Venezuela: Präsident Nicolás Maduro lebt in seiner eigenen Welt

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Präsident Maduro hat den Blick für die Realität schon längst verloren (Foto: AVN)
Datum: 14. Januar 2015
Uhrzeit: 09:29 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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Auch im Jahr 2014 stand die Lebensmittelindustrie Venezuelas vor den gleichen Hindernissen wie im letzten Jahr. Beschränkungen beim Zugang zu offiziellen Devisen führte zur Knappheit bei der Einfuhr von Rohstoffen. Verzögerungen bei der staatlichen Regulierung von Verkaufspreisen und Arbeiterunruhen sind nur einige der Misstände, die zu einer ausufernden Nahrungsmittelknappheit auf dem Markt führten. Obwohl die Problematik wie gewohnt in stundenlangen Diskussionen analysiert wurde, endete das Jahr ohne echte Lösungen für diese Probleme. Die landwirtschaftliche Produktion deckt nur gerade rund 30 Prozent der heimischen Lebensmittelindustrie, das Defizit wird durch Importe ergänzt. Angesichts des rapide sinkenden Ölpreises schmelzen die Devisenreserven des Landes mit rasender Geschwindigkeit dahin. Deshalb hat sich Präsident Nicolás Maduro auf eine einwöchige Betteltour gemacht, um neue Kredite zu beschaffen und hat erfolglos versucht, die wichtigsten Erdöl exportierenden Länder zu einer Drosselung der Ölförderung zu bewegen. Während seines Besuches in Katar bestätigte Präsident Maduro einmal mehr, dass er den Blick für die Realität schon längst verloren hat und in seiner eigenen Welt der Illusionen lebt.

Venezuela hat die grössten Erdölreserven der Welt und eigentlich müsste es dem Land blendend gehen. Doch die Supermärkte sind leer, Produktionslinien stehen still, und die Preise steigen unaufhaltsam. Die desaströse Situation ist die Folge einer jahrelangen Misswirtschaft der Regierung, die Vernachlässigung von Industriezweigen und der Landwirtschaft hat das Land abhängig von Importen gemacht. Praktisch alle Devisen aus dem Erdölexport werden benötigt, um Nahrungsmittel und andere Güter zu importieren. Obwohl das Land auf Jahre hinaus nicht in der Lage sein wird, seine Bedürfnisse hinsichtlich fehlender Waren des täglichen Bedarfs selbst zu decken, will Präsident Maduro Lebensmittel für Katar und für die arabische Welt produzieren.

„Alle diese Regionen sind trocken und importieren viele Lebensmittel. Wir werden die Lebensmittel, die von Katar und die arabische Welt benötigt werden, herstellen. Wir produzieren Lebensmittel für den venezolanischen Markt und wir bauen einen Exportpfad mit hochwertigen Lebensmitteln in diese Region“, so Maduro während eines Interviews mit „Venezolana de Televisión“.

„Der Präsident ist sich über alles bewusst, was in diesem Land passiert“, teilte Vizepräsident Jorge Arreaza in Caracas mit.

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  1. 1
    alexandro

    Der Mann gehört längst unter Pflegschaft gestellt,

  2. 2
    Herbert Merkelbach

    Mit der Wahl von Hugo Chávez Frias geht es mit dem Land bergab. Der Chavismus/Sozialismus des 21. Jahrhunderts ist ein „flop“. Versagen auf allen Ebenen, Blütezeit der Korruption, Unterdrückung der Presse, des Volkes. Übelste Wiederholung eines stalinistischen Systems.

    Was Maduro seit 2013 macht, ist das Sahnehäubchen und Fortsetzung des Versagens. Seine Reise über die RF, China, den Iran, Saudi Arabien, Qatar und Algerien hat nichts erbracht und nichts gebracht. Mit anderen Worten: außer Spesen, nichts gewesen.
    Wenn er erfolgreich in seinen Bemühungen sein wollte, dann hätte er sich mit seinem Erzfeind, den USA, besser den US-amerikanischen Ölfirmen einträglich und zivilisiert diskutieren sollen. Diese Gabe ist ihm leider nicht gegeben. Dumm-dämliche Äußerungen, die dem Niveau eines 5 Klässler (dies soll als keine Beleidigung dieser Schüler angesehen werden) entsprechen, reflektieren seinen geistigen Zustand.

  3. 3
    hugo

    nicht nur maduro denkt so.auch ein großer teil der bevölkerung.
    dieses land wird sich auf jahre nicht erholen.
    hier muss das elend noch viel größer werden.
    die ölförderung auf jahre an die chinesen verkauft.
    die landwitschaft am boden.
    der tourismus nicht mehr da.
    kaum bildung.
    hohe militär,polizei und behörden kosten.
    krimminalität und korruption.
    wenn es einen staatsstreich geben wird, wir wieder ein militär an die macht kommen.
    ich sehe keine verbesserung für dieses schöne land.

  4. 4
    Gast

    Bei Häuslichen Protesten sag ich der lieben Familie“ Ihr habt Sie doch gewählt“
    Anstatt zusammen zu halten kommt jetzt die wahre Geisteshaltung meiner Venezulaner
    zum Vorschein. Es wird Jahre ( Viele) dauern um den Geist der Verblödung aus Ihren Gehirnen
    zu entfernen.

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