Venezuela: Präsident Maduro kündigt Reise nach China an – Zwischenstopp in Moskau

madburo

Maduro bekräftigte seine Auffassung, dass der faire Preis für ein Barrel Öl bei 100 US-Dollar liegt (Foto: gob.ve)
Datum: 05. Januar 2015
Uhrzeit: 10:00 Uhr
Leserecho: 20 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat am Sonntag (4.) seine Reise nach China angekündigt. Während einer im Fernsehen und Radio übertragenen Rede gab er zudem bekannt, einige OPEC-Mitgliedstaaten (Saudi-Arabien, Iran und Algerien) auf der Suche nach Unterstützung für den Rückgang der Ölpreise und die schlechte Wirtschaftslage zu besuchen. Bei seinem Besuch in China wird Maduro am für den 8. und 9. Januar geplanten China-CELAC-Gipfel teilnehmen. Ecuadors Staatsoberhaupt Rafael Correa befindet sich ebenfalls in Peking, wo er laut Quito „in den kommenden sieben Tagen verschiedene Aktivitäten“ durchführen wird. Demnach nimmt er ebenfalls am Gipfeltreffen teil und wird sich zu einem bilateralen Gespräch mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping treffen.

correa

Die venezolanischen Ölpreise fielen seit Juni 2014 um mehr als 50% bis auf 46,97 US-Dollar Ende Dezember letzten Jahres. Dies reduziert das Einkommen von Venezuela, das 96% seiner Devisen aus dem Ölexport erhält. Maduro bekräftigte seine Auffassung, dass der faire Preis für ein Barrel Öl bei 100 US-Dollar liegt.

MOSKAU

Update

Maduro hat am Montag (4.) einen „technischen Stop“ in Moskau eingelegt, wo er sich mit dem stellvertretenden Außenminister des Landes, Sergey Alexeevich Ryabkov, getroffen hat. Bis Ende Jahr muss Venezuela 30 Milliarden US-Dollar an China und Russland begleichen. In der Nationalbank befinden sich noch etwa 20 Milliarden Dollar an Währungsreserven

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    Matthias Gysin

    Natürlich liegt ein fairer Ölpreis für das Rote Pack bei 100$ damit sie ihre Pfründe pflegen können. btw habe ich heute gelesen, dass die USA ernst macht und dem Gouverneur von Aristobulo Isturiz (Gobernador del Estado Anzoátegui) der auf der Sanktionsliste ist in West Palm Beach (Florida) ein „kleineres“ Anwesen enteignet. Als ich die Foto anschaute dachte ich dass sei mindestens ein Hotel Hilton. (Siehe Twitter @ResistenciaV58

  2. 2
    Herbert Merkelbach

    Die Reise nach Beijing dient dazu um neue Kredite zu erhalten. Nicht mehr und nicht weniger. Die Frage ist nur, lassen sich die Chinesen darauf ein. Die wissen doch genau, was mir den vorhergegangen erteilten Krediten geschehen ist. Verwunden im Korruptionskanal.
    Ob der Rohölpreis wieder auf US$ 100,- klettern wird, nur der Liebe Gott wird es wissen.

    • 2.1
      VE-GE

      Ganz genau Herr Merkelbach ! Maduro geht nur nach China um zu Betteln den mehr kann er nicht !
      Ich persoenlich glaube nicht das der Rohoelpreis auf $100 wieder steigt. Sicherlich wird er wieder steigen aber nicht auf $100 USD

    • 2.2
      Randgänger

      Die Frage ist ob es in Venezuela noch was gibt was China als Sicherheit akzeptiert, das ein oder andere Rohstoffvorkommen wird ja noch dem Staat gehören. Wenn man bei PDVSA arbeitet sollte man eh langsam anfangen chinesisch zu lernen

  3. 3
    babunda

    maduro hat noch nichts gehört von angebot und nachfrage, immer mehr anbieter sind auf dem markt und immer weniger erdöl wird gebraucht, er muß mal seine wirtschaft und seinen tourismus in schwung bringen, dazu ist er zu blöde.

    • 3.1
      Martin Bauer

      Dieses Defizit an Verständnis hat er aber mit praktisch allen roten Deppen gemeinsam. Das gilt nicht nur für Radikale. Da braucht man sich nur mal beim DGB umzuschauen.

