Venezuela: Sozialistisches Wirtschaftsmodell auf der Intensivstation

madburo

Venezuelas überforderter Präsident Maduro (Foto: Archiv)
Datum: 31. Dezember 2014
Uhrzeit: 19:05 Uhr
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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Knapp zwei Jahre nach dem Tod von Ex-Präsident Hugo Chavez steht Venezuela vor dem wirtschaftlichen Kollaps. Der Ölpreis fällt, die Wirtschaft schrumpft – und die Preise im südamerikanischen Land steigen immer höher. Das Bruttoinlandsprodukt ist auf das Jahr hochgerechnet in den ersten beiden Quartalen 2014 um mehr als 4,8 Prozent geschrumpft und im Zeitraum von Juli bis September um 2,3 Prozent.

Das linksregierte Land nach Einschätzung von Experten vor dem Bankrott. Im März werden Staatsanleihen für rund eine Milliarden Dollar fällig. Insgesamt muss die vom Pleitegeier bedrohte Regierung im kommenden Jahr mehr als 30 Milliarden US-Dollar an Krediten zurückzahlen. Die Währungsreserven liegen bei knapp 22 Milliarden Dollar.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    hombre

    und in 5 Jahren wird es immer noch heissen…“knapp 7 Jahre nach dem Tod von Chavez“

    Keine Ahnung mit was man den Sozialismus ausrotten kann…

  2. 2
    Kalli

    Die Einstellung der Menschen in Venezuela muss sich einfach aendern. Man kann nicht nur Fiesta, Fiesta, Fiesta machen – sondern man muss sich auch mal auf die Strasse bewegen. Es wundert mich ueberhaupt nicht, wenn in 10 Jahren Maduro immer noch das Sagen hat. Die Opposition ist nichtexistent, labert nur rum und hat keinen Kontakt zu den Menschen in den Barrios. Das Militaer ist korrupt bis auf die Knochen. Also muss das Volk massiv auf die Strasse gehen. Nur so kann ein Wechsel erfolgen – auch wenn es Menschenleben kostet.

    • 2.1
      Inge Alba

      Ganz so extrem kann man dies nicht sehen, ok., die Opposition pfeift auf dem letzten Loch, aber auch ein Venezolaner hat so etwas wie einen Überlebensinstinkt, also von wegen auf die Strasse gehen. Ich glaube, dass dieses auf die Strasse gehen erst Realität wird, wenn der Staat so richtig Bankrott ist, noch hat diese Regierung die Macht, der GNB , und wenn es sein muss auch dem Militär, den Schiessbefehl auf die Massen zu geben, auch hat sie noch einen zu guten Draht zu den colectivos. Ich wiederhole mich nur ungern, aber jeder der von Massendemos hier schreibt, sollte als Kanonfutter vornan gehen, ALLEN ist doch sein eigenes Hemd näher als das des Nächsten, da schiebt man immer gerne die Schuld auf das Fiesta,Fiesta Volk in Vzla., die „Intelliegenten“ haben das Land bereits verlassen.

  3. 3
    Marvin Scott

    Der Mad Uro Sozialismus ist bereits klinisch Tod. Man lege die Leiche neben die Sowjetunion, Kuba, DDR, Nordkorea und so weiter. Abschreiben, auswandern!

  4. 4
    Herbert Merkelbach

    Es dürfte für Maduro noch schlimmer kommen. Selbst wenn der Ölpreis sich bei geschätzten US$ 45 pro Fass stabilisieren würde, was jetzt auf ihn zukommt ist die Inbetriebnahme der neuen „seaway Twin Pipeline“ mit rd. 400000 Fass pro Tag im Januar 2015. Der Artikel in Bloomberg nennt „the Canadian supply will „square off“ against crudes from Mexico and Venezuela that have tradidionally fed refineries along the Texas and Louisiana coasts.
    Als Beispiel wird im Artikel ein gleicher Preis für die Sorte Maya aus Mexiko, das mit dem Tanker geliefert wird und dem kanadischen per pipeline. Schon die Mexikaner mussten für ihr Erdöl einen Abschlag zugestehen.
    Wie wird es dann mit den Lieferungen aus Venezuela aussehen? Dieses Erdöl wird auch per Tanker versandt und ist auch noch aufgearbeitet, also mit Extrakosten versehen. Wird dies das Ende der venezolanischen Öllieferungen in die USA bedeutet?
    Im Gespräch ist seit langem, dass, wenn die XL-Pipeline fertig gestellt ist, die USA komplett auf die venezolanischen Lieferungen verzichten kann.
    (Quelle Bloomberg: Canadian oil surge to US Gulf puts Mexico on defensive – 29.12.14)

  5. 5
    Jens

    Selbst wenn de Ölpreis bei 45 Doller sich stabilisiert, was ich nicht glaube, ist eines glasklar. Auf den nächsten Sitzungen von Petrocaribe dürfte es etwas hektisch werden. Die Zeit spielt einfach gegen VZ. Die Zukunft vorauszusagen ist schwierig, für Maduro jedoch einfach. Er hat keine.

    • 5.1
      Herbert Merkelbach

      Ich habe in diesem Forum öfters betont, dass Maduro in seiner marxistisch-leninistischen Welt gefangen ist, aus der er nicht ausbrechen kann. Er kennt keine andere. UND das insbesondere in Wirtschaftsfragen als auch in Sachen Volkswirtschaft. Ein absoluter „loser“ und „flop“.
      Die Mitgliedsstaaten des Petrocaribe scheinen schon von Kürzungen in Öllieferungen seitens Venezuelas betroffen zu sein. Aber die Chinesen wohl auch. Bei den chinesischen Lieferungen allerdings klingelten keine Dollarcents in der venezolanischen Kasse. Den Petrocaribe-Staaten wird mehr oder weniger das venezolanische Rohöl „geschenkt“. Jetzt hat Maduro das Problem, wie viel kann er noch verschenken, im Prinzip kein Fass, wie viel will er verschenken um die Mitgliedsstaaten bei der Stange zu halten? Die Debatten könnten hitzig werden.
      Dass das Rohöl, der Rohölpreis ins Bodenlose abtreibt, daran glaube ich nicht. Irgendwann wird sich der Preis stabilisieren, wahrscheinlich auf niedrigem Niveau und für längere Zeit. Ob der Rohölpreis wieder auf ein Niveau von US$ 100 zurückkehren wird, steht auch noch in den Sternen. In den westlichen Industriestaaten wird daran gefeilt, die Abhängigkeit vom Öl zu verringern. Wir sollten nicht vergessen, dass die erneuerbaren Energien ihren 5000 km Marsch begonnen haben. Mal schneller, mal langsamer aber jeden Tag weiter fortschreitend.

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