte auch nicht vergessen, dass die Öllieferungen von Saudi Arabien in die USA zurückgegangen sind. Also konzentrieren sich die Saudis hauptsächlich auf den asiatischen Markt. Es ist doch klar, sollte die Produktion in S. A. zurückgefahren werden, dann werden mit 100%-iger Sicherheit die Russen in die Breche springen. Das will S.A. natürlich verhindern.
      Maduro in seiner marxistisch-leninistischen Weltanschauung wird das nicht begreifen wollen. Den Saudis kräftig auf die Füsse treten wird er auch nicht wagen. Also bleibt der internationale Ölpreis ziemlich im Keller mit den Folgen für verschiedene Volkswirtschaften. Ich bin aber überzeugt, dass sich der Ölpreis in Zukunft wieder nach oben bewegen wird, nur, solange die wirtschaftlichen Verhältnisse in der VR China und in Europa zu wünschen übrig lassen, bleibt der Ölpreis auf niedrigem Niveau.

  2. 2
    Martin Bauer

    Die PSUV-Bande kann bei diesem Öl-Preis die PDVSA nicht mehr melken, weil das Futter dieser Kuh mehr kostet, als deren Milch wert ist. Das ist das Einzige, was Maduro & Co wütend macht. Ihre existierenden Auslandskonten werden zunehmen eingefroren, und der Nachschub an neuer Kohle bleibt aus. – Da denkt nicht einer an das Volk oder die Wirtschaft Venezuelas. Beide waren denen schon immer völlig gleichgültig.

    • 2.1
      Herbert Merkelbach

      Ich glaube auch,dass es bei diesem Ölpreis schwieriger wird, Teile der Einnahmen in die „eigenen Taschen“ der Korrupten zu schleusen, zumindest, nicht mehr so viel wie bei einem Ölpreis um die US$ 100,-
      Das Maduro und seine Kleptokraten nicht begeistert sind, das kann ich mir vorstellen. Dass trotzdem noch Geld abgezwackt wird, „verständlich“ für diese Kriminellen. Bereits der römische Philosoph Seneca sagte vor 2000 Jahren: „Qui multum habet plus cupid“

  3. 3
    VE-GE

    Genau so ist es meine Herren….und somit Hoffe ich das 2015 Maduro & Co fallen werden ! ! !

    • 3.1
      der Sachse

      Diese Clique wird die colectivos im Lande frei wueten lassen, die Opposition und Andersdenkenden werden zum Freiwild erklaert und Venezuela mutiert zu einem blutigen Schlachthof von Lateinamerika. Die anderen Laender (deren Regierungen) schauen weiterhin tatenlos zu. Eine grausige Vorstellung, aber so wird es ablaufen 2015 bis 2019.

      • 3.1.1
        Inge Alba

        Vielleicht wenden sich die colectivos auch gegen die „Clique“, denn beim einfachen Volk ist relativ wenig zum holen.? Wäre ja auch nicht schlecht. Die Nachbarländer, die Mehrzahl von denen hat doch seine eigenen wirtschaftl. Probleme, was sollten sie denn unternehmen? Einige nehmen ja Abstand von der „Clique“ und wenn man genau hinsieht, immer mehr, also von daher kommt die Zeit für einen Volksaufstand immer näher, wenn die Clique keinen Rückhalt mehr auf nachbarschaftlichen und internationalem Boden erhält. Auch ein Land wie China oder Russland wird es müde werden in ein Land zu investieren in welchem der pure Notstand herrscht, keine Infrastruktur vorhanden sein wird in kürzester Zeit, die Lage doch nur von colectivos bestimmt wird, welche immer unberechenbar sind. Diese zwei grossen Länder benötigen straff geführte, im kommunistischen Sinn, Länder um ihre eigenen Deffizite auszugleichen als Partner, um auf dem Weltmarkt bestehen zu können. Vzla. ist ein Sauhaufen an Kriminellenvereinigung mit Möchtegern sozialistischer Regierung, die nichts auf die Reihe bekommt, selbst das Chaos und die Kriminalität bekommen sie nicht in den Griff, weder auf der Strasse noch in den eigenen Reihen, da macht doch jeder was er will, wo bleibt da der Gewinn für die kommun. Bruderstaaten? Nein, ich glaube, dass Russland und China diese heisse Kartoffel bald fallen lassen werden. 1. zu wenig zum holen. 2. zu weit weg. 3. zu nah am Erzfeind USA.

  4. 4
    Marvin Scott

    Ein Konjunkturprogramm für 2015? Die Zahlen verlangen schon lange massive Korrekturen und Regieren heisst voraus schauen. Wäre der Präsident ein Präsident, dann würden die „Konjunkturmassnahmen“ per 1.1.2015 in Kraft zu setzen. Stattdessen herrscht Ratlosigkeit, denn zuerst müssen irgendwelche Geldgeber gefunden werden, welche die neuen Schulden zu zahlen bereit sind.Wo sind die Oel-Milliarden und wohin sind sie geflossen?

    • 4.1
      Herbert Merkelbach

      Ein Konjunkturprogramm für 2015? WIE? Maduro weiss überhaupt nicht was er machen soll. Er ist ganz einfach überfordert. Er ist gefangen in seiner Ideologie, aus der er nicht herauskommt. Im nächsten Jahr wird es in dieser Beziehung nichts geben. Der tiefe Abgrund wartet schon.
      Wohin die Öl-Milliarden geflossen sind, das wissen wohl alle Leser oder Kommentatoren in diesem Forum. Für mich stellt sich nur die Frage: wie gestaltet sich ein Zusammenbruch der venezolanischen Wirtschaft. Dies hätte ebenso Auswirkungen auf ganz Lateinamerika oder besser, die Länder Südamerikas, die eng mit VE wirtschaftlich kooperieren werden dies zu spüren bekommen.

      • 4.1.1
        der Sachse

        Das wird keine sanfte Landung werden, dieser Zusammenbruch der Wirtschaft von Venezuela. Wenn Chavez nicht seinem Groessenwahn verfallen waere, haette er schon 2001 an ein Konjunkturprogramm auf die Fuesse stellen muessen. Man braucht kein ausgebildeter Oekonom zu sein um zu wissen, das eine Monowirtschaft (nur auf Erdoel ausgerichtet) immer nachteilig ist. Sicher ist das ein komplexes Thema. Wenn man an der Bevoelkerung vorbei regiert, passiert der Absturz jeder Regierung, siehe Europa 1989 und Sueamerika im 19. Jahrhundert.

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