  4. 4
    fideldödeldumm

    Die Wirtschaft der chinos ist auch am wackeln. Da werden die sich auf keine weiteren Kredite einlassen, wo in den Sternen steht, ob überhaupt etwas zurück fliesst. Ich glaube eher, dass bald Rückzahlungen fällig werden und er um ein längeres Zahlungsziel bittet.

  5. 5
    Matthias Gysin

    Etwas Zahlen: Gemäss allgemeiner Info wird im März ein Kredit von China über 1 Mrd $ fällig. Bis Ende Jahr muss Venezuela 30 Mrd $ an China und Russland begleichen. In der Nationalbank befinden sich noch etwa 20 Mrd $. Mit dem gegenwärtigen Erdölpreis muss die Nationalbank den Preis TAEGLICH mit 200 Mio stützen damit man weiterhin für 1$ den Tank füllen kann. Die Inflation liegt bei 100% (bereinigt) und die Regierung möchte entsprechend der Inflation die Gehälter der Staatsangestellten und Renten auch um 100% erhöhen. … Das wird eine Inflation (sorry für den Vergleich) wie am Ende des zweiten Weltkrieges geben. Spätestens Ende April haben wir den Staatsbankrott. Dann soll Maduro mal schauen mit weniger als 22% Wähleranteil wie er das schaukelt.

    • 5.1
      Herbert Merkelbach

      Der Kommentator „fideldödeldumm“ meinte, dass Maduro um ein längeres Zahlungsziel für die von China und Russland bitten wird. Das scheint auch eine plausible Darstellung zu sein, denn dies sind nicht „wertpapiergebundene“ Kredite.
      Viel schwieriger wird es sein, die venezolanischen Staatsanleihen, die dieses Jahr fällig werden oder die, die mit hohen Zinszahlungen fällig werden, zu bedienen. Hier haben wir es mit einer Reihe von Gläubigern zu tun, viele Banken aus den USA. Die kennen keinen Spaß in der Hinsicht.
      Bleibt eine Zahlung aus bzw. wird eine mit einer Karenzzeit von 30 Tagen nicht bedient ist sie notleidend und das Moratorium ist vorhanden. Bei diesen Papieren, die noch während der Zeit von HCF emittiert wurden, liegt der Hase im Pfeffer. Deren Bedienung dürfte Maduro den kalten Schweiß auf der Stirn auch ohne die Hitze in Venezuela entstehen lassen.

      • 5.1.1
        Matthias Gysin

        Das sehe ich auch so. Aufgrund der gegenwärtigen Lage halte ich es auch – sagen wir mal – auf Dauer unrealistisch, dass China und Russland weiter Kredite gibt, welche in der korrupten versanden, letztendlich in den USA in Form von „Fincas“ landen und dann durch die USA enteignet werden. Letztendlich fördern die Chinesen ja so eigentlich die Wirtschaftsmacht (die USA) die sie im Weltmarkt bekämpfen wollen. Vielleicht ein wenig weit her geholt das Ganze …

  6. 6
    paulo

    es braucht schon sehr sehr dumme leute, die ein so reiches und schönes land in wenigen jahren in grund und boden kaputtregieren und die wirtschaft amputieren.
    dem volkl das diese Regierung immer wieder wählte, wurde in wenigen jahren zu fast 80% Kaufkraft auf dollarbasis gestohlen. verdiente eine Putzfrau im jahr 1996 noch ca. 200 $ lohn, so sond es heute grad noch mal 27 $ und mit 27 $ kann man auch in Venezuela nicht viel kaufen, weil der Staat ja nicht mehr viel importiert und benzin kann man auch nicht essen.

    vielleicht haben die einen oder anderen der machthabenden noch einen kleinen funken anstand, denn dann würden sie alle zusammen einsehen dass sie keine Ahnung von regieren und wirtschaften haben und somit ihren aufgaben in keiner weise gewachsen sind.

    kollektief: RÜCKTRITT !

    • 6.1
      Herbert Merkelbach

      Sr. Paulo, dumm sind diese Leute, die Venezuela in den Abgrund treiben, nicht. Eine Ausnahme ist Maduro. Der ist wirklich sehr einfach strukturiert.
      Die Gestalten, die Venezuela regieren oder in wichtigen Schaltstellen der Regierung sitzen, sind einfach „Kriminelle“. Verbrecher, die in ein Gefängnis gehören oder die dem Scharfrichter zugeführt werden müssen, damit diese „PEST“ ein für alle Mal von der Oberfläche dieser Erde verschwindet.

