Venezuela: Bevölkerung protestiert gegen Mangelwirtschaft – Erzbischof ruft zur Ruhe auf

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Irrsinnige Politik treibt das Land in den Ruin (Foto: Facebook)
Datum: 11. Januar 2015
Uhrzeit: 15:05 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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Ob Butter, Vollmilch, Zucker, Öl, Rindfleisch oder Thunfisch: Jedes fünfte Produkt in Venezuela ist Mangelware. Im Zentrum von Caracas hängen seit langer Zeit gelbe Aufkleber. „Kommunismus ist Mangel für alle“, ist darauf zu lesen. Inzwischen protestieren immer mehr Bürger des südamerikanischen Landes über die sozialen Netzwerke, der Hashtag #AnaquelesVaciosEnVenezuela verbuchte seit dem 2. Januar bereits knapp 200.000 Tweets und soll die katastrophale Versorgungslage im erdölreichsten Land der Welt belegen.

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Venezuelas Inflationsrate beträgt mehr als 63 Prozent. Der sinkende Ölpreis hat die Inflation noch verschärft. 95 Prozent der Exporterlöse des Landes kommen aus dem Handel mit dem Rohstoff, der im vergangenen Jahr die Hälfte seines Wertes verloren hat. Importe werden durch den Verfall der eigenen Währung für das Land immer teurer – ausländische Lieferanten sitzen auf Milliardenschulden und liefern nur noch gegen Vorkasse.

Update

Nutzer sozialer Netzwerke berichten darüber, dass die Nationalgarde mehrere Personen festgenommen und abgeführt hat. Diese hatten Fotos von den Warteschlangen und den Protesten vor den Supermärkten gemacht. Jorge Liberato Kardinal Urosa Savino, Erzbischof des Erzbistums Caracas und Primas von Venezuela, hat die Bevölkerung angesichts der Widrigkeiten dazu aufgefordert, ruhig zu bleiben. Während einer Messe anlässlich des Weltfriedenstages forderte der geistliche Würdenträger die Regierung am Sonntag (11.) einmal mehr dazu auf, die Verfügbarkeit aller Lebensmittel im Land zu gewährleisten und die Probleme des Landes endlich zu lösen. „Venezuela hat viele Probleme und es ist es notwendig, diese zu erkennen und demütig nach einer Lösung dieser Probleme zu suchen“.

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  1. 1
    paulo

    das allerschlimmste in unserem lande ist, dass die rothemden noch immer mit geschwellter brust wie Gockel herumstolzieren……. dabei sind sie auf dem weg zur Schlachtbank…… diese trottelbande.
    wenn es nur mehr geföngnisse im land geben würde, könnte man die rote brut versorgen.

  2. NICHT,VERSORGEN,,,,,,,,,,ENTSORGEN

  3. 3
    fideldödeldumm

    Der Herr Kardinal wird wohl kaum in der Schlange stehen, da er bestimmt regelmäßig einen Container aus dem Vatikan dürfte.

  4. 4
    Martin Bauer

    Wieder einmal wurden Demonstranten auf das Brutalste misshandelt, zusammengeschlagen und aus nächster Nähe mit Pertigones bescheren. Und keiner berichtet darüber. Wo habt ihre denn alle eure Augen und Kameras? Die Beweise des Terrors lagen doch heute blutend auf den Strassen.

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