  7. 7
    Tinu

    weiss der Maduro überhaupt wo China liegt??? Vielleicht ist das ja für ihn in… Afrika???

    • 7.1
      Martin Bauer

      Ist ihm doch völlig schnuppe. Für viele in Lateinamerika, die intelligenter und gebildeter sind als er, führt die Route in einem anderen Kontinent lediglich durch eine Flugzeugtür, hinter der man ein paar Stunden verharren muss, bis man am Ziel ist. Nicht Wenige zählen als Grundlage für Entfernungen nur die Reisestunden. Für sie ist Ciudad Bolivar von Maracaibo (per Bus) eine viel weitere Reise als nach Fankfurt (per Flugzeug).

  8. 8
    Marvin Scott

    Gibt es denn nirgendwo im Lande oder im Exil gescheite Venezolanerinnen und Venezolaner, die Szenarien bereit halten, mit wem und wie man das Land wieder auf die Beine bringt? Für einmal ohne Ideologien, sei es von links oder von rechts, einfach nur der Sache, dem Volk und dem Land verpflichtet. Zu denen man wirklich Vertrauen haben kann?

    • 8.1
      Martin Bauer

      Die finde ich aber auch in Deutschland nicht…

  9. 9
    Amiguita

    Es wird so oder so eng für Maduro, egal ob er jetzt noch mal 20Mio bekommt, wie er sagt.
    Die Colectivos 5 de Marzo blasen schon zum Sturm wenn er zurück kommt.
    Sie rufen auch dazu auf die Studenten in Tachira und die Demonstration am 12.01.15 in Caracas nicht mehr anzugreifen. Die Demos seien ja gegen die Versorgungsengpässe, für mehr Sicherheit etc. Sie schliessen sich dem Aufruf an #MaduroQuedateEnChina

    • 9.1
      Martin Bauer

      Wenn schon ein skrupelloses Schwein an der Regierung, dann lieber ein dummes als ein intelligentes! In sofern ist mir Maduro an der Macht lieber als jeder andere, bis das gesamte rote Pack endlich beim Teufel ist.

  10. 10
    Martin Bauer

    In Moskau wurde Maduro von Putin erst gar nicht empfangen, sondern mit einem Minister abgespeist. Und in China hat er auch keinen Kredit erhalten. Jetzt soll auch noch (oder besser, wieder mal) Fidel Castro gestorben sein. Unser Planet wird langsam ungemütlich für kommunistische Diktatoren.

    • 10.1
      Herbert Merkelbach

      Sr. Bauer, frohes Neues Jahr. Bei den Russen war nichts zu holen. Die russische Wirtschaft steckt in einer Rezession. Richtig, Maduro wurde von einem Rangniedrigen empfangen. Welch eine Schmach. Man sollte auch nicht vergessen, dass die Russen mit einer der Übeltäter sind, die die Preise auf dem Ölmarkt ins purzeln bringen. Sie produzieren wie Saudi Arabien zum Teufel komm heraus, damit sie ein paar Dollars in ihre Kasse einnehmen können. Und gerade da will der Trottel aus Caracas eine Herabsetzung der Ölmengen einfordern. Entweder ist dieser Mensch so blöd oder man hat ihn sehr schlecht informiert.
      Was die Chinesen angeht: die wissen doch ganz genau, wohin das Geld, das sie bar überweisen in obskuren Kanälen verschwindet. So blöde und dumm sind die Chinesen nicht. Denen ist vollkommen klar, wie es in Venezuela aussieht. Also gibt es nur Geld für Projekte, die auch ausgeführt werden können und am liebsten ganz in chinesischer Hand. Aber in der Hinsicht wird Maduro keine Zugeständnisse machen. Er ist und bleibt in seiner Ideologie gefangen. Übrigens,
      ein interessanter Artikel bei Bloomberg: „Canada doesn’t need Keystone XL to win US crude supply battle.“
      Ich gehe einmal davon aus, dass sich einiges in den Importen der USA aus Venezuela hinsichtlich des Rohöles in diesem Jahr ergeben wird. Sollte das eintreffen, dann helfen auch keine chinesischen Kredite mehr.

